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1. FFC Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum 1. FFC Frankfurt

11. November 2012

1. FFC Frankfurt - Wolfsburg: FFC verpasst den möglichen Bigpoint

 Von Raoul Schneider
Das tat weh: Saskia Bartusiak am Boden - genau wie der FFC. Foto: Huebner/Roemer

Der 1. FFC Frankfurt muss sich beim Gipfeltreffen der Frauen-Bundesliga dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. Manager Siegfried Dietrich ist danach bedient.

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Der 1. FFC Frankfurt muss sich beim Gipfeltreffen der Frauen-Bundesliga dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. Manager Siegfried Dietrich ist danach bedient.

Es dauerte keine vier Minuten, da hatte der 1. FFC Frankfurt die erste Serie des VfL Wolfsburg beendet. Nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsan hatte Luisa Wensing den Kopfball von Bianca Schmidt zum frühen 0:1 ins eigene Netz bugsiert – und damit Wolfsburg das erste Gegentor der Saison beschert. Das Ergebnis des Gipfeltreffens der Frauenbundesliga bereitete Trainer Philipp Dahm weniger Freude: „Da haben wir einen Bigpoint verpasst“, gestand der 33-Jährige und fügte etwas säuerlich hinzu: „Wir lassen die Großchancen liegen, der VfL nutzt sie.“

Insofern ging das 4:2 der weiterhin unbesiegten Wölfe in Ordnung. VfL-Trainer Ralf Kellermann lobte sein Team für dessen Präsenz, Aggressivität und Laufbereitschaft: „Jetzt sind wir mit dem FFC und Potsdam in der Verlosung um die Meisterschaft.“ Momentan sogar mit den besten Karten. Der zweitplatzierte VfL hat auf Turbine Potsdam nur zwei Punkte Rückstand – aber noch ein Nachholspiel.

Offensivspektakel in der ersten Hälfte

Die 1493 Zuschauer im Stadion am Elsterweg kamen gerade beim Offensivspektakel in der ersten Hälfte auf ihre Kosten. Martina Müller nutzte die Schwäche der Frankfurterinnen bei langen Bällen zum 1:1 (10.), ehe Zsanett Jakabfi zum 2:1 traf (29.). Nach Sandrine Bretignys Ausgleichstreffer (34.), brachte Nadine Keßler die Wolfsburgerinnen wieder in Führung (42.).

In der ruhigeren zweiten Halbzeit ließ der VfL bis auf einen Marozsan-Freistoß (78.) wenig klare Chancen zu und nutzte seinerseits durch die eingewechselte Alexandra Popp einen Konter zum 4:2 (93.).

Die überragende Jakabfi blieb trotz der drei Punkte zurückhaltend: „Das war nur ein Sieg, mehr nicht.“ Auf die lange Sicht könnte es aber ein sehr wichtiger sein. Dessen war sich auch Siegfried Dietrich bewusst: „Jetzt ist jedes Spiel für die angestrebte Champions-League-Teilnahme wichtig“, sagte der FFC-Manager, der mit den unnötigen Punktverlusten der Vergangenheit haderte.

Rückendeckung für Dahm

Das Wort Meisterschaft wolle er an so einem Tag gar nicht in den Mund nehmen, gab Dietrich zu verstehen und bekräftigte die weitere Zusammenarbeit mit Philipp Dahm bis zum Sommer. „Ein Spitzenspiel kann man verlieren. Deshalb etwas an seiner Arbeit infrage zu stellen wäre falsch.“ Dahm blickte dementsprechend weit in die Zukunft: „Wir empfangen Wolfsburg und Potsdam im Rückspiel daheim und können da wieder Boden gutmachen.“

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