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Energiewende
Nachrichten zur Energiewende

23. November 2012

Gutscheinmodell für Langzeitarbeitslose: Abwrackprämie für Kühlschränke geplant

Wie sich ausgerechnet einkommensschwache Bürger einen neuen Kühlschrank leisten sollen, ist bei der Berechnung der Gutscheine noch nicht klar. Foto: Renate Hoyer

Die Bundesregierung denkt über ein Gutscheinmodell für Langzeitarbeitslose zum Kauf von stromsparenden Kühlschränken nach. Ein entsprechender Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ wurde vom Bundesumweltministerium zum Teil bestätigt.

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„Es gibt aber noch keinerlei Entscheidungen, die Überlegungen finden bisher nur auf Arbeitsebene statt“, sagte der Sprecher von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Idee wird besonders von der Caritas verfolgt. Demnach könnten Hartz-IV-Empfänger nach einer umfassenden Energieberatung und bei Vorlage eines Entsorgungsnachweises für den alten stromfressenden Kühlschrank einen solchen Zuschuss bekommen. Damit könnte dann ein energiesparender neuer Kühlschrank gekauft werden.

Allerdings wurde in Regierungskreisen betont, es gehe keineswegs um eine Abwrackprämie für alte Kühlschränke. Altmaier sieht verstärkte Anstrengungen zum Stromsparen als Erfolgsrezept, um die steigenden Energiekosten abzufedern - kritisiert wird immer wieder, dass sich Einkommensschwache nicht neue Kühlschränke kaufen können.

Laut „Saarbrücker Zeitung“ besteht das Arbeitsministerium nicht auf einer Anrechnung des Zuschusses auf den Hartz-IV-Bezug, wenn er in Form eines Gutscheines erfolgt. Das Kühlschrankprogramm könne Teil des Caritasprojekts „Stromspar-Check“ werden, bei dem Stromsparhelfer in einkommensschwachen Haushalten umsonst Energiespartartikel und abschaltbare Stecker zur Verfügung stellen. (dpa)

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