Der Ausbau des Hochspannungsnetzes in Deutschland soll einem Medienbericht zufolge kleiner ausfallen als bislang geplant. Die Bundesnetzagentur werde der Bundesregierung eine überarbeitete Fassung des Netzentwicklungsplans vorlegen, in der nur noch 51 von ursprünglich 75 Bauvorhaben als vordringlich eingestuft würden, berichtete das „Handelsblatt“.
Die Planungen sehen demnach unter anderem nur noch den Bau von drei statt vier Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) von Norden nach Süden bis 2022 vor. Diese Leitungen, die große Strommengen fast verlustfrei über große Distanzen transportieren können, gelten als Kernstück der neuen Netzinfrastruktur.
Vorgesehen seien außerdem der Bau neuer Leitungen in konventioneller Wechselstromtechnik und die Verstärkung bestehender Leitungen. Der überarbeitete Plan sollte am Nachmittag in Berlin präsentiert werden.
Die Bundesnetzagentur hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Anhörungen durchgeführt, in denen Bürger und Verbände ihre Einwände gegen die Planungen der Netzbetreiber zum Ausbau der deutschen Stromautobahnen vorbringen konnten. Kritiker hielten die Pläne der Netzbetreiber von vorneherein für überdimensioniert. Allerdings legt der Netzentwicklungsplan noch keine konkreten Trassenverläufe fest. Das soll erst in späteren Planungsschritten geschehen.
Der Bau des Endlagers für Atommüll wird voraussichtlich erst 2019 fertig. Es drohen Zusatzkosten von bis zu einer Milliarde Euro. Zur Grafik...