Photovoltaik wird noch günstiger und schon jetzt liegen die Subventionen über den Kosten - sind sie zu hoch? Antworten liefert eine aktuelle Berechnung aus der Chemieindustrie.
Silizium ist das Ausgangsmaterial für Solarzellen. Deren Herstellungskosten sinken rasant.
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Silizium ist das Ausgangsmaterial für Solarzellen. Deren Herstellungskosten sinken rasant.
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Frankfurt –
Betreiber von Solarstromanlagen erhalten seit Jahren staatliche Fördergelder, die weit über den tatsächlichen Kosten der Anlage liegen. Photovoltaik wird darüber hinaus schneller als erwartet zu einer der billigsten regenerativen Stromquellen. Dies geht aus einer Präsentation des Chemiekonzerns Wacker hervor, die diese Zeitung aus Industriekreisen erhielt.
Laut den Berechnungen von Wacker liegen zum Beispiel derzeit die Kosten für Bau und Betrieb einer Anlage auf offener Fläche bei 15 Cent pro Kilowattstunde. Dies schließt laut Wacker eine moderate Rendite für den Betreiber ein. Tatsächlich werden derzeit 21,1 Cent gezahlt (siehe Grafik). Auch bei kleineren Dachanlagen sind die letztlich von den Stromverbrauchern bezahlten Vergütungen enorm hoch. Während laut Wacker gut 22 Cent nötig wären, werden über das Erneuerbare-Energien-Gesetz auf 20 Jahre garantiert 28,7 Cent pro Kilowattstunde gezahlt.
Die Berechnungen des Konzerns gelten für sehr gute Sonnenstandorte, bei denen jedes Solarmodul pro Watt installierter Leistung eine Ernte von 1 000 Wattstunden pro Jahr einfährt. Das ist in weiten Teilen Süddeutschlands zu erreichen. Doch selbst mit 900 Wattstunden (wie etwa in Brandenburg) liegen die Kosten deutlich unter den Subventionen.
Großzügig
System: Wer eine neue Solaranlage baut, erhält in den folgenden 20 Jahren eine feste Vergütung für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom. Sie wird von der Regierung per Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Die Differenz zu den Strompreisen aus herkömmlichen Kraftwerken zahlen über Umwege die Verbraucher (EEG-Umlage).
Kosten: Aus Zahlen der Solarsparte von Wacker Chemie geht hervor, dass die Einspeisevergütung an guten Standorten weit über den Kosten der Investoren einschließlich Rendite liegt.
Das Missverhältnis existiert seit vielen Jahren, hat sich zuletzt aber noch verschärft. 2006 zum Beispiel lagen die Kosten für eine Freiflächenanlage laut Wacker bei 35 Cent pro Kilowattstunde und die Vergütung bei 40,6 Cent. Der Abstand war damals prozentual deutlich geringer als heute.
Wacker prognostiziert zudem, dass der Preisverfall ungebrochen weitergeht. Schon 2016 könnte Solarstrom von Großanlagen für acht Cent pro Kilowattstunde profitabel produziert werden. Damit wäre der Preis innerhalb von zehn Jahren um knapp 80 Prozent gesunken. Der deutsche Solarverband BSW geht bislang öffentlich von deutlich höheren Kosten aus und wirbt deshalb dafür, die Subventionen nur langsam zu senken.
Wacker Polysilicon, die Solartochter des Münchner Konzerns, ist der zweitgrößte Siliziumhersteller der Welt. Silizium ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung herkömmlicher Solarzellen. Auf Anfrage bestätigte Wacker die Berechnungen. Ewald Schindlbeck, Chef der Wacker-Siliziumsparte, sagte dazu: „Die Photovoltaik wird sehr schnell noch deutlich billiger werden. Schon in den vergangenen Jahren sind die Preise stark gesunken, und es gibt noch viel Platz nach unten.“ Eine Freiflächenanlage werde 2016 nur noch einen Euro statt derzeit 1,80 Euro pro Watt Leistung kosten.
