Plastikabfall treibt in riesigen Strudeln über die Ozeane. Tiere sterben, Menschen werden krank. Den europäischen Müllrekord halten die Strände am Mittelmeer. Doch auch an der Nordsee landet Plastikmüll der sogar von weit weg angeschwemmt wird.
Die Flut bringt zurück, was der Mensch hineingeworfen hat: Müll am Strand. Foto: dapd
Berlin –
Autoreifen, Zahnbürsten, Fischernetze, Computer und Flipflops – es gibt kaum etwas, das David Fleet noch nicht am Nordseestrand gefunden hätte. Vieles kommt von weither: „Wir haben hier schon Hummerkörbe von der Ostküste Englands entdeckt und Plastikfolien aus französischen Muschelkulturen“, berichtet der britische Zoologe Fleet. Als Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat er seit mehr als zehn Jahren im Blick, was das Meer an die Küste schwemmt. An der Nordsee sind es nach aktuellen Zählungen im Durchschnitt 712 Abfallteile pro hundert Meter. „Drei Viertel davon bestehen aus Plastik“, sagt David Fleet. Im Meer kann es Jahrhunderte überdauern.
Abfallhalde Mittelmeer
Naturschützern wie Fleet ist es zu verdanken, dass man heute recht viel weiß über Menge, Zusammensetzung und Herkunft des Mülls an den Ufern des Nordostatlantiks. An der Ostsee hingegen hat das Monitoring, also das systematische Dokumentieren, gerade erst begonnen. Die Experten rechnen mit ähnlichen Ergebnissen wie an der Nordsee. Allerdings sei die Müllmenge variabler und auf bestimmte Regionen konzentriert, sagt der Meeresbiologe Kim Detloff vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).
Den europäischen Müllrekord halten die Strände am Mittelmeer. Anders als im Norden Europas gelangen dort immer noch große Abfallmengen mit den Flüssen ins Meer oder werden von Müllkippen an der Küste weggeweht. Auf offener See finden sich nach aktueller Schätzung bis zu eine Million Plastikpartikel pro Quadratkilometer. Europas Badewanne enthält damit ebenso viel Schrott wie der Große Pazifische Müllstrudel, ein gigantischer Teppich von der Größe Westeuropas, der zwischen den Küsten Kaliforniens und Japans im Nordpazifik im Uhrzeigersinn rotiert. In den 1990er Jahren entdeckt, wurde der Great Pacific Garbage Patch zum Symbol menschlicher Umweltsünden. Aber auch im Südpazifik, im Indischen und im Atlantischen Ozean fahren riesige Müllhalden Karussell – angetrieben durch Winde und Meeresströmungen. So gelangen die Spuren der Zivilisation bis in die entlegensten Paradiese.
Dem Weißstorch, der hier in eigenartig blau schimmernder Pracht erscheint, fehlt es vor allem an Lebensraum, der durch die landwirtschaftliche Erschließung kontinuierlich abnimmt. Er fühlt sich vor allem in Feuchtgebieten in der Nähe von Flüssen und Biotopen wohl, für deren Schutz sich der WWF stark macht.
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Flipper ist nicht nur einer der berühmtesten Filmstars unter den Tieren, sondern auch unser beliebtester Bewohner der Meere. Doch der Delfin gilt als gefährdet und muss sich vor Fischern in Acht nehmen, die Jagd auf ihn machen und so seinen Bestand bedrohen.
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Schimpansen zählen zu jener Spezies, die dem Menschen am nächsten steht. Trotz unserer Sympathie für die Verwandten, deren Erbgut zu 98% mit unserem übereinstimmt, machen wir den niedlichen Artgenossen durch Abholzung und Rodung der Regenwälder Afrikas das Leben schwer.
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Der Wolf war ursprünglich eine der weitverbreitetsten Arten und auf der gesamten nördlichen Halbkugel zu Hause. Doch die Zerstörung seines Lebensraumes führte zur kompletten Ausrottung in Westeuropa und Skandinavien. In Deutschland galt die Art über hundert Jahre als ausgestorben, erst seit einigen Jahrzehnten siedeln wieder vereinzelt Wölfe aus dem Osten an.
