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Windenergie: In Deutschland drehen sich 21.100 Räder

Die Windenergiebranche wächst dank starker staatlicher Förderung in der Wirtschaftsflaute kräftig - und kündigt für das laufende Jahr ein neuerliches Stromplus von 20 Prozent an.

Investieren in regenerative Energien.
Investieren in regenerative Energien.
Foto: ddp

Berlin. Die deutsche Windenergiebranche wächst dank starker staatlicher Förderung auch in der Wirtschaftsflaute kräftig. 2010 würden noch einmal 20 Prozent mehr neue Stromleistung aufgebaut als im vergangenen Jahr, sagte der Bundesverband Windenergie (BWE) in Berlin voraus. Im Jahr 2009 seien fast 1000 Windräder neu aufgestellt worden, was einem Neubau-Plus von 15 Prozent entspricht.

Somit stieg auch die Zahl der Beschäftigten: Laut BWE-Präsident Hermann Albers verdienten zuletzt erstmals mehr als 100.000 Menschen in der Branche ihr Geld. Die neuen Windräder können etwa den Strom von drei Kohlekraftwerken liefern. Insgesamt stehen in Deutschland nun 21.100 solcher Energieerzeuger.

Hauptgrund für das Wachstum seien die besseren Förderbedingungen durch das "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG), die zu Jahresbeginn 2009 in Kraft getreten seien, sagte Albers. Erfreulich sei, dass erstmals Windräder auch auf hoher See gebaut würden. Davon erhofft sich die Branche den größten Schub für die nächsten Jahre.

Albers geht davon aus, dass die neuen Rahmenbedingungen 2011 und vielleicht auch 2012 für weitere Impulse sorgen. Das EEG sichert den Windenergie-Produzenten garantierte Abnahmepreise, die noch meist über den Marktpreisen liegen. Die Differenz wird wie beim Solarstrom über eine Umlage von allen Stromverbrauchern bezahlt.

Alpha Ventus - Windkraft auf hoher See

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Wind ist der wichtigste Ökostrom-Lieferant in Deutschland und sichert mittlerweile rund sieben Prozent des Stromverbrauchs. Der Verband warnte jedoch, die Netze müssten dringend ausgebaut werden, um den Strom auch künftig vor allem aus dem Norden abzutransportieren.

Jedes fünfte Windrad weltweit kommt aus Deutschland

Wachstum werde entgegen den Befürchtungen ebenso auf dem Weltmarkt registriert - auch durch das Konjunkturprogramm von US-Präsident Barack Obama. Größter Markt aber sei China, das 2009 seine Kapazitäten verdoppelt habe. Die internationalen Märkte seien vergangenes Jahr um über 20 Prozent gewachsen. Dies seien besonders für Deutschland gute Nachrichten, da 80 Prozent der Produktion von Windanlagen ins Ausland gehe.

Jedes vierte Windrad weltweit stamme aus deutscher Fertigung. Von der starken Nachfrage profitieren Anbieter wie Nordex oder Repower, die sich zum Jahresstart schon optimistisch zu ihren Geschäftsaussichten, besonders auch im Ausland, geäußert haben. (rtr)

Datum:  27 | 1 | 2010
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