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1. FFC Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum 1. FFC Frankfurt

04. November 2012

1. FFC Frankfurt: FFC gewinnt in Duisburg

 Von Raoul Schneider
Sei geherzt: Bartusiak und Krieger bejubeln Laudehr. Foto: Huebner/Roemer

Der 1. FFC Frankfurt spielt in Duisburg eine Klasse besser und verteidigt souverän die Tabellenführung. Entscheidenden Anteil am 3:1-Auswärtssieg hat das Mittelfeld. Kim Kulig, Dzsenifer Marozsan und Simone Laudehr überzeugen.

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Der 1. FFC Frankfurt spielt in Duisburg eine Klasse besser und verteidigt souverän die Tabellenführung. Entscheidenden Anteil am 3:1-Auswärtssieg hat das Mittelfeld. Kim Kulig, Dzsenifer Marozsan und Simone Laudehr überzeugen.

Nach 74 Minuten war der Arbeitstag der Simone Laudehr vorüber. Trotz Dauerregens stapfte die Nationalspielerin in Diensten des 1. FFC Frankfurt zufrieden grinsend vom Feld. Die drei Punkte und ihr zweites Saisontor, das sie beim Besuch in der alten Heimat in Duisburg erzielen wollte, waren ihr gelungen. Überhaupt hatte die Mittelfeldspielerin entscheidenden Anteil am souveränen 3:1-Auswärtssieg bei ihrem Ex-Klub FCR 2001 Duisburg. „Ein Großteil unseres Teams hat heute sein Potenzial gezeigt und attraktiven Fußball geboten“, sagte Manager Siegfried Dietrich zufrieden. Zusammen mit der umsichtigen Kim Kulig und der filigranen Dzsenifer Marozsan war Laudehr in der Zentrale des Frankfurter Spiels an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt.

Davon gab es in den 90 Minuten reichlich. Vor allem für den FFC, der gegenüber dem glanzlosen 1:0-Sieg gegen Freiburg eine Klasse besser spielte. „Heute ist uns einfach viel mehr gelungen. Wir waren von Anfang an frischer und besser drauf“, fasste Kulig zusammen, die bereits nach zehn Minuten zum 1:0 getroffen hatte.

Zielstrebig und variabel

Auch in der Folge kombinierten sich die Frankfurterinnen flüssig, zielstrebig und variabel durch die gegnerische Hälfte und tauchten ohne großen Aufwand immer wieder gefährlich vor Torfrau Ashlyn Harris auf. Allerdings ließ Sandrine Brétigny, die trotz Knieproblemen wieder anstelle der gesperrten Ana-Maria Crnogorcevic stürmte, zwei Großchancen liegen. Gleichzeitig attackierten immer mehrere Frankfurterinnen die ballführende Spielerin, so dass schwache Duisburgerinnen in der ersten Halbzeit komplett in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurden.

Trainerin Petra Hauser stellte entnervt fest: „Es hat fast nichts geklappt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Da sei es kein Wunder, wenn man chancenlos sei, fuhr Hauser fort und lobte ihre exzellente Torfrau Harris, die eine höhere Niederlage verhinderte. Chancenlos war aber auch Harris in der 35. Minute, als Laudehr auf dem rechten Flügel nach innen zog und wunderschön zum 2:0 ins lange Eck vollendete.

Marozsan mit viel Übersicht

„Heute hat man gut gesehen, wie stark körperliche und mentale Frische und technische Genauigkeit zusammenhängen“, erläuterte FFC-Trainer Philipp Dahm. Nach der ruhigen Trainingswoche fiel sein Fazit zum Spiel positiv aus: „Wir haben ein wirklich gutes Spiel nach einer guten Vorbereitung absolviert.“
Auch in der zweite Halbzeit machte der FFC weiter das Spiel, vor allem über Marozsan, die mit viel Übersicht leitete, selbst aus der Distanz gefährlich war (31./53.) und ihre Mitspielerinnen glänzend in Szene setzte. So auch in der 49. Minute mit einem langen Pass auf Laudehr, die die freistehende Brétigny bediente, die zum 3:0 traf.

Weniger zufrieden war Dahm jedoch mit den letzten 20 Spielminuten, in denen sein Team zu passiv agierte. So kam Duisburg durch Mandy Islacker nach schöner Vorarbeit von Kozue Ando zum 1:3-Anschlusstreffer (82.). Dennoch erkenne er einen Fortschritt im Spiel seines Teams, verriet der 33-jährige Dahm, der auch kommenden Sonntag beim Meisterschaftskonkurrenten in Wolfsburg Punkte holen will: „Wir fahren dahin, um unser Spiel durchzusetzen und die Wolfsburger Serie ohne Gegentor zu beenden.“

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