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Der Orang-Utan ist nur noch in wenigen Waldregionen Sumatras und Borneos in freier Wildbahn zu finden. Die Bestände sind besonders durch die Holzindustrie bedroht, die vor seinem Lebensraum keinen Halt macht und in den letzten 20 Jahren 60 Prozent des von ihm bewohnten Regenwalds vernichtete.
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Tapire sind in den tropischen Regenwäldern und Flachlandgebieten Südamerikas heimisch, wo sie allerdings auch von vielen Jägern bedroht sind. Denn die Jagd auf die Rüsseltiere ist dort erlaubt. Des Weiteren wird ihr Lebensraum durch Straßenbau und infrastrukturelle Erschließung zerstückelt, was oft zur Isolation führt.
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Seit jeher werden die größten Landsäugetiere der Erde wegen ihrer Stoßzähne aus kostbarem Elfenbein gejagt. Dem will WWF entgegenwirken und setzt sich seit seiner Gründung für Rückzugsgebiete der Riesentiere in Afrika ein.
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Der rote Panda wurde schon vor seinem großen, gleichnamigen Bruder entdeckt und ursprünglich "Feuerfuchs" getauft. Er gilt als stark gefährdet, da sein Lebensraum hoch im Himalajagebirge von Abholzung und Überweidung durch Nutztiere bedroht ist.
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Der Fischotter fühlt sich an Seen, Flüssen und Sumpfgebieten wohl. Er gilt jedoch als Konkurrent für die Fischerei und wird daher bejagt. Außerdem macht ihm die Verschmutzung vieler Gewässer schwer zu schaffen.
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Der Flussdelfin kommt in den großen Flusssystemen des Amazonas und Orinokos vor. Doch dort stellen vor allem die Fischerei, die Verschmutzung durch Waldzerstörung und auch der Bau von Dämmen große Gefahren für sein Überleben dar.
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Die Nahrungsgrundlage der farbenfroh gefederten Papageie schwindet in den tropischen Savannen Südamerikas dahin: überlebenswichtige Palmen werden abgeholzt und Wälder in Viehweiden umgewandelt. Auch die Wilderei der begehrten Ziervögel bedroht deren Bestand dramatisch.
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Das Seepferdchen ist eine mystische Figur von sonderbarer Form. Skurril ist auch, dass bei dieser Gattung das Männchen den Nachwuchs austrägt. Doch die Meeresbewohner werden oftmals als Souvenir in Aquarien entführt und überleben diese Gefangenschaft nicht lange.
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Das zweitgrößte lebende Landraubtier besiedelt das Nordpolarmeer und die Arktis. Der Eisbär ist mit einer raffinierten Körperbehaarung und einer bis zu zehn Zentimeter dicken Speckschicht gut geschützt gegen extreme Kälte. Der globalen Erderwärmung und der damit einhergehenden Packeisschmelze ist er hingegen schutzlos ausgeliefert.
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Der große Panda, auch Bambusbär genannt, zählt zu den am stärksten bedrohten Arten der Welt und wurde deshalb zum Symbol des WWF und des internationalen Artenschutzes erklärt. In einigen wenigen Bergregionen im Südwesten Chinas leben nur noch etwa 1600 der prächtigen Pandabären.
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Wild lebende Schweine mussten nicht nur als Leibspeise von Obelix herhalten, sondern werden seit eh und je gejagt und durch Wilderei bedroht. Ihres Schweine-Images haben sie sich als Allesfresser redlich verdient gemacht. Sie sind bis auf die Antarktis weltweit verbreitet und leiden in vielen Regionen unter der Erschließung vieler Waldgebiete durch den Menschen.
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Der Gorilla gilt als größte, noch lebende Menschenaffenart der Welt. Aufgrund seines massigen Körpers und der vegetarischen Ernährungsweise ist er auf eine üppige Bodenvegetation angewiesen, die er in Zentralafrika vorfindet. Besonders die männlichen Silberrücken sind begehrte Jagdobjekte, denen ein Bestandsrückgang von 80 Prozent in den nächsten drei Generationen prognostiziert wird.