Wie schafft die Solarindustrie die massiven Kostensenkungen? „Am wichtigsten ist, dass Photovoltaikmodule in Zukunft bei gleicher Größe und gleichem Ressourceneinsatz sehr viel mehr Strom erzeugen, weil der Wirkungsgrad immer besser wird“, sagte Schindlbeck. Es werde aber auch überall Kostensenkungen geben: in der Siliziumproduktion, in der Modulfertigung und selbst bei den Installateuren. Nur die führenden Hersteller würden im Wettbewerb bestehen.
Die begehrtesten Rohstoffe der Welt
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Die begehrtesten Rohstoffe der Welt
Der älteste Stoff der Sehnsucht ist das Gold - in Krisenzeiten investieren viele Menschen ihr Geld in dieses Edelmetall.
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Wismut wird für Legierungen mit niedrigen Schmelzwerten verwendet.
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Antimon: Die Hauptvorkommen des Rohstoffs liegen in China (91 Prozent), Bolivien (2 Prozent) und Russland (2 Prozent). Hauptlieferanten sind Bolivien (77 Prozent), China (15), Peru (6). Verwendet wird Antimon bei der Herstellung von Mikrokondensatoren. Der Rohstoff ist völlig importabhängig.
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Beryllium kommt in den USA (85 Prozent), China (14) und Mosambik (1) vor. Hauptlieferanten sind wechselnd USA, Kanada, China und Brasilien. Verwendet wird es für Röntgengeräte, bei der Raumfahrt- und Kerntechnologie und bei Schlagbohrmaschinen. Der Rohstoff ist vollständig importabhängig.
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Hafnium ist schwer zu gewinnen und wird darum selten eingesetzt - zum Beispiel in der Kerntechnik.
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Tellur ist besonders teuer in der Herstellung - in der Metallindustrie wird es als Zusatz für Stahl und Kupfer-Legierungen verwendet.
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Kobalt: Hauptvorkommen sind in der Demokratische Republik Kongo (41 Prozent), Kanada (11) und Sambia (9).
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Beim Händler sieht Kobalt so aus.
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Die Hauptlieferanten von Kobalt sind der Kongo (71 Prozent), Russland (19) und Tansania (5). Kobalt wird bei der Herstellung von Spezialstahl, Prothesen und Batterien benötigt. Die Industrie muss diesen Stoff extra importieren.
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Flussspat: Die Hauptvorkommen befinden sich in China (59 Prozent), Mexiko (18) und der Mongolei (6). Hauptlieferanten von Flussspat sind China (27 Prozent), Südafrika (25) und Mexiko (24).Verwendung findet der Flussspat in der Stahl- und Leichtmetallherstellung und bei Glasuren. Die Import-Abhängigkeit beträgt 69 Prozent.
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Gallium: Wo die Hauptvorkommen von Gallium liegen, darüber sind keine Angaben verfügbar.
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Wechselnde Staaten einschließlich Russland und USA liefern den Rohstoff Gallium.
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Verwendet wird Gallium für Sonnenkollektoren, Brennstoffzellen und weiße Leuchtdioden. Zur Import-Abhängigkeit gibt es von Jahr zu Jahr stark abweichende statistische Angaben.
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Germanium: Die Hauptvorkommen liegen in China (72 Prozent), Russland (4) und den USA (3). Hauptlieferanten sind China (72 Prozent), USA (19) und Hongkong (7).
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Verwendung findet Germanium bei der Herstellung von Glasfaserkabel, Infrarotoptik und Transistoren. Deutsche Hersteller solcher Produkte sind völlig vom Import abhängig.
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Graphit: Seine Hauptvorkommen liegen in China (72 Prozent), Indien (13) und Brasilien (7). Hauptlieferanten von Graphit sind China (75 Prozent), Brasilien (8), Madagaskar (3) und Kanada (3).
Verwendung findet es in Batterien, Brennstoffzellen, feuerfesten Materialien, und bei Schutzanstrichen. Die Import-Abhängigkeit liegt bei 95 Prozent.
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Indium: Zu finden ist Indium in China (58 Prozent), Japan (11), Korea (9) und Kanada (9). Hauptlieferanten sind China (81 Prozent), Hongkong (4), USA (4) und Singapur (4).
