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Film

10. Januar 2013

Oscar-Nominierungen 2013: Gute Oscar-Chancen für Hanekes „Liebe“

In diesem Jahr werden die Oscars am 24. Februar in Hollywood zum 85. Mal vergeben. Foto: AFP

Der Film „Liebe“ des in München geborenen Österreichers Michael Haneke geht als einer der Favoriten ins Oscar-Rennen. Das Drama bekommt in den Hauptkategorien des wichtigsten Filmpreises der Welt fünf Nominierungen, unter anderem als bester Film.

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Los Angeles –  

Starker Auftritt deutschsprachiger Filmschaffender bei den Oscar-Nominierungen: Das Altersdrama „Liebe“ des in München geborenen Österreichers Michael Haneke ist in fünf wichtigen Oscar-Sparten vertreten. Der Film mit den französischen Altstars Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant könnte den Oscar als bester Film, für Hanekes Regie und Drehbuch und zugleich die Trophäe als „Beste Schauspielerin“ für Riva gewinnen. Oscar-Moderator Seth MacFarlane fand das offenbar besonders witzig: „Liebe“ ist eine deutsch-österreichische Koproduktion. Die letzte war Hitler, aber die hier ist viel besser.“

Zudem konkurriert „Liebe“ auch um den Auslands-Oscar. In dieser Sparte tritt er unter anderem gegen den Film „Die Königin und der Leibarzt“ des Dänen Nikolaj Arcel an. Beide Streifen sind Produktionen mit starker deutscher Beteiligung.

Auch das Geschichtsdrama „Lincoln“ geht als Favorit in das diesjährige Rennen um die Oscars. Der Film von Steven Spielberg wurde am Donnerstag zwölfmal nominiert. „Lincoln“ schildert die entscheidenden Monate vor 150 Jahren, die mitten im Bürgerkrieg zur Befreiung der Sklaven in den USA führten. Daniel Day-Lewis wurde für seine Darstellung des 16. Präsidenten hochgelobt, er kann nun einen Oscar gewinnen. Auch Spielbergs Werk ist als Bester Film und für die Beste Regie nominiert, zudem noch in neun weiteren Kategorien. Ähnlich gut ist nur „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Der Film von Ang Lee ist elf Mal genannt.

Zu den weiteren Favoriten zählen die Tragikomödie „Silver Linings“ mit acht Nennungen sowie der Politthriller „Argo“ von Ben Affleck und „Les Misérables“ mit jeweils sieben Nennungen. Quentin Tarantinos „Django Unchained“ kommt ebenso wie der Bin-Laden-Thriller „Zero Dark Thirty“ auf fünf. Mit „Django Unchained“ kann Christoph Waltz seinen zweiten Oscar als bester Nebendarsteller gewinnen. Der gebürtige Wiener hatte 2010 seinen ersten Oscar als bester Nebendarsteller mit dem Tarantino-Film „Inglourious Basterds“ gewonnen. Der James-Bond-Film „Skyfall“ kann ebenfalls fünf Oscars holen, allerdings nur in Nebenkategorien.

In diesem Jahr werden die Oscars am 24. Februar in Hollywood zum 85. Mal vergeben. (dpa)

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