Energiewende
Nachrichten zur Energiewende

26. November 2012

Bundesnetzagentur: Stromnetz wird weniger ausgebaut

Der Aus- und Umbau des Stromnetzes gilt als wesentliche Voraussetzung für die Energiewende. Foto: dpa/dpaweb

Die Bundesnetzagentur hat offenbar zu dick aufgetragen: Der Ausbau an Stromleitungen wird kleiner ausbauen, als bisher gedacht. Nur drei Großleitungen sollen den Strom von Norden nach Süden transportieren.

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Der Ausbau des Hochspannungsnetzes in Deutschland soll einem Medienbericht zufolge kleiner ausfallen als bislang geplant. Die Bundesnetzagentur werde der Bundesregierung eine überarbeitete Fassung des Netzentwicklungsplans vorlegen, in der nur noch 51 von ursprünglich 75 Bauvorhaben als vordringlich eingestuft würden, berichtete das „Handelsblatt“.

Die Planungen sehen demnach unter anderem nur noch den Bau von drei statt vier Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) von Norden nach Süden bis 2022 vor. Diese Leitungen, die große Strommengen fast verlustfrei über große Distanzen transportieren können, gelten als Kernstück der neuen Netzinfrastruktur.

Kritiker: Plan war zu ehrgeizig

Vorgesehen seien außerdem der Bau neuer Leitungen in konventioneller Wechselstromtechnik und die Verstärkung bestehender Leitungen. Der überarbeitete Plan sollte am Nachmittag in Berlin präsentiert werden.

Die Bundesnetzagentur hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Anhörungen durchgeführt, in denen Bürger und Verbände ihre Einwände gegen die Planungen der Netzbetreiber zum Ausbau der deutschen Stromautobahnen vorbringen konnten. Kritiker hielten die Pläne der Netzbetreiber von vorneherein für überdimensioniert. Allerdings legt der Netzentwicklungsplan noch keine konkreten Trassenverläufe fest. Das soll erst in späteren Planungsschritten geschehen.

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