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In LCD-Bildschirmen, Solarzellen und Dioden ist der Stoff enthalten. Für Indium gilt eine vollständige Import-Abhängigkeit.
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Magnesium: Am häufigsten kommt Magnesium in China vor (56 Prozent), dann in der Türkei (12) und in Russland (7). Hauptlieferanten sind China (82 Prozent), Israel (9), Norwegen (3) und Russland (3).
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Magnesium wird bei Leichtbaumaterialien für Flugzeug- und Bahntechnik und Getränkedosen gebraucht. Es herrscht eine vollständige Import-Abhängigkeit.
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Brasilien ist einer der wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Staaten, ein BRIC-State, und gehört auch zum Bündnis zum Mercosur
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Metalle der Platingruppe: Hauptvorkommen sind in Südafrika (79) Prozent), Russland (11) und Simbabwe (3). Zu den Hauptlieferanten zählen Südafrika (60 Prozent), Russland (32) und Norwegen (4).
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Verwendet wird Platin nicht nur für Schmuck, sondern auch bei Computern, Handys, Fernsehern, Katalysatoren und bei der Meerwasserentsalzung. Die gilt eine vollständige Import-Abhängigkeit.
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Seltene Erden: Die Hauptvorkommen liegen in China (97 Prozent), Indien (2) und Brasilien (1). Gebraucht werden die seltenen Erden für die Lasertechnologie.
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Hauptlieferanten für seltene Erden sind China (90 Prozent), Russland (9) und Kasachstan (1).
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Tantal: Die Hauptvorkommen liegen in Australien (48 Prozent), Brasilien (16) und Ruanda (9). Hauptlieferanten sind China (46 Prozent) Japan (40) und Kasachstan (14).
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Die Reaktorblöcke und die Kühltürme des umstrittenen Atomkraftwerks in Biblis
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Wolfram: Seine Hauptvorkommen befinden sich in China (78 Prozent), Russland (5) und Kanada (4). Hauptlieferanten sind Russland (76 Prozent), Bolivien (7) und Ruanda (13).
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Verwendung findet Wolfram bei Glühlampen und Elektronikröhren. Die Import-Abhängigkeit beträgt 73 Prozent.
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Rohstoffe sind heiß begehrt. Denn sie werden bei der Herstellung vieler Produkte benötigt. Wir zeigen ihnen die begehrtesten Rohstoffe. Hier gewinnen chinesische Arbeiter in einem Schmelzprozess das Metall Lanthanum.
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Unkonventionelle Energiegewinnung
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Unkonventionelle Energiegewinnung
Erdwärme-Kraftwerke, wie dieses im mecklenburgischen Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust, das 2003 offiziell ans Netz ging, arbeiten mit unterschiedlichen Methoden. Das Geothermie-Kraftwerk nutzt 97 Grad heißes Tiefenwasser aus der Erdkruste und erzeugt jährlich 1.400 Megawattstunden Strom für bis zu 500 Haushalte.
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Auch sogenannte Biogasanlagen ermöglichen es, alternative Energien zu gewinnen. Eines steht in Schwedt in der neuen Anlage des Betreibers Verbio. Die Biogasanlage nahm im März offiziell ihren Betrieb auf. Die Technik wird schon an vielen Stellen genutzt.
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Hier werden nur Reststoffe verwertet. Die Produktionsstätte ist mit einer bestehenden Anlage des Unternehmens zur Bioethanol-Herstellung gekoppelt. Die Biogasanlage kostete nach Unternehmensangaben rund 40 Millionen Euro. und erzeugt rund 30 Megawatt Strom.
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Zu den unkonventionellen Methoden der Energiegewinnung zählen Aufwindkraftwerke. Ihre gigantischen Ausmaße machen sie für Europa wenig geeignet: Bis zu 1000 Meter hoch und 100 Meter breit müssen sie sein. An ihrem Fuß soll ein fast fünf Kilometer großes Glasfeld die von der Sonne im Boden erzeugte Hitze zum Turm in der Mitte leiten und die dort integrierten Turbinen antreiben.
