Blutende Köpfe und 13 Minuten Nachspielzeit: Der 1. FFC Frankfurt hat ein turbulentes, aber hochklassiges Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga gegen Turbine Potsdam für sich entschieden. Am 4. Spieltag gewannen die Hessinnen das Prestigeduell beim Meister mit 2:1 (0:0) und übernahmen mit neun Punkten die Tabellenführung vor Potsdam mit sechs Zählern.
Die Partie wurde jedoch von drei Verletzungen überschattet: Frankfurts Fatmire Bajramaj (90.+6.) wurde nach ihrem Siegtor mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt. Die Potsdamerinnen Alexandra Singer und Stefanie Mirlach wurden nach einem Zusammenprall in die Notaufnahme gebracht.
Eine von drei verletzten Spielerinnen während des Spitzenspiels Turbine Potsdam - 1.FFC Frankfurt: Stefanie Mirlach (Potsdam) wird auf eine Bahre vom Platz getragen.
Foto: Huebner/ScheuringVor 4.120 Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion brachte Kerstin Garefrekes (59. Minute) die Frankfurterinnen in Führung, ehe Yuki Ogimi (71.) für die Gastgeberinnen ausglich. Auf der Tribüne saß auch Bundestrainerin Silvia Neid, die das Stadion jedoch vorzeitig verließ und so die turbulente Schlussphase verpasste.
In der 89. Minute prallten zunächst die Potsdamerinnen Singer und Mirlach während eines Frankfurter Angriffs mit den Köpfen zusammen und wurden nach minutenlanger Behandlung blutend vom Platz getragen. Beide Spielerinnen wurden nach der Partie in die Notaufnahme gebracht, wie der Verein der Nachrichtenagentur dapd bestätigte.
In der sechsten Minute der Nachspielzeit erzielte Fatmire Bajramaj dann in Überzahl den Siegtreffer. Kurz darauf wurde die Nationalspielerin jedoch von Tabea Kemme gefoult und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ebenfalls vom Feld getragen werden. Insgesamt ließ Schiedsrichterin Riem Hussein 13 Minuten nachspielen. (dapd)
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