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Der König der Tiere ist bekannt für seine prächtige Mähne und sein kräftiges Brüllen, das kilometerweit zu hören ist und so seinen Herrscherstatus in der Savanne Afrikas verlauten lässt. Doch gerade das macht das mächtige Rudeltier zur Trophäe von Wilderern und den Jäger zum Gejagten.
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Der Schneeleopard fühlt sich im Himalajagebirge sogar auf über 5000 Metern Höhe wohl. Der Einzelgänger ist ein geschickter Kletterer. Doch selbst in solchen Höhen ist er nicht mehr sicher vor illegaler Jagd und auch sein Lebensraum wird ihm von sich stetig ausbreitenden Siedlungen des Menschen genommen. Auch der Handel seines prächtigen Pelz bedroht die Großkatze zunehmend.
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Der Schweinswal erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern und gilt damit als der Kleinste seiner Artverwandten, der auch in Nord- und Ostsee heimisch ist. Seine Bedrohungen sind vielseitig: Er verendet als ungewollter Beifang der Fischerei, wird vom Lärm vieler Schiffe und Schnellfähren vertrieben oder durch Gifte und Schadstoffe gefährdet.
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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Luchs aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Erst Mitte der 90er Jahre wanderte er wieder aus dem Osten ein. Sein Bestand ist aber immer noch schwindend gering. Nur etwa 20 Tiere besiedeln den Bayerischen Wald. Er ist zwar für den Menschen harmlos, wird aber als Räuber anderer Nutztiere bejagt.
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Das Wisent ist der etwas kleinere Verwandte des Bisons und dennoch das größte Landsäugetier Europas. Schon im wilden Westen wurden die amerikanischen Artgenossen systematisch gejagt und auch hierzulande starben sie nach dem Ersten Weltkrieg aus. Einzelne Tiere hatten jedoch in zoologischen Gärten überlebt. Deren Nachfahren wurden nach jahrelanger Züchtung wieder im polnischen Urwald ausgesetzt.
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Der Gepard ist ja bekanntlich das schnellste Landtier der Welt: In nur drei Sekunden beschleunigen sie auf über 90 km/h und könnten es so sogar mit einem Sportwagen aufnehmen. So schnell sie auch sind: Dem Verschwinden ihres Lebensraumes können selbst die Sprinter nicht entkommen.
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Das Verbreitungsgebiet des Bengal-Tigers erstreckt sich vom indischen Subkontinent bis auf Höhenlagen von 4000 Metern im Himalaja. Er gilt schon seit 2500 v. Chr. als Wahrzeichen Indiens, wo man die Tigerjagd lange als Freizeitsport betrieb. Nachdem der Bestand in den 70er Jahren allerdings dramatisch zurückging, stellte man erste Schutzgebiete für das verehrte Tier sicher.
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Störe sind nicht nur eine der ältesten Arten, sondern mit bis zu 8 Metern Länge auch die größten Süßwasserfische unseres Planeten. Die größte Bedrohung der Fischart, die auf der gesamten Nordhalbkugel vorkommt, stellt das Geschäft und der illegale Handel mit Kaviar dar, der zu den teuersten Delikatessen weltweit zählt und aus den Eiern der weiblichen Störe besteht.
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Jährlich landen mehr als 250000 Meeresschildkröten als ungewollter Beifang in den Fischernetzen aller Weltmeere. Zudem setzt die zunehmende Verschmutzung ihres Lebensraumes den ältesten noch lebenden Reptilien enorm zu.
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Der Kabeljau ist der am stärksten überfischte Speisefisch und steht sinnbildlich für die Krise der Fischerei. In Kanada musste der Kabeljaufang 1992 gänzlich untersagt werden, da dort die Bestände um 99 Prozent zurückgegangen waren.
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Das Horn des Breitmaulnashorns, das beim Weibchen bis zu 165 Zentimetern lang werden kann, ist als Trophäe sehr begehrt und stellt in manchen Ländern sogar ein Statussymbol dar. In der traditionellen asiatischen Medizin war es als Heilmittel selbst kostbarer als Gold. So kommt die Wilderei und Jagd auf die Tiere nicht von ungefähr.
