München. Das milliardenschwere Wüstenstrom-Projekt Desertec hat weitere Mitstreiter gefunden. 15 Konzerne seien als Partner neu gewonnen worden, teilte die Desertec-Initiative in München mit. "Dies belegt die große Bereitschaft der Wirtschaft, den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien voranzutreiben."
Neu an Bord seien unter anderem der Baukonzern Bilfinger Berger, die Commerzbank, der Mischkonzern Evonik, IBM Deutschland sowie der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV.
Den Desertec-Plänen zufolge soll Europa künftig einen Großteil seines Stroms emissionsfrei in den Wüsten Afrikas gewinnen. Angestrebt wird, dort rund 15 Prozent des eigenen Bedarfs sowie einen erheblichen Teil des Verbrauchs in den Erzeugerländern zu produzieren.
Bis 2012 sollen Pläne für den Bau von Solarkraftwerken vorliegen. Die Initiative hat ein geschätztes Investitionsvolumen von 400 Milliarden Euro.
Gründungsmitglieder sind unter anderem die Deutsche Bank, der Versicherer Münchener Rück, die Energiekonzerne E.ON und RWE sowie Siemens. Der frühere Bundesumweltminister und Direktor des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer fungiert als politischer Botschafter. (rtr)