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1. FFC Frankfurt
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24. September 2012

1. FFC Frankfurt: Beruhigungspille für den FFC

 Von Frank Hellmann
Erleichtert: FFC-Trainer Dahm (re.) und Manager Dietrich. Foto: Jan Huebner

Ein Arbeitssieg bewahrt den 1. FFC Frankfurt und seinen neuen Trainer Philipp Dahm vor lästigen Debatten. Denn gleich beim ersten Pflichtspiel überrascht der neue FFC-Trainer mit waghalsig wirkenden Umstellungen.

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Ein Arbeitssieg bewahrt den 1. FFC Frankfurt und seinen neuen Trainer Philipp Dahm vor lästigen Debatten. Denn gleich beim ersten Pflichtspiel überrascht der neue FFC-Trainer mit waghalsig wirkenden Umstellungen.

Noch immer verbringt der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger das freie Wochenende mit seiner Ehefrau Inge mit Vorliebe beim Frauenfußball. Der 67-Jährige gilt als profunder Beobachter bei Heimspielen des 1. FFC Frankfurt, weshalb der Funktionär schon zur Halbzeit des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen (4:2) das Fazit des Tages sprach: „Das war besser, aber immer noch nicht den Ansprüchen entsprechend.“

In der Tat taugte der eher hart erkämpfte als überzeugend erspielte Pflichtsieg gegen das vom ehemaligen nigerianischen Nationaltrainer Thomas Obliers betreute Werkself in erster Linie als Beruhigungspille, um sich im gut besuchten Stadion am Brentanobad lästige Grundsatzdebatten vom Hals zu halten.

Dahm gibt sich bescheiden

Etwa diejenige, ob der zum Interimstrainer beförderte Philipp Dahm wirklich die Autorität abgibt, um dem Luxuskader Beine zu machen. Nicht nur Zwanziger hegt gewisse Zweifel: „Ich mag ja keine Hampelmänner an der Linie, aber ein Trainer darf sich schon mal bewegen.“

Tatsächlich trat der 33-Jährige arg zurückhaltend am Rande auf, was aber Kapitänin Nadine Angerer nicht stört: „Besser ein Trainer ist leise und präzise als laut und unqualifiziert.“ Interessant allemal, welch Rückhalt der Nachfolger des offenbar am Ende ziemlich unbeliebten Vorgängers Sven Kahlert besitzt. „Wir sind alle vom neuen Trainer begeistert“, versicherte die Nationaltorhüterin, „das werden wir auch gegen Potsdam wieder zeigen.“

Der derart belobigte Fußballlehrer gab sich bescheiden. Ihm habe das Debüt „in vorderster Front“ (Dahm) viel Spaß gemacht, „weil meine Mädels weitgehend das auf den Platz gebracht haben, was ich mir vorgestellt habe.“ Dahm räumte freimütig ein, „dass wir an spielerischen Dingen noch arbeiten müssen.“ Schon der Evergreen nächsten Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion von Potsdam gegen Meister Turbine und das Pokalspiel beim Pokalsieger FC Bayern werden zur Nagelprobe, obwohl Manager Siegfried Dietrich dafür keine Ergebnisvorgaben machen möchte. Nur so viel merkte er noch an: „Das Entscheidende waren die drei Punkte. Die Mannschaft kann sicher noch besser spielen.“ Und sie wird besser spielen müssen, um den selbst gesteckten Ansprüchen zu genügen.

Bajramaj nur auf der Bank

Richtig erwiesen sich Dahms auf den ersten Blick waghalsigen Umstellungen. Die für die Französin Sandrine Brétigny ins Sturmzentrum gestellte Jessica Wich rechtfertigte das Vertrauen nicht nur wegen ihres tollen Tores zum 1:0 (4.). „Den Platz habe ich mir im Training erarbeitet“, sagte die selbstbewusste 22-Jährige.

Prominentestes Opfer der Personalrochade war indes Fatmire Bajramaj, die eine Stunde lang die Ersatzbank drückte, dann immerhin das erlösende 4:2 von Kerstin Garefrekes vorbereitete (82.). „Wenn Lira nicht dabei ist, ist sie nicht dabei“, merkte Dahm an, „ich denke bei der Aufstellung nicht über Namen nach.“ Außerdem sei die Nationalspielerin niemand, „der das nicht akzeptiert“, und die Degradierung werde gewiss „kein Dauerzustand“ sein.

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