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Flusspferde, besser bekannt als Nilpferde, durchforsten die Savanne und Sumpfgebiete Afrikas immer seltener. Das liegt auch daran, dass wegen ihrer Zähne, die als Ersatz für das Elfenbein der Elefanten gehandelt werden, unaufhaltsam Jagd auf sie gemacht wird.
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Der Buckelwal gilt trotz seines riesigen, scheinbar unbeweglichen Rumpfes und eines Körpergewichts von bis zu 30 Tonnen als Akrobat unter den großen Walarten und ist bekannt für spektakuläre Sprünge. Diese werden aber immer seltener zu bewundern sein, da er durch den Fang sowie die Verschmutzung und Verlärmung der Meere gefährdet ist.
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Die gurkenförmige Nase der Nasenaffen, die auf der südostasiatischen Insel Borneo zu Hause sind, ist schon sehr sonderbar. Und trotz der eher abschreckend skurrilen Gestalt machen die Wilderer nicht vor ihnen Halt.
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Der Pottwal schlägt alle Rekorde: Er ist der größte aller Wale, sein Gehirn ist das größte aller Lebewesen und er kann tiefer und länger tauchen als alle anderen Säugetiere. Von "Free Willy" wird allerdings nicht mehr lange die Rede sein, denn trotz des Jagdverbots von 1981 verfangen sich immer noch viele Säuger in riesigen Fischernetzen und verenden.
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Der Tunfisch erreicht eine Länge von bis zu fünf Metern und ein Gewicht von über 600 Kilogramm. Diese amtlichen Ausmaße sind mitunter ausschlaggebend für die Fischfangindustrie, ihn als schmackhaften Speisefisch groß und gewinnbringend zu vermarkten.
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Der weiße Hai verbreitet nicht nur im Film Angst und Schrecken. Er wird jedoch immer häufiger zur begehrten Beute der Sportfischerei. Und auch im Mittelmeer ist er durch Gewässerverschmutzung und den Rückgang der Tunfischbestände besonders gefährdet.
Das Bonobo-Äffchen zeigt sich hier von seiner schönsten Seite. Doch das könnte nicht mehr lange der Fall sein, denn selbst in den Nationalparks der Demokratischen Republik Kongo ist es nicht mehr sicher und wird von Wilderern bedroht. Wenn es wüsste, wie es um die Zukunft seiner Artgenossen bestellt ist, wäre ihm anstelle des breiten Grinsens die Angst ins Gesicht geschrieben.
Der Schwertwal hat es sogar auf die Leinwand geschafft. Der Meeressäuger Keiko spielte in dem Kinderfilm "Free Willy" die Hauptrolle. Nach den Dreharbeiten wurde er in Island in einer Meerenge vor der Küste trainiert, um so das Leben in Freiheit zu erlernen.
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Ein Muttertier schwimmt neben ihrem Neugeborenen und ihrem fünf Jahre alten Jungen.
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Schwertwale lagern Kadaver für ein späteres Fressen. Diese Lagerhaltung wurde zuvor noch nie beobachtet.
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Ein Schwertwal in kanarischen Gewässern. Jährlich fallen sie über Grauwale her und machen Jagd auf Neugeborene und Einjährige.
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Grauwale leben heute nur noch im Pazifik. Diejenigen, die früher im Atlantik lebten, sind im 17. Jahrhundert ausgestorben.
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Ein Grauwal vollführt hier gerade einen Sprung, bei dem er seinen Kopf und den Oberkörper aus dem Wasser stößt und sich dann wieder zurückfallen lässt.
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Grauwale stehen seit 1947 unter Naturschutz. Trotzdem ist die Anzahl dieser Wale seit 1900 um ein Drittel gesunken.
Schwertwale sind auch unter den Namen Killerwal und Mörderwal bekannt und gehören zu der Familie der Delfine. Hier ist ein weiblicher Schwertwal mit seinem Kalb zu sehen.
Beispiel für Korallenbleiche am Great Barrier Reef.
