Das Uran, der Brennstoff für die Atomkraftwerke in aller Welt, wird sich in den nächsten Jahren rasant verknappen und verteuern. Wie der Jahresbericht der zuständigen EU-Kontrollbehörde ESA zeigt, würde spätestens ab 2020 das Uran aus den erschlossenen Minen nicht mehr ausreichen, um den heutigen Verbrauch von knapp 70 Kilotonnen Uran durch die 435 bestehenden Kraftwerke zu decken.
Bereits seit 1990 übersteigt der Uran-Bedarf die weltweite Produktion und muss aus Lagerbeständen und abgerüsteten Atomwaffen aufgefüllt werden. Die Verknappung führte bereits zwischen 2003 und 2007 zu einer Preissteigerung um 1300 Prozent, bestätigt auch das Bundeswirtschaftsministerium. Käme es zu dem von der OECD-Nuklearbehörde NEA angestrebten Ausbau der weltweiten AKW-Leistung von heute 375 auf mindestens 550 Gigawatt, wäre bereits 2025 nicht mehr genug Uran am Markt.
Atomkraft trägt rund ein Viertel zum Energiebedarf in Deutschland bei. Doch der radioaktive Abfall muss irgendwo untergebracht werden. FR-online zeigt die Meiler und Endlager in Deutschland, welche Störfälle es gab und wo endgelagert werden soll. Hier ein Castorbehälter, mit einer Wärmekamera fotografiert.
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Der Salzstock bei Gorleben wird seit 1977 als möglicher Standort zur Endlagerung hoch radioaktiven Atommülls gehandelt. Einige Geologen bezweifeln die Tauglichkeit des Salzstocks in Gorleben als Endlager. Umweltschützer vermuten, dass der Salzstock unter dem Deckmantel der Erkundung bereits seit Jahrzehnten zum Endlager für hoch radioaktiven Atommüll ausgebaut wird. Die FR erzählt die Gorleben-Story und den Protest in Bildern
Foto: dpaDessen ungeachtet will die Unions-Bundestagsfraktion die deutschen Reaktoren im Schnitt um 14 Jahre länger laufen lassen. Darauf hat sie sich laut Spiegel mit den süddeutschen Ländern und dem Bundeswirtschaftsministerium geeinigt. CDU-Umweltminister Norbert Röttgen strebt maximal acht Zusatz-Jahre an. „Röttgen sollte anerkennen, dass die Mehrheit in Partei und Fraktion Kernkraft für eine längere Zeit als er für absolut nötig hält, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Union, Joachim Pfeiffer (CDU). Die Fraktion werde ansonsten der im Sparpaket eingeplanten Uransteuer nicht zustimmen.
Die CDU-Ministerpräsidenten aus Niedersachsen und dem Saarland, David McAllister und Peter Müller, wollen so lange Laufzeiten im Bundesrat nicht mittragen. Die Atomenergie dürfe nur eine Übergangstechnologie sein.
Der Bau des Endlagers für Atommüll wird voraussichtlich erst 2019 fertig. Es drohen Zusatzkosten von bis zu einer Milliarde Euro. Zur Grafik...