Photovoltaikanlagen sind nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft in den vergangenen Jahren merklich billiger geworden. Hausbesitzer mussten im zweiten Quartal 2006 bei einer sogenannten Aufdachanlage pro Kilowatt Leistung noch 5000 Euro zahlen.
Im zweiten Quartal 2009 waren es noch 3620 Euro. Branchenkenner erwarten, dass der Preis in diesem Jahr auf etwa 2500 Euro fallen wird.
Wichtigster Faktor: Die Kernkomponenten - die Solarmodule, die Sonnenlicht in Strom verhandeln - werden immer billiger, aufgrund neuer Fertigungsverfahren und wegen des starken internationalen Wettbewerbs.
Lukrative Investition
Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) bleiben die Anlagen trotz der einmaligen Senkung der Einspeisevergütung für Hauseigentümer lukrativ.
Laut einer Modellrechnung des VZBV würde selbst bei 27 Cent pro Kilowattstunde - das entspräche einem Minus von 30 Prozent - die Photovoltaik attraktiv bleiben. Der VZBV unterstellt dabei sogar noch eine Rendite auf das einsetzte Eigenkapital von sechs Prozent.
Strompreise
Die Einspeisevergütung, die deutlich über den Marktpreisen liegt, wird mittels eines Umlageverfahrens letztlich von den Stromkunden gezahlt. Als Faustformel gilt: Jeder Bundesbürger muss pro Monat für den gesamten eingespeisten Strom aus erneuerbaren Quellen zusätzlich zwei Euro zahlen.
Dazu gehört auch die Vergütung für Elektrizität aus Wind- oder Wasserkraft. Allerdings wird für Sonnenstrom mit derzeit noch 39 Cent pro Kilowattstunde bei einer Hausdachanlage der mit Abstand höchste Betrag gezahlt. Wie sich die jetzt geplante Senkung auf die Strompreise auswirken wird, lässt sich kaum abschätzen.
Denn Vergütungen sind nur einer von vielen Faktoren für den Strompreis. Und da diese für 20 Jahre garantiert werden, kommen einerseits enorme Summen in der Zukunft zusammen. Andererseits ersetzen die Erneuerbaren aber Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken.
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