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1. FFC Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zum 1. FFC Frankfurt

02. April 2012

1. FFC sucht Prinz-Nachfolgerin: Frankfurt buhlt um da Mbabi

 Von Frank Hellmann
Wunschkandidatin beim 1. FFC: Celia Okoyino da Mbabi.  Foto: dapd

Celia Okoyino da Mbabi steht beim 1. FFC Frankfurt auf der Wunschliste. Die Nationalspielerin könnte für den Klub nach dem Rücktritt von Birgit Prinz die Königslösung in der Offensive sein. Da Mbabi scheint aber noch in Neuenahr verwurzelt.

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Die Dämmerung war angebrochen, als sich Siegfried Dietrich auf den Heimweg machte. Für den Manager des 1. FFC Frankfurt stellt ein Länderspiel wie das vom Ergebnis her beeindruckende 5:0 (1:0) der Frauen-Nationalmannschaft gegen Spanien im wichtigen EM-Qualifikationsspiel einen Pflichttermin dar, in dessen Anschluss noch zahlreiche Gespräche geführt werden. Im Carl-Benz-Stadion hat auch Dietrich sich überzeugen können, dass vor dem schwarz-rot-golden lackierten Mannschaftsbus zwar immer noch die Neu-Frankfurterin Fatmire Bajramaj am längsten Autogramme schreiben muss, ihr aber die Zimmerkollegin Celia Okoyino da Mbabi ansonsten längst den Rang abgelaufen hat.

Die 23-Jährige, die wegen ihrer Vergangenheit als ehemalige französische Staatsbürgerin – Vater aus Kamerun, Mutter aus Frankreich – zur Frauen-WM 2011 gerne als Integrationsbotschafterin eingespannt wurde, geht derzeit als beste deutsche Fußballerin voran.

Furioser Auftritt

1517 Zuschauer würdigten vor allem den furiosen Auftritt der vierfachen Torschützin (24., 58., 68., 86.), die als stürmender Freigeist die verstörte seleccion femenina fast im Alleingang besiegte und im Zusammenspiel mit Anja Mittag und der eingewechselten Torschützin Alexandra Popp (61.) die krönenden Elemente beisteuerte. Klar, dass so eine längst auf Dietrichs Wunschliste ganz oben steht. Der Chefeinkäufer des deutschen Frauenfußballs sucht nach dem Rücktritt von Birgit Prinz eine offensive Königslösung für seinen Klub, und Celia Okoyino da Mbabi gilt als Wunschkandidatin.

„Sie würde super zu uns passen“, erneuerte Dietrich sein Interesse nach dem Spiel, „aber ich weiß auch, dass sie beim SC Bad Neuenahr noch einen Vertrag hat.“ Dieser Verein und dessen Vorzeigefrau sind über eine besondere Symbiose miteinander verwoben, vielleicht gibt die Umworbene deshalb schelmisch vor, nicht einmal eine Anfrage, geschweige denn ein Angebot zu haben.

Noch will da Mbabi ihrem Klub nämlich nicht den Rücken kehren: „Es ist auch eine besondere Verantwortung und Herausforderung, eine junge Mannschaft zu führen“, sagt da Mbabi, die in Koblenz Kulturwissenschaft studiert und am Deutschen Eck verwurzelt scheint.

„Sie ist unsere Fitteste“

Einerseits. Andererseits mündet ihre Entwicklung irgendwann automatisch in einer Anstellung bei einem der Branchenführer. Dietrich hat schon mehrfache Gespräche mit ihr geführt – und sich offensichtlich noch keine endgültige Absage eingehandelt. Bei der in Bonn geborenen Celia Okoyino da Mbabi verhält es sich nämlich so, dass die vielseitig begabte Frohnatur mit dem einnehmenden Wesen im Gegensatz zu vielen Mitspielerinnen nach dem verpatzten Heimturnier gewaltige Fortschritte gemacht hat.

Den beeindruckenden Dreierpacks während des Algarve-Cups beim 4:0 gegen Schweden und 4:3 gegen Weltmeister Japan folgte nun die Bravourleistung. „Celia war sehr agil und überragend. Sie ist unsere fitteste Spielerin“, lobte Silvia Neid, „sie hat unsere besten Ausdauerwerte.“ Die Bundestrainerin kann nun – vorausgesetzt ihr Team leistet sich am Donnerstag in Aarau gegen die Schweiz (18.15 Uhr) keinen Ausrutscher − bereits für das EM-Turnier 2013 in Schweden planen.

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