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Der Drachenfisch hat Zähne sogar auf der Zunge - denn in der Tiefsee ist Futter so schwer zu finden, dass er es auf keinen Fall wieder loslassen darf, wenn er es gefunden hat. Der Fisch etwa so groß wie eine Banane.
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Eine Tiefseeschnecke aus japanischen Gewässern.
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Asteronyx loveni lebt in gut 1000 Meter unter der Meeresoberfläche.
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Eine Venusfliegenfalle im Golf von Mexiko.
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Eine Koralle.
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Das Queensland Brain Institute hat mit Spezialkameras Tiefsee-Kreaturen in über 1000 Metern Wassertiefe fotografiert. Wir zeigen Bilder vom Osprey Reef einer früheren Expedition.
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Ein Anglerfisch - aufgenommen vor der australischen Küste, rund 350 Kilometer nordöstlich von Cairns.
Mit dem "Census of Marine Life" wollen Forscher eine Inventur in den Ozeanen durchführen und alle Lebewesen katalogisieren - vom Einzeller bis zum Blauwal. Wir zeigen eine Auswahl. Diese Qualle wurde bei Japan entdeckt. Wenn sie angegriffen fühlt, leuchtet sie dank Biolumineszenz - eine Art Einbrecheralarm.
Die Ozeane sind zur Deponie geworden, mit schätzungsweise mehr als sechs Millionen Tonnen Abfall. Das Gros besteht aus Kunststoff. Wellenschlag und UV-Licht haben ihn in winzige Teilchen zerfallen lassen, sogenanntes Mikroplastik. Etwa 70 Prozent des Mülls sinkt mit der Zeit auf den Meeresboden, der Rest schwimmt an der Oberfläche oder landet an den Küsten.
Ebenso wie am Mittelmeer gelangt auch in anderen Weltregionen der meiste Abfall vom Land ins Meer. Einen großen Anteil steuern Schifffahrt und Fischerei bei, in der Nordsee sind sie erwiesenermaßen die Hauptverschmutzer. Zwar ist das Überbordwerfen von Kunststoffprodukten verboten, aber es ist in der Regel so viel einfacher und billiger als die Entsorgung im Hafen. Und kontrolliert wird selten.
Herrenlose Geisternetze
Ein großes Problem für die Umwelt sind die verloren gegangenen Fischernetze, die jahrelang in den Meeren treiben. In ihnen verfangen sich Gegenstände – Kim Detloff berichtet zum Beispiel von einem Auto, das fest umgarnt aus der Ostsee gezogen wurde – sowie Schildkröten, Fische und andere Meeresorganismen, die in den Netzen verenden. Manche dieser Geisternetze erreichen mit der Zeit Durchmesser von mehreren hundert Metern, sie reißen Korallen ab oder geraten in Schiffschrauben. Fremde Arten reisen auf ihnen wie auf einem Floß von Küste zu Küste.
Ozeane sind riesige Kohlendioxid-Puffer - doch ein Teufelskreis aus Erderwärmung und zu viel Kohlendioxid lässt Uferbereiche absterben: Das Meer versauert und nimmt weniger CO2 auf, was wieder den Klimawandel beschleunigt. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt der Meere und seine Bewohner sind dem Tod geweiht. Zu warm, zu sauer und kaum noch Sauerstoff: Auch beim letzten Massenaussterben war der Ozean auf diese Weise aus dem Gleichgewicht gekippt. Mehr zu Übersäuerung beim Alfred-Wegener-Institut und dem Projekt Bioacid.
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Überfischung
Die größte Bedrohung geht für den Lebensraum Meer durch die Fischerei aus - obwohl genau diese Geschäftszweige auch die ersten sein werden, denen die Folgen herbe Verluste bescheren werden. Die Überfischung schadet allen Meereskreaturen von Seevögeln bis zu Korallen. Laut dem Internationalen Programm zum Zustand des Ozeans (Ipso) ziehen die Fischfänger jede Stunde über 9000 Tonnen Fisch aus dem Meer - rund 90 Millionen Tonnen pro Jahr. Einige Fischarten sind auf diese Weise bereits um 90 Prozent reduziert worden. Die angewendeten Fischfangmethoden kritisiert Ipso als nicht nachhaltig. Für die Zukunft gibt es so immer weniger Fisch, prophezeit die Ipso-Studie.
