Abo | ePaper | App | Newsletter | Facebook | Anzeigen | Trauer

1. FFC Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum 1. FFC Frankfurt

28. Oktober 2012

1. FFC Frankfurt: Rätselhafte Blutleere beim 1. FFC

 Von Raoul Schneider
Irgendwie typisch FFC: Saskia Bartusiak verzweifelt nach einer vergebenen Chance. Foto: Huebner/Vogler

Der 1. FFC Frankfurt quält sich in der Fußball-Bundesliga zu einem mageren 1:0 gegen den SC Freiburg. Ana-Maria Crnogorcevic sorgt für einen Tiefpunkt: Die FFC-Torschützin soll ihre Gegenspielerin angespuckt haben - und kassiert dafür die Rote Karte.

Drucken per Mail

Der 1. FFC Frankfurt quält sich in der Fußball-Bundesliga zu einem mageren 1:0 gegen den SC Freiburg. Ana-Maria Crnogorcevic sorgt für einen Tiefpunkt: Die FFC-Torschützin soll ihre Gegenspielerin angespuckt haben - und kassiert dafür die Rote Karte.

So richtig zum Feiern zumute war den Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt und Interimstrainer Philipp Dahm nicht. Das lag zum einen am eisigen Wind. Vor allem aber daran, dass die 1841 Zuschauer im Stadion am Brentanobad beim 1:0 (1:0) gegen den SC Freiburg erneut einen rätselhaft blutleeren Auftritt der Titelanwärterinnen vom Main sahen.

Dabei hatte sich der FFC in den ersten 20 Minuten eine Reihe guter Chancen erspielt. Folgerichtig erzielte die diesmal von Beginn an stürmende Ana-Maria Crnogorcevic nach 21 Minuten per Abstauber die Führung. „Unklar ist mir aber, wieso wir danach den Faden verloren haben“, beschied Manager Siegfried Dietrich.

Auch Dahm konnte sich das nicht erklären und musste ärgerlich feststellen, „dass wir die Freiburgerinnen zum Mitspielen eingeladen haben.“ Das hätte in der Nachspielzeit fast zum Ausgleich geführt, als Torfrau Nadine Angerer einen Ball unterschätzte, den Sylvia Arnold an die Latte setzte.

Crnogorcevic soll Gegenspielerin angespuckt haben

Dahms Plan, die weit auseinandergezogene Viererkette der Freiburgerinnen mit schnellen Angriffen in die Spitze auszuhebeln, ging auch in der zweiten Hälfte nicht auf, so dass zwei Schüsse von Simone Laudehr (77./85.) für den FFC und eine Großchance von Melanie Leupolz für Freiburg (72.) die besten Möglichkeiten blieben. Zu allem Überfluss handelte sich Crnogorcevic eine Rote Karte ein, nachdem sie laut Aussage von Schiedsrichterin Kathrin Heimann ihre Gegenspielerin angespuckt haben soll.

FFC-Präsident Bodo Adler war nach dem Spiel vor allem mit dieser sowie weiteren strittigen Entscheidungen der Schiedsrichterin unzufrieden. Die wahren Probleme des FFC scheinen aber tiefer zu liegen. Nun sind 16 Punkte aus sieben Bundesligaspielen eine passable Bilanz, vor allem wenn man den immens wichtigen Auswärtssieg beim Mitkonkurrenten Turbine Potsdam im Blick hat.

Garefrekes gelingt wenig

Andererseits quält sich das Frankfurter Starensemble regelmäßig gegen die Teams aus der unteren Hälfte des Tableaus zu knappen Siegen, die wenig Esprit verströmen. Und manchmal lassen sie sogar, wie auch schon in der letzten Saison, wertvolle Punkte durch eine groteske Abschlussschwäche liegen.

Kerstin Garefrekes, diesmal auf dem linken Flügel aufgeboten, stand fast komplett neben sich. Viele Unzulänglichkeiten, fehlende Struktur im Spiel und technische Fehler streuten auch gegen Freiburg wieder Sand ins Getriebe eines Teams, das zusammen auf über 600 Länderspiele kommt. „Manchmal wollen wir zu viel spielen und die Situationen zu gut lösen“, so Dahm. „Darüber vergessen wir dann, zum Abschluss zu kommen.“ Eilige Schlüsse werde er daraus aber nicht direkt nach dem Spiel ziehen.

Jetzt kommentieren

Ressort

Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum 1. FFC Frankfurt.

Für Sportler in Not

Die Hilfsaktion der FR-Sportredaktion unterstützt arme, kranke und behinderte Sportler, die unverschuldet in Not geraten sind.

Spezial

Nach dem Ironman ist vor dem Ironman - aber auch auf kürzeren Distanzen wird in Rhein-Main geschwommen, geradelt und gelaufen.

FR-Sportredaktion live
FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.