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Flucht und Zuwanderung

20. März 2016

Erstaufnahme: Viele Flüchtlingsunterkünfte kaum belegt

Am größten ist der Leerstand in Ostdeutschland. (Symbolbild)  Foto: Michael Schick

Angesichts der zurückgehenden Flüchtlingszahlen stehen Erstaufnahmeeinrichtungen in vielen Teilen Deutschlands halbleer. In Thüringen liegt die Belegungsquote bei unter 20 Prozent.

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Angesichts der stark zurückgehenden Flüchtlingszahlen stehen Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünfte in weiten Teilen Deutschlands halbleer, berichtet die "Welt am Sonntag". Das Blatt berief sich auf eine eigene Umfrage in den 16 Ländern. Am größten ist der Leerstand demnach in Ostdeutschland.

Laut "WamS" ist die Belegungsquote in Thüringen mit nur noch 18,6 Prozent am geringsten, gefolgt von Sachsen mit 20 Prozent. In Brandenburg seien die Einrichtungen zu etwa 44 Prozent belegt. Zahlreiche Sporthallen, in denen zeitweise Flüchtlinge untergebracht waren, seien bereits wieder für den normalen Sportbetrieb freigegeben worden. Angespannt sei die Lage dagegen weiterhin vor allem in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

Eine große Herausforderung bleibt allerdings nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Robert Bosch Stiftung die Unterbringung anerkannter Flüchtlinge in Wohnungen. Etwa 75 Prozent der Landkreise und Kommunen mangele es an geeignetem Wohnraum, teilte die Bosch Stiftung am Samstag in Stuttgart mit. Besondere Probleme gebe es in Großstädten. Dagegen gelinge es in ländlichen Regionen häufiger, Flüchtlinge dezentral und auch Flüchtlingsfamilien familiengerecht unterzubringen.

Ehrenamtliche sehr wichtig

Die Bosch Stiftung befragte für ihre Analyse 349 kommunale Verantwortungsträger. Rund 50 Prozent von ihnen bedauerten demnach, aufgrund des aktuellen Arbeitsaufkommens zu wenig Zeit für die Entwicklung von mittel- und langfristigen Strukturen zu haben.
86 Prozent stuften wegen der angespannten Personallage die ehrenamtliche Unterstützung vor Ort als sehr wichtig ein. 80 Prozent sahen gute Chancen für die Integration der Flüchtlinge in ihren Kommunen, 60 Prozent prognostizierten auch gute oder sehr gute Aussichten für deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt. (dpa)

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