Düsseldorf. Der Preisverfall in der Solarbranche drückt die Gewinne des Photovoltaik-Unternehmens Solarworld kräftig. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der Bonner Konzern 151,8 (2008: 263,3) Millionen Euro.
Netto brach der Gewinn auf 59 (148,7) Millionen Euro ein. Vor allem in zweiten Halbjahr seien die Modulpreise zurückgegangen, teilte Solarworld mit. Kostensenkungen und ein gestiegener Absatz hätten das nicht ausgleichen können. Der Vorstand machte auch negative Steuereffekte verantwortlich.
Solarworld schlug sich dennoch deutlich besser als viele andere Firmen der Branche, die angesichts der dramatischen Veränderungen des Solarmarktes tief in die roten Zahlen gerutscht waren. Die Konkurrenten Q-Cells und Solon hatten jüngst Rekordverluste und Umsatzeinbrüche bekanntgegeben.
Die liquiden Mittel bezifferte der Solarworld-Vorstand mit 936 Millionen Euro. Wie Solarworld bereits Anfang des Jahres mitgeteilt hatte, legte wegen der hohen Nachfrage der Umsatz 2009 um rund 100 Millionen Euro auf 1,012 Milliarden Euro zu.
Für das laufenden Jahr gab der Vorstand das Ziel aus, das Umsatzniveau von einer Milliarde Euro nachhaltig zu übertreffen. Zur erwarteten Profitabilität machte Solarworld keine Angaben. (rtr/dpa)
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