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Flucht und Zuwanderung

03. März 2016

Flüchtlinge: Proteste in Calais mit zugenähtem Mund

Dieses Flüchtlingslager im französischen Calais soll geräumt werden.  Foto: AFP

Französische Behörden lassen weiter das Flüchtlingslager in Calais räumen. Die Bewohner des als "Dschungel" bekannten Lagers protestieren erneut heftig dagegen - manche lassen sich sogar demonstrativ den Mund zunähen.

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Aus Protest gegen die Teilräumung des Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais haben sich erneut mehrere Iraner den Mund zunähen lassen. Die teilweise maskierten Flüchtlinge ließen sich den Mund am Donnerstag in dem als "Dschungel" bekannten Lager vor Pressefotografen und TV-Kameraleuten mit Nadel und Faden zunähen. Dabei wurde ein Schild mit der Aufschrift "Will you listen now?" (Hört Ihr jetzt zu?) hochgehalten.

Bereits am Mittwoch hatten sich mehrere iranische Flüchtlinge in Calais den