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Vor der Partie gegen Bochum: Doppelt gemoppelt

Der Eintracht-Trainer Skibbe hat die Wahl zwischen Bayern-Helden und ins Team zurückdrängenden Stammkräften. Von Ingo Durstewitz

Nach starkem Auftritt gegen die Bayern muss Marcel Heller (re.) wohl zurück ins Glied.
Nach starkem Auftritt gegen die Bayern muss Marcel Heller (re.) wohl zurück ins Glied.
Foto: Jan Hübner

Never change a winning team. Michael Skibbe lacht, als er gefragt wird, ob der allseits bekannte Leitspruch auch für das Auswärtsspiel am Freitag beim VfL Bochum gelte. "In weiten Teilen schon", antwortet der Trainer der Frankfurter Eintracht. "Die Mannschaft hat sich mit dem tollen Spiel gegen die Bayern Vertrauen erworben."

Aber, die Einschränkung folgt auf dem Fuße, natürlich könne es sein, dass der eine oder andere "zurück in die erste Elf drängt". Der eine oder andere - das sind: Patrick Ochs, Maik Franz und Selim Teber. Das Trio musste am Samstag beim 2:1-Coup gegen die Bayern eine Sperre abbrummen und zuschauen. Jetzt will natürlich jeder wieder seine angestammte Position einnehmen. Doch für alle wird kein Platz sein im Team, das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit von Trainer Skibbe.

Denn es ist nur schwer vorstellbar, dass er einen Spieler wie Sebastian Jung, den talentierten Rechtsverteidiger, nach einer tadellosen Leistung wie der am Samstag tatsächlich aus dem Team nimmt. "Nicht wirklich vorstellbar", sagt auch der Coach, der dem pfeilschnellen 19-Jährigen eine herausragende Darbietung bescheinigt.

Jung hat gute Karten

Jung habe "erstmals seine Dynamik nach vorne getragen", in den Spielen zuvor habe er sich zuvorderst darauf beschränkt, seine Seite abzudichten. Nun aber sei er, wie früher Patrick Ochs aus dieser Position, wie ein Derwisch ein ums andere Mal die Flanke hinaufgeflogen. "Er hat es couragiert von hinten bis vorne durchgespielt", lobt Skibbe. Das hieße: Maik Franz bleibt draußen.

Da ist zudem die Frage, ob Selim Teber ins Team zurückkehren wird. Der defensive Mittelfeldspieler ist für seine Kampfkraft und seine nimmermüde Laufleistung bekannt, spielt aber viel zu viele Fehlpässe und initiiert kaum einen brauchbaren Angriff. Alexander Meier, den Skibbe erstmals neben Pirmin Schwegler aufgeboten hatte, ist ein feinerer Fußballer, der ein Spiel lesen und als Umschaltspieler die Angriffe einleiten kann. Meier ist auch ein Dauerläufer, aber kein klassischer Zerstörer. "Meier ist auf dieser Position auch auf Dauer eine Option", sagt Skibbe. Caio, der gegen die Bayern ordentlich spielte, bliebe dann als hängende Spitze im Team. Teber wäre draußen.

Bleibt zu klären, ob Marcel Heller seinen Platz auf Rechtsaußen behaupten kann. Dafür spricht nicht viel. Patrick Ochs ist ein gestandener Spieler, dessen spielerisches Vermögen höher einzuschätzen ist. Ochs ist unumstritten. Heller wird zurück ins Glied müssen. Und was ist eigentlich mit Ricardo Anthony Clark, dem Zerstörer im Mittelfeld, der doch eigentlich gegen die Bayern gesetzt schien? Skibbe hat mit ihm bisher kein Gespräch geführt, um die Nichtberücksichtigung zu begründen.

Er habe in der Taktikbesprechung vor dem Bayern-Spiel der gesamten Mannschaft erläutert, dass er sich für die offensivere Variante - und also gegen Clark - entschieden habe. Der US-Amerikaner sei deshalb aber nicht abgeschrieben: "Er wird in einem der nächsten Spiele seine Chance erhalten." Womöglich noch nicht in Bochum, diesem so ganz anderen Spiel. Aus dem Bayern-Glanz wird dann mausgrauer Ligaalltag, und Skibbe sagt pflichtergeben: "Wir sehen uns nicht viel größer als den VfL Bochum."

Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  23 | 3 | 2010
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
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