Schluss. Aus. Fertig. Das Chaosspiel von Düsseldorf, der unberechtigte Elfmeterpfiff, die zwei verlorenen Punkte in letzter Minute, das Theater von und mit Sascha Rösler, der Ausbruch von Heribert Bruchhagen, die Abrechnung von Armin Veh − Geschichte. Vorbei, abgehakt. „Wir müssen uns auf den FSV konzentrieren“, fordert der Frankfurter Cheftrainer Veh. „Das wird ein schweres Spiel.“
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Zurück zur Normalität
Natürlich wirkten die Turbulenzen von Düsseldorf noch nach, am Dienstag etwa drehte sich noch einmal alles um Elfmeter, Theatralik, Beleidigungen, um die Fortunen Sascha Rösler, Norbert Meier oder Wolf Werner. Aber im Laufe der Woche ist doch Normalität eingekehrt in Frankfurt, der Alltag hat die Eintracht wieder. Die Kardinalfrage aber bleibt, welche Auswirkungen diese dramatischen Minuten haben werden. Fühlt sich das Remis tatsächlich, wie viele meinten, wie eine Niederlage an? Steht nun gar zu befürchten, dass der Tiefschlag in der Nachspielzeit der Mannschaft einen Knacks geben wird? Oder ist vielleicht das Gegenteil der Fall? Wird dieses Erlebnis das Ensemble zusammenschweißen? Wird nun die lange Zeit etwas fehlende Leidenschaft ins Aufstiegsrennen getragen? Wird diese brave Elf nun von ihren Emotionen getragen, lehnt sie sich gegen Unbill auf? Sind die zerflossenen Punkte womöglich gar die Initialzündung im Kampf um die Bundesligarückkehr?
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„All das ist hypothetisch“, sagt Heiko Butscher, der neue Linksverteidiger, der sich binnen kürzester Zeit zu einem Sprachrohr des Teams gemausert hat − und der Mannschaft vor allen Dingen als guter, taktisch hervorragend geschulter Linksverteidiger enorm hilft und ihr die dringend benötigte Stabilität verleiht.
Die Mannschaft hat sich schon auf der Rückfahrt von Düsseldorf geschworen, sich nicht aus der Bahn werfen zu lassen, sondern nun erst recht durchzustarten. „Wir müssen die positiven Ansätze sehen“, erzählt Butscher. „Wir haben gut gespielt. Aus diesem Spiel müssen wir Kraft ziehen. Bei uns reißt nichts ein, wir lassen uns nicht runterreißen.“
Der 31-Jährige bringt die psychologische Komponente ins Spiel. „Vielleicht hätten wir zwei, drei Prozentpunkte unseres Leistungsvermögens weniger gebracht, wenn wir in Düsseldorf gewonnen hätten.“ Vielleicht hätte die Eintracht gedacht, den FSV werde sie schon im Vorbeigehen irgendwie schlagen. Nun ist die Mannschaft von Armin Veh auf die drei Punkte angewiesen. „Wir wollen willig, bissig und trotzig sein“, kündigt Butscher an.
Keine Blöße gegen den FSV
Einen Ausrutscher können sich die Hessen kaum mehr erlauben, sie müssen in den restlichen 13 Partien konstant punkten, wenn sie am Schluss vorne dabei sein möchten. Denn im Eintracht-Lager glaubt kaum jemand, dass Fortuna Düsseldorf oder Greuther Fürth wirklich abfallen könnten. Gerade deshalb ärgerte sich Vorstandschef Heribert Bruchhagen nach dem Remis in Düsseldorf übermäßig. „Das wären Big Points gewesen, dieser Sieg wäre von entscheidender Bedeutung gewesen.“
Nun dürfe man sich gegen den Stadtrivalen - vor mehr als 40000 Zuschauern - keine Blöße geben. Aber Bruchhagen warnt: „Der FSV ist jetzt stabil und gefestigt. Die Mannschaft ist mit der aus dem Hinspiel nicht vergleichbar.“
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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