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Mit dieser Technik können 200 Megawatt Strom pro Turm erzeugt werden. Allerdings wohl eher in unbewohnten Wüstenregionen. Eine Anlage kostet bis zu 800 Millionen Euro.
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Eine der ältesten Formen der Energiegewinnung ist Wasserkraft. Das geht jedoch nicht nur durch Staustufen sondern auch mit Gezeitenkraftwerken wie hier in St. Malo (Archivbild). Ebbe und Flut lassen den Wasserstand um bis zu zehn Meter schwanken. Spitzenleistung liegt bei 240 Megawatt.
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Einen ganz anderen Weg beschreiten Druckluftkraftwerke. Weltweit gibt es erst zwei, eins davon in Huntdorf bei Bremen. Es verfügt über eine Leistung von 321 Megawatt.
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Bei Solnova 1 bündeln Spiegel in Form von Parabolrinnen das Sonnenlicht in einem Rohr und heizen das darin zirkulierende Spezialöl, das sogenannte Wärmeträgermedium, auf. Ein anderer Weg besteht darin, das Sonnenlicht von zahlreichen flachen Spiegeln auf einer kleinen Fläche an der Spitze eines oft mehr als 100 Meter hohen Turmes zu bündeln. Vermutlich werden unterschiedliche Technologien im Rahmen des visionären Projekts Desertec zum Einsatz kommen: Das Projekt sieht vor, Strom solarthermischer Kraftwerke aus Nordafrika nach Europa zu übertragen.
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Alternative Energien sind auf dem Vormarsch. Manche sind gerade erst in der Entwicklung, andere längst eingeführt. FR-online.de zeigt die Möglichkeiten der Technik und die Perspektiven auf. Pumpspeicher-Kraftwerke, wie das Hohenwarte II-Kraftwerk in Thüringen, arbeiten mit Wasser. Das seit 1966 laufende Spitzenlastkraftwerk hat eine Leistung von 320 Megawatt Elektroenergie. Zu Zeiten von geringem Elektroenergieverbrauch wird Wasser von einem Unterbecken in das Oberbecken gepumpt, zu Zeiten mit hohem Energiebedarf strömt das Wasser aus dem Oberbecken wieder in das Unterbecken und treibt dabei Turbinen zur Stromerzeugung an.
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Eine Absenkung der teuren Solarförderung lehnt Schindlbeck jedoch ab. „Die Förderung war in den vergangenen Jahren in Deutschland tatsächlich sehr hoch und konnte mit den drastischen Kostensenkungen der vergangenen Jahre nicht Schritt halten. Jetzt sinkt die Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz aber um mindestens neun Prozent pro Jahr und sogar deutlich stärker bis zu 24 Prozent, wenn sehr viel installiert wird.“ Dieses System sei der richtige Weg für die kommenden Jahre. Kritiker wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen und der Sachverständigenrat für Umweltfragen sprechen sich dagegen für weitere Kürzungen aus.
Schindlbeck äußerte sich jedoch auch selbstkritisch: Die Solarindustrie solle sich aktiver als bisher an der Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beteiligen. „Sie muss selbstbewusst darauf hinweisen, wie günstig die Photovoltaik jetzt schon ist und vor allem bald sein wird.“ In den kommenden Jahren werde Solarstrom von der teuersten erneuerbaren Energieerzeugungsart zur günstigsten und erreiche das Niveau des „Billigmachers“, der Windenergie an Land.
Vernünftig sei die Installation von drei bis fünf Gigawatt Solaranlagen pro Jahr in Deutschland – das entspricht bei optimaler Sonne der Leistung mehrerer Großkraftwerke und ist etwa halb so viel wie im Rekordjahr 2010. Dieses Jahr würden es in Deutschland aber eher fünf bis sieben Gigawatt, so Schindlbeck. Langfristig müsse das Problem gelöst werden, Solarstrom, der hauptsächlich tagsüber und im Sommer anfällt, besser in das System zu integrieren. Der Strommarkt müsse sich stärker an den Erneuerbaren ausrichten.