Streng genommen kann sich Hofheim einen Fastnachtsumzug gar nicht leisten. Millionen Miese im Haushalt und ein Schuldenberg bei der Bank – da bleibt kein Cent übrig, um die Narren bei ihrem Treiben finanziell zu unterstützen, sollte man meinen.
Eschborn
„Eschborn Helau“ heißt es am Samstag, 18. Februar, beim Fastnachtszug durch Eschborn und Niederhöchstadt. Beginn ist um 13.31 Uhr. Im Anschluss an den Zug kann auf der Unterortstraße und der Hauptstraße weitergefeiert werden. Die Polizei leitet den Verkehr um.
Hattersheim
Am Fastnachtssamstag, 18. Februar, startet um 14.11 Uhr der Narrenzug durch Hattersheim. 100 Zugnummern und 1400 Teilnehmer werden erwartet. Die besten Kostüme werden ab 17 Uhr in der Stadthalle prämiert. Tickets für die After-Zug-Party des FC Eddersheim kosten 5 Euro.
Kelkheim-Fischbach
Der Fischbacher Rosenmontagszug startet am Montag, 20. Februar um 14.11 Uhr an der Eppsteiner Straße. 90 Zugnummern sind angekündigt. Der Weg zwischen Hof Gimbach und Fischbach ist ganztägig für den Verkehr gesperrt.
Eppstein-Niederjosbach
Die Gusbacher Narren verabschieden die Fastnacht am Dienstag, 21. Februar, mit einem Umzug durch den Eppsteiner Stadtteil. Beginn ist um 14.11 Uhr in der Ortsmitte.
Doch in der fünften Jahreszeit gelten andere Regeln: „Auch wenn wir sparen wie die Dolle, es muss ein Zug durch Hofhem rolle“ ist das Motto des Umzuges am Fastnachtssonntag. Und die Stadt ist mit im Boot – mit Geld und viel Manpower: Mitarbeiter von Bauhof und Ordnungsamt werden bei der Organisation des Umzuges mithelfen. Zusammen mit den Ordnungskräften der Polizei, den Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes sollen rund 120 Helfer im Einsatz sein.
111 Zugnummern sind im Senatsblättchen des Vereins Hofheimer Fastnachtszug angekündigt – Wagen, Fußgruppen, Tanzformationen, ein Dutzend Musikzüge und Kapellen, ein Oldtimerbus, eine Kutsche und zehn Pferde werden dabei sein, Komiteewagen aus den Nachbarstädten und Mitglieder des Hofheimer Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung.
1200 Teilnehmer
Manfred Göbgen, der den Zug seit fünf Jahrzehnten im Zwei-Jahres-Rhythmus zusammen mit einem Dutzend Mitstreitern organisiert, erwartet 1200 Teilnehmer und viele Tausend Besucher.
Aufstellung nehmen die Narren um die Mittagszeit im Langgewann. Von dort bewegt sich der Zug ab 14.11 Uhr über die Niederhofheimer Straße und die Hauptstraße, durch die Wilhelm- und die Herzog-Adolph-Straße, durch die Lorsbacher, die Hattersheimer und die Elisabethstraße und löst sich schließlich an der Stadthalle auf, wo Narren und Zuschauer munter weiterfeiern können.
Auf der Schwarzbachbrücke steht in diesem Jahr erstmals der You FM-Truck des Hessischen Rundfunks. Von 14 bis 18 Uhr wird live aus dem Fastnachtstrubel gesendet; zehn junge Hofheimer treten in einer Quizrunde gegen Anrufer aus ganz Hessen an.
Bis zu 30.000 Euro kostet der Fastnachtszug, berichtet Manfred Göbgen; finanziert wird das Großereignis mit Sponsorengeldern, durch Inserate im Senats-Blättchen und mit Hilfe der 110 Ehrensenatoren, die in jedem Jahr ohne Zug zum Empfang geladen werden und kräftig spenden.
Der finanzielle Beitrag der Stadt ist nicht allzu groß. Beim Zug wollen Magistrat und Parlamentarier auf den leeren Stadtsäckel anspielen. „Wir greifen das Thema humoristisch auf“, sagt Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) und verspricht. „Als Bettler gehen wir nicht!“
Die Hofheimer Innenstadt ist am Sonntag, 19. Februar, 12 bis 18 Uhr, für den Verkehr gesperrt. Auch Linienbusse können den Busbahnhof nicht anfahren. Halteverbote am Zugweg gelten ab 10 Uhr. Wer sein Auto trotzdem abstellt, riskiert, abgeschleppt zu werden.
Prunksitzungen, Umzüge, Bälle - die Narren feiern Fastnacht, Fassenacht, Fasching und Karneval.

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