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Neuzugang: Endlich im Hotel, endlich schlafen

Erst Vater geworden und dann zur Eintracht gewechselt - für Frankfurts neuen kanadischen Angreifer Rob Friend war die Woche turbulent.

Selbstbewusster Torjäger: Rob Friend und sein neues Trikot.  Foto: Hübner
Frankfurt –  

Seine Augen wirken müde, seine Gesichtsfarbe gleicht der eines Thrombosestrumpfes: Rob Friend, hünenhafter neuer Stoßstürmer des Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt, scheinen am Ende einer ereignisreichen Woche die Kräfte auszugehen. „Gut, dass ich jetzt im Hotel bin und ein paar Tage ausschlafen kann“, sagte der 30 Jahre alte Kanadier am Freitagmittag bei seiner Vorstellung in Frankfurt.

Am Vormittag hatte er erstmals mit seinen neuen Kollegen trainiert. An der morgendlichen Übungseinheit lag es freilich nicht, dass der 1,95 Meter große und 92 Kilogramm schwere Angreifer sichtlich schwächelte. Der Mann ist am vergangenen Montag zum zweiten Mal Vater geworden. Ein Mädchen, „sie heißt Leyla“. Gut, den Hauptjob machte Friends Frau Mari, „ich habe aber zwei Tage nicht geschlafen“.

Es war dies der Auftakt in eine Woche, die „nicht normal war“, wie er sagte. Plötzlich wirkte der von Hertha BSC „in letzter Sekunde“ (Friend) nach Frankfurt transferierte Stürmer wieder hellwach. Kaum geschlafen und dann auch noch die Verhandlungen über seinen Wechsel am Mittwoch. „Dabei ging es dauernd hin und her“, berichtete Friend. „Einmal hieß es, geht nicht, dann wieder ja, dann wieder nein, dann wieder ja.“ Zuguter Letzt, eine Minute vor Ultimo, stand der Deal. Für ihn der zweite große Glücksmoment binnen weniger Tage. Damit war das Kapitel Berlin endlich abgehakt und damit die Geschichte eines großen Missverständnisses.

Für knapp zwei Millionen Euro war Friend im Sommer 2010 von Borussia Mönchengladbach in die Hauptstadt gewechselt. Er war der Wunschspieler von Hertha-Coach Markus Babbel. „Ich habe auch gut angefangen“, erzählte Friend. Nach ein paar schlechteren Spielen ging’s auf die Bank − zuletzt saß er gar nur noch auf der Tribüne. „Das System in Berlin war nicht optimal für mich“, sagte Friend gestern. Wenn er seine Chance bekommen hätte, hätte er sich auch durchgesetzt, behauptete er. „Es war alles etwas unglücklich. Aber das ist Fußball.“

Erster Auftritt in Baunatal

Nun, in Frankfurt, glaubt sich der seit vier Jahren in Deutschland lebende Nordamerikaner am Ziel seiner beruflichen Wünsche. „Ich wollte zu einem Verein, bei dem es passt. Der Trainer kennt mich gut. Hier passt es.“ Veh ist denn auch überglücklich, endlich seine beiden Wunschstürmer bekommen zu haben − und das kostenneutral. Durch die Abgänge von Martin Fenin und Nicola Petkovic „kommen wir da mit null raus“, sagte Veh. Das kann man glauben, muss es aber nicht. Sportdirektor Bruno Hübner über die Verhandlungen am 31. August: „Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Das ist wie an der Börse. Die Situation verändert sich ständig.“

Am Samstag (15 Uhr) wird Friend erstmals für die Eintracht spielen, im Testkick beim KSV Baunatal. Eine Woche drauf steigt dann das Ligadebüt in Cottbus. Friend strotzte ganz zur Freude von Veh („Ich mag selbstbewusste Spieler“) vor Selbstsicherheit: „Wenn Mo und ich zusammen stürmen, haben unsere Gegner in der zweiten Liga keine Chance.“

Was wohl die beiden Sturmkollegen Theofanis Gekas und Erwin Hoffer dazu sagen werden?

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Autor:  Jörg Hanau
Datum:  3 | 9 | 2011
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
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