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Zerstörung des Lebensraums
Für ungezählte Lebewesen ist das Meer Heimat. Doch der Mensch zerstört Lebensgemeinschaften am Meeresgrund durch Industrienutzung. Korallenriffe sterben durch die Versauerung und Erwärmung des Ozeans. Dazu kommen Müll und Umweltgifte, die der Mensch ins Meer entsorgt und Düngemittel, die für übermäßiges Algenwachstum sorgen - das verschlingt wiederum zu viel Sauerstoff.
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Energiegewinnung
Bei der Gewinnung von Öl und Gas aus Reservoiren unter dem Meeresgrund werden Hydrocarbonate und andere Stoffe frei. Zusammen mit austretendem Öl und der Umweltverschutzung und akkustischer Erforschung neuer Fördermöglichkeiten beschädigen sie den Lebensraum und haben negative Auswirkungen auf Säugetiere und Fische.
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Umweltverschmutzung
Aus Booten geworfener Müll ist nicht das einzige Problem für den Ozean: Über die Flüsse versammelt sich der Unrat der ganzen Welt am Ende im Ozean. Plastik zerfällt in winzige Stücke und bedeckt inzwischen riesige Flächen - damit irritiert es auch die Orientierung von Fischen. Der Müll entfacht auch zusätzliche Aktivität von Mikroorganismen und erzeugt riesige Algenteppiche, die Sauerstoff verbrauchen. Schwermetalle und Pestizide machen den Meeresbewohnern zusätzlich das Leben schwer und gelangen über die Nahrungskette zurück zum Menschen.
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Fremde Arten
Mit der globalisierten Schifffahrt wandern immer mehr Arten in fremde - und Jahrtausende gewachsene - Lebensräume ein. Das setzt ein Ökosystem massiv unter Stress, denn die Invasoren können mit neuen Krankheiten einheimische Arten ausrotten oder durch Auftreten in großen Massen den Einheimischen die Nahrungsgrundlage entziehen. Im schlimmsten Fall kann das Ökosystem kollabieren, so die Ipso-Forscher.
Klimawandel
Die Welt erlebt immer mehr Stürme, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen. Kippt das Klima der Erde - und ist der Mensch schuld? Diskussion, Hintergründe, Studien, Umweltszenarien, interaktive Grafiken, Videos, Fotostrecken, Karikaturen und mehr...
Aber auch wenn einige wenige Tiere vom Müll profitieren: Für die meisten ist er eine Katastrophe. Albatrosse etwa oder Eissturmvögel verwechseln die Abfallstücke mit Futter und schlagen sich damit den Bauch voll. Sie fühlen sich satt, verhungern aber schließlich mit müllgefülltem Magen. Auch Wale und Delfine fressen den Abfall.
Sorgen bereitet den Experten jedoch vor allem das Mikroplastik. Die massivsten Stückchen sind einige Millimeter groß, vieles liegt im Nanometerbereich. Sie können giftige Zusatzstoffe wie Bisphenol A abgeben. Außerdem wirken die Plastikpartikel wie Magneten auf Schadstoffe aus der Umwelt.
Eine wirkungsvolle Strategie zur Eindämmung der Müllflut fehlt bisher, moniert der World Ocean Review, den Kieler Meeresforscher mit der Zeitschrift Mare herausgegeben haben. Es gibt einzelne Initiativen wie das Projekt Fishing for Litter an der Ostsee. Dort animieren Kim Detloff und seine Mitarbeiter die Fischer, den Müll-Beifang nicht einfach wieder über Bord zu werfen, sondern an der Küste zu entsorgen. Immerhin haben sich im März 35 Staaten auf Initiative der Vereinten Nationen auf die Honolulu-Strategie gegen den Meermüll verständigt und auch die EU will wieder saubere Meere. David Fleet: „Das Thema ist sexy geworden.“