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27. August 2014

Lasertag: Im dunklen Labyrinth

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Es mutet durchaus etwas kriegerisch an, doch Lasertag sei eher "Fangen spielen mit Licht" sagen die Verantwortlichen.  Foto: Michael Schick

Beim Spiel „Lasertag“ bewegt man sich durch einen schwach beleuchteten Raum und versucht, die Mitglieder des gegnerischen Teams durch Lichtsignale zu markieren. Dadurch gewinnt die eigene Mannschaft Punkte. Das Spiel wird in Frankfurt immer beliebter.

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Es geht schnell, viel zu schnell. Kaum haben die Lichter an meiner Weste angefangen zu blinken, höre ich die Schritte der anderen hinter den verwinkelten Wänden. Eine leichte, kribbelige Aufregung breitet sich aus und ich laufe los, hinein in die Dunkelheit.

Bereits wenige Sekunden nach Beginn des Spiels habe ich bereits vergessen, dass ich mich eigentlich nur im Keller eines alten Hauses mit grob verputzten Wänden befinde. Überall um mich herum leuchten die im Schwarzlicht sichtbaren, neonfarbenen Markierungen an den dunklen Wänden, die wie ein Labyrinth überall im Raum herumstehen. Meine Augen brauchen einen Moment, um sich an die Lichtverhältnisse in der schwach beleuchteten Halle zu gewöhnen, zu Beginn irre ich etwas durch den Raum.

Bevor ich überhaupt richtig weiß, wie mir geschieht, tönt es schon „You are hit“ gerade noch hörbar aus dem Gerät, das ich in beiden Händen halte. „Du wurdest getroffen“ hat mir das Ding verkündet, das ein bisschen aussieht wie eine futuristische Wasserspritzpistole. Ich bin mitten in einer Partie Lasertag (sprich Laser-tag, dt. „Laser-Markierung“) und habe gerade wichtige Punkte verloren. Ein fünf Sekunden anhaltender Mechanismus in der Weste, die ich trage, schützt mich davor, sofort noch einmal markiert zu werden und ich kann mich hinter einer Schutzwand in Deckung bringen.

Das Prinzip des neuen Trendspiels Lasertag erinnert beim ersten Eindruck stark an ein Computerspiel oder das bereits länger bekannte Paintball. Will man es beschreiben, fällt es zunächst schwer, nicht Begriffe wie „Treffer“ und „Angriff“ zu verwenden.

Doch im Gegensatz zum Paintball, bei dem sich die Spieler mit kleinen Farbkugeln beschießen, deren Treffer durchaus sehr schmerzhaft sein können, wird beim Lasertag keine Munition oder Ähnliches verwendet. Jeder Spieler trägt eine Weste, die mit lichtempfindlichen Feldern ausgestattet ist. Der sogenannte Phaser, den jeder in den Händen hält, gibt Lichtsignale ab, mit denen die Mitglieder des anderen Teams (nicht „Gegner“!) markiert (nicht „treffen“!) werden sollen.

Beide Hände am Phaser

Die klar kommunizierten und konsequent angewendeten Begriffe beim Lasertag sollen dazu beitragen, dass es nicht als Kriegs- oder Gewaltspiel angesehen wird. Deshalb gibt es auch die Regel, dass die Spieler immer beide Hände am Phaser haben müssen, um den Lichtstrahl auszulösen, mit dem die Leute im anderen Team markiert werden können. „Dadurch soll vermieden werden, dass die Spieler sich gegenseitig mit den Händen wegdrängen und somit ein unfaires Element in das Spiel einbauen“, sagt Geoffrey Thompson.

Er arbeitet für Lasertag Deutschland in den beiden Hallen in Frankfurt, in denen man es spielen kann, und ist für die Kommunikation zuständig. Den Betreibern, die mit der Vermarktung des Spiels unglaublichen Erfolg haben, da es vorher im Rhein-Main-Gebiet keine Möglichkeit gab, Lasertag zu spielen, ist es wichtig, dass ihr Angebot nicht mit Ego-Shooter-Computerspielen verglichen wird. „So richtige Zocker, die ein Gewalterlebnis wollen, kommen gar nicht hierher“, sagt Thompson. Und wenn sie kämen, wären sie enttäuscht, dass es nicht brutal genug ist – und blieben in Zukunft weg.

Laut Thompson hat Lasertag Deutschland Kunden im Alter von zwölf Jahren – das ist das Mindestalter – bis „open end“. „Unser ältester Gast bislang war 67 Jahre alt“, sagt Thompson. Jeder spiele in seinem eigenen Tempo, und rennen könne man ohnehin wegen der Dunkelheit nicht. Man könne sich also kaum verletzen.

Es solle auch in erster Linie Spaß machen und sei zu verstehen wie „Fangen spielen mit Licht oder Räuber und Gendarm für Erwachsene“, hebt der Sprecher des 2011 gegründeten Unternehmens hervor. Er erzählt, dass oft Teams aus Unternehmen in den Hallen im Gallus oder im Ostend vorbeikämen. „Es geht dabei nicht um ein Gegeneinander, sondern um Teamwork“, erklärt Thompson.

Beim Spielen mit den anderen (Team Rot spielt gegen Team Grün) merke ich schnell, wie wichtig die Kommunikation ist, um sich oder die Partner zu schützen. Gelingt eine Markierung des anderen Teams, ist selten Siegesgeheul zu hören, viel mehr ist man damit beschäftigt, nicht selbst wieder ein paar Punkte durch eine gegnerische Markierung zu verlieren. Wer Lasertag zum ersten Mal spielt, wird merken, dass der Spaß durch den schnellen Wechsel von Aktion und Reaktion und die Bewegung entsteht.

Nach zwanzig Minuten, so lange dauert eine Partie, hören die roten Lichter an meiner Weste auf zu blinken. Ich bin außer Puste und glücklich, weil mir Lasertag Spaß gemacht hat – so wie damals als Kind das Fangenspielen.

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