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Energie: Strom für alle Menschen

In China, Südkorea und im Golfstaat Abu Dhabi wird das Bewußtsein für erneuerbare Energien immer größer. Beim Weltgipfel für Zukunftsenergien fordert der chinesische Premierminister von jedem Einzelnen mehr Energie zu sparen. In Abu Dhabi entsteht derweil eine ökologische Musterstadt, die keine Abfälle und kein Treibhausgas produzieren soll.

Abu Dhabi –  

Nur wenn das Energiesparen in den Mittelpunkt rückt, gelingt es, die Welt von morgen ausreichend mit Strom und Wärme zu versorgen. Das sagte der chinesische Premierminister Wen Jiabao am Montag bei der Eröffnung des 5. Weltgipfels für Zukunftsenergien in Abu Dhabi. Er forderte ein Umdenken im globalen Maßstab: Nicht nur technologische Revolutionen seien notwendig, um künftig Milliarden von Menschen zu versorgen, sondern auch Verhaltensänderungen bei jedem Einzelnen. „Wir brauchen zudem neue Ideen aus Wissenschaft und Technik, um im Rahmen nationaler Kreislaufsysteme mit möglichst wenig Ressourcen-Einsatz möglichst viel Effekt zu erzielen “, fügte Wen Jiabao hinzu.

Unkonventionelle Energiegewinnung

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Öko-Anteil bis 2030 verdoppeln

Der chinesische Spitzenpolitiker war zum ersten Mal in Abu Dhabi. Der Golfstaat, der durch seine Ölvorkommen reich wurde, bereitet sich auf die Zeit nach dem Versiegen der Quellen vor. Mitten in der Wüste entsteht zum Beispiel die ökologische Musterstadt Masdar City, die keine Abfälle und kein Treibhausgas produzieren soll. Null-Emissions-Technologien könnten, so die Hoffnung des kleinen Emirats, zum Exportschlager werden. Eine große Rolle spielt dabei naturgemäß die Solartechnik.

Weltgrößter Exporteur von Modulen zur Gewinnung von Sonnenenergie ist inzwischen China. In der Ausstellung, die parallel zum Energiegipfel in Abu Dhabi stattfindet und an der sich auch knapp fünfzig deutsche Firmen beteiligen, sind chinesische Firmen nicht zu übersehen. Man hofiert das Land wie kein anderes: So wurde Wen Jiabao vom Kronprinzen des Golfstaats zur Auftaktrede in den Saal geführt und danach wieder hinaus geleitet – beide Male erhob sich das Publikum respektvoll.

Den beiden anderen Festrednern, dem südkoreanischen Premier Kim Hwang-sik und dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, wurde nicht so viel Ehre zu teil. Und das, obwohl Ban Ki-moon mit seiner Rede das Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle Menschen einläutete. Der Anteil von Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraft müsse bis 2030 verdoppelt werden. Zudem sollten bis dahin alle Menschen Zugang zu Energie haben. „Es ist weder gerecht noch haltbar, dass einem von fünf Menschen der Zugang zu moderner Elektrizität fehlt“.

Große Ziele verfolgt auch Südkorea: Sein Land investiere zwei Prozent des Bruttosozialprodukts in grüne Technologien, sagte Hwang-sik. Als grün gilt hierbei auch die relativ klimaneutrale Kernkraft, in die Südkorea verstärkt investieren will.

Stromerzeugung in Deutschland

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China plant neue Atomkraftwerke

China geht einen ähnlichen Weg: Sein Land produziere bereits mehr als zehn Millionen Kilowattstunden in Atomkraftwerken, berichtete Wen Jiabao, und 27 weitere Anlagen seien geplant. Derzeit sei China noch von der Kohle abhängig. Das werde man Schritt für Schritt ändern und den Anteil von Erdöl, Erdgas, Atomkraft und erneuerbaren Energien aus eigener Produktion erhöhen.

Die Ergebnisse langfristiger und teurer Energieforschung in den reichen Ländern sollten, unter Wahrung der Patentrechte, vermehrt armen Ländern zugutekommen.

Autor:  Lilo Berg
Datum:  17 | 1 | 2012
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