1. FFC Frankfurt
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26. November 2012

FFC Frankfurt: Überraschung für den Gegner

 Von Raoul Schneider
Freude in Frankfurt: Kerstin Garefrekes jubelt. Foto: Jan Huebner

Auf ungewohnter Position setzt Kerstin Garefrekes beim Sieg des 1. FFC Frankfurt über Bad Neuenahr die entscheidenden Akzente.

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Philipp Dahm hatte die Frage zu Kerstin Garefrekes schon kommen sehen. „Ja, die Kerstin“, setzte der Trainer des 1. FFC Frankfurt grinsend an. „Wir wussten, dass sie für uns das Spiel gewinnt, wenn wir sie dort aufstellen“, fuhr der 33-Jährige fort. „Dort“ war in diesem Fall im zentralen offensiven Mittelfeld, also die Position, die sonst die an einer Adduktorenverletzung laborierende Dzsenifer Marozsán bekleidet. „Ich habe schon lange nicht mehr auf dieser Position gespielt. Aber ich denke, dass ich heute das Beste daraus gemacht habe“, kommentierte Garefrekes gewohnt bescheiden und fügte flüchtig lächelnd hinzu, dass man sie genau da aufstellen müsse, wenn man den Gegner überraschen wolle.
Es dürften unter den 1820 Zuschauern des letzten Heimspiels des 1. FFC Frankfurt in diesem Jahr gewiss Einige die Leistung der nun 33-Jährigen enthusiastischer beurteilt haben. Vor den Augen des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Eintracht-Profi Takashi Inui hatte Garefrekes mit zwei Treffern und vielen guten Szenen maßgeblichen Anteil am 4:1(3:0)-Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr. Auch diesmal gab es jedoch beim FFC viel Stückwerk zu sehen.

Statisches Offensivspiel

Auf „dem schlechtesten Platz der Bundesliga“, wie Gästetrainer Colin Bell das Geläuf im Stadion am Brentanobad nannte, hatte sich Frankfurt auf einen unangenehmen Gegner eingestellt. Nationalstürmerin Celia Okoyino da Mbabi spielte bei Bad Neuenahr im zentralen Mittelfeld vor einer tiefstehenden Fünferkette. In der ersten halben Stunde sah man bei den Frankfurterinnen, die auf Kim Kulig wegen einer Nasenbeinfraktur bis Jahresende verzichten müssen, zu viel ideenloses Kurzpassspiel, kaum Tempo im statischen Offensivspiel und teilweise Unkonzentriertheit und Verunsicherung in der Defensive.

Garefrekes trifft doppelt

Nachdem aber die deutsche Torfrau Nummer zwei Almuth Schult eine Ecke unterlaufen hatte, traf Svenja Huth zum 1:0 (31.). Garefrekes mit einem abgefälschten Schuss und erneut Huth nach schwacher Abwehrleistung von Bad Neuenahr erhöhten noch vor der Pause auf 3:0 (39./42.). Bell war nach dieser Viertelstunde bedient: „Nach dem 1:0 für den FFC müssen wir mit dem knappen Rückstand in die Pause gehen.“

Sein Kollege Dahm wiederum war mit der Viertelstunde nach der Pause unzufrieden: „Da haben wir die Konzentration verloren und das Spiel aus der Hand gegeben.“ Garefrekes konnte jedoch zum 4:0 erhöhen (66.), ehe Gästespielerin Anja Selensky FFC-Torfrau Nadine Angerer mit einem verunglückten Schuss auf dem falschen Fuß erwischte (71.). Zumindest mit der Effizienz der Angriffe konnte Dahm zufrieden sein und verhalf der gerade 17-jährigen Theresa Panfil zu ihrem Bundesligadebüt. Die U17- und U19-Nationalspielerin machte ihre Sache ordentlich, was auch ihr Trainer erkannte: „Wenn sie sich weiter so präsentiert, kriegt sie ihre Chancen.“

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