Paris. Im ostfranzösischen Gebiet Lothringen soll vom kommendem Jahr an eine Photovoltaikanlage entstehen, die 62.000 Einwohner mit Strom beliefern kann. Das sagte Umweltstaatssekretärin Nadine Morano der Wirtschaftszeitung Les Echos.
Das entspreche einer Leistung von 143 Megawatt, die mittels Solarzellen auf einer zusammenhängenden Fläche von 140 Hektar produziert werden sollten.
Als Standort dient dem Bericht zufolge ein vor sechs Jahren stillgelegter Militärstützpunkt in Toul. Es sei die größte Anlage dieser Art weltweit, sagte die Staatssekretärin.
Das Kraftwerk soll im Herbst kommenden Jahres ans Netz gehen. Die Betreiberfirma EDF Energies Nouvelles - ein Tochterunternehmen des Atomstromriesen EDF - plant dem Bericht zufolge eine Investition von 434 Millionen Euro .
Frankreichs Umweltminister Jean-Louis Borloo hatte vergangenes Jahr angekündigt, dass in jeder der 22 französischen Verwaltungsregionen mindestens ein Sonnenkraftwerk entstehen soll. Bislang findet sich Frankreich bei der Sonnenenergie im europäischen Vergleich unter den Schlusslichtern - an der Spitze liegen Deutschland und Spanien. Frankreich bezieht rund vier Fünftel seines Stroms aus Atomkraftwerken und betreibt derzeit 58 Atomreaktoren.
Auch Schweden will seine Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne in den kommenden zehn Jahre massiv ausbauen. Bis 2020 wolle das skandinavische Land unter anderem 2000 neue Windräder bauen, kündigte Energieministerin Maud Olofsson in einem Zeitungsbeitrag an.
"Schweden hat sehr gute Chancen, seine Produktion erneuerbarer Energie schnell zu steigern, insbesondere durch den Gebrauch von Biokraftstoff, Kraft-Wärme-Kopplung und Windkraft." Zudem solle der Einsatz von Solarenergie ausgeweitet werden, schrieb Olofsson.
In Schweden stammen 20 Prozent der aktuellen Energieproduktion aus erneuerbaren Ressourcen. In zehn Jahren soll dieser Anteil die Hälfte der Gesamtproduktion ausmachen. (afp)
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