Manche Komödien erzählen lustige Geschichten mit überraschenden Wendungen, andere versammeln nur einen Haufen schräger Figuren und stürzen sie in aberwitzige Situationen. Das kann genauso gut sein, Beispiele finden sich reichlich von den Marx Brothers bis zu den merkwürdigen Männerbündnissen in den Filmen von Wes Anderson.
Diese Komödie gehört nominell zur zweiten Kategorie. Es gibt einen einzigen Schauplatz, ein Waldgasthaus, wo sich die Mitglieder einer Schulmannschaft nach drei Jahrzehnten versammeln. Ihr alter Basketballtrainer ist gestorben, und das Begräbnis ist Anlass zu einer Reunion am Ort ihres größten Triumphs in der Mittelstufe. Es gibt weder eine Geschichte, noch gibt es komische Wendungen. Dafür besetzte Regisseur Dennis Dugan seine Veteranenmannschaft mit allerhand bewährtem Talent.
Er sperrte Adam Sandler, Rob Schneider, Kevin James, Chris Rock und David Spade zusammen und fand auch noch eine Rolle für Steve Buscemi als lustigen Zaungast, der es trotz Ganzkörpergips zum Busengrabscher bringt. Dann muss er allen gesagt haben: Nun macht mal schön. Mehr Regiearbeit ist nicht zu erkennen.
Alles Binsenweisheiten
Das Thema selbst ist eine Komödie wert: Es geht um den Automatismus jener Rückverwandlung in die Pubertät, wie er überall auf der Welt bei ähnlichen Ehemaligentreffen zu beobachten ist. Für Außenstehende ist das dann etwa so lustig wie der Ballermann für Abstinenzler. Natürlich haben es alle im Leben unterschiedlich weit gebracht und sind besser oder schlechter gealtert.
Ist das eine Bemerkung wert? All das sind Binsenweisheiten, die für sich selbst genommen noch lange nicht komisch sind. Man müsste etwas mit ihnen anstellen. Leider hat sich niemand die Mühe gemacht. Wenn man ab und zu dennoch lacht, dann weil Langeweile manchmal eben in Albernheit umschlägt. Denn auch das kennt man ja aus der eigenen Schulzeit. Was war das alles langweilig, und Mann, hatten wir Spaß.
Kindsköpfe (Grown Ups), Regie: Dennis Dugan. Mit Adam Sandler, Rob Schneider, USA 2010, 102 Min.