Großauftrag für den Solarkonzern: Das Auftragsvolumen für das Projekt liegt bei 500 Millionen Dollar. An der Börse profitiert davon aber nicht Solarworld, sondern der schwäbische Zulieferer Centrotherm.
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Düsseldorf. Der Solarkonzern Solarworld baut in Katar zusammen mit einem lokalen Partner eine Fabrik zu Produktion von Silizium. Die Fabrik soll vom dritten Quartal 2012 an zunächst 3600 Tonnen Polysilizium im Jahr herstellen, teilte der Bonner Konzern mit.
An dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Qatar Foundation und der Qatar Development Bank halte Solarworld 29 Prozent. Beim Bau der Fertigung sei der schwäbische Anlagenbauer Centrotherm mit von der Partie. Das Projekt lassen sich die Unternehmen insgesamt 500 Millionen Dollar kosten.
Der Großauftrag von Solarworld hat Centrotherm Börsianern zufolge an die Spitze des Tec-Dax gehievt. Die Titel des Spezialanlagen-Bauers stiegen um bis zu 5,3 Prozent auf 31,25 Euro. Für Centrotherm sei das ein großer Auftrag, schrieb DZ-Bank-Analyst Sven Kürten in einem Kommentar und bekräftigte seine Kaufempfehlung.
Für Solarworld sei er dagegen skeptisch. Der Aufbau von Silizium-Anlagen sei häufig problembehaftet. Außerdem sei die Preisentwicklung nur schwer abschätzbar. Er bleibe daher bei der Einstufung "Sell". Solarworld-Aktien notierten 0,3 Prozent höher bei 10,16 Euro.
Faktenblatt zur Stromerzeugung
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Faktenblatt zur Stromerzeugung
Die Vertreter der Erneuerbaren sagen: Wir schaffen bis zum Jahr 2020 sogar noch mehr, nämlich 47 Prozent. Die Grafik zeigt, welche alternative Quellen dabei zum Einsatz kommen sollen.
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Das wären die Auswirkungen auf die konventionelle Energieträger.
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Klar ist auf jeden Fall: Die Atomkraft soll zurückgefahren werden.
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Einige Meiler sind bereits angezählt, wie die voraussichtlichen Restlaufzeiten (vor Laufzeitverlängerung) zeigen.
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Das letzte Kernkraftwerk ginge demnach 2022 vom Netz.
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Die Alternative Energie lässt sich zunehmend günstiger erzeugen, wie das Beispiel der Photovoltaik-Technik zeigt.
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Gleichzeitig werden andere Techniken weiterentwickelt, etwa die Erdwärme.
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Entsprechende Erkundungen laufen beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet und im südhessischen Ried.
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Das Problem von Wind- oder Sonnenstrom ist: Er entsteht nicht immer dann, wenn man ihn braucht. Forscher entwickeln derzeit Methoden, Energie zu speichern.
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Eine Vision: ein grünes Stromnetz, Windenergie aus der Nordsee genauso verarbeitet wie Solarkraft aus Afrika.
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Deutschlands Strommix soll sich ändern. Ein Rechenspiel geht so: Kommen die Erneuerbaren Energien an einen Anteil von 40 Prozent heran, wäre die Kernenergie verzichtbar.
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Sonnenkraft voraus - das Solarschiff
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Sonnenkraft voraus - das Solarschiff
Der 31 Meter lange und 15 Meter breite Katamaran verfügt über ein Sonnendeck der besonderen Art.
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Er ist auf der Oberseite, die etwa so groß ist wie zwei Tennisfelder, mit 825 Solarpaneelen belegt.
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Sie gewinnen den Strom für den Antrieb der vier Elektromotoren.
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Im kommenden Jahr soll das Schiff um die Welt fahren.
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Gründer des Projekts "Planet Solar" ist der Schweizer Unternehmer, Rettungsspezialist, Bergführer und Abenteurer Raphaël Domjan.
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Er will beweisen, dass die erneuerbaren Energien und die dazugehörige Technik schon heute zuverlässig und leistungsstark sind.
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Begleitet werden soll er auf der rund 40.000 Kilometer langen Reise um die Welt von dem französischen Abenteurer Gérard d'Aboville (links), der als erster in einem Ruderboot Atlantik und Pazifik überquerte.
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Der Solarkatamaran soll nach Angaben der Werft eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa acht Knoten (15 Kilometer pro Stunde) erreichen. Die Kabine bietet neben den beiden Seeleuten bis zu 50 Gästen Platz.
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Auf der Kieler Knierim-Werft, wo schon Siegerschiffe des Americas Cup vom Stapel gelaufen sind, entsteht derzeit ein Motorboot, das ganz ohne fossilen Brennstoff auskommen soll.
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Das Werk soll in Ras Laffan Industrial City, 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha, entstehen. Der Hafen-Standort mit einer guten Chemie-Infrastruktur und günstigen Energiepreisen ist nach Einschätzung von Firmenchef Frank Asbeck für den Ausbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Silizium bis zum fertigen Solarstrommodul - geeignet.
Qatar Foundation wurde 1995 vom Emir von Katar gegründet und ist eine Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Entwicklung mit Sitz in Doha. In der Region spielt das Thema Solarenergie zunehmend eine Rolle. Das Emirat Katar plant seit geraumer Zeit ein Mega-Solarkraftwerk im Wert von einer Milliarde Dollar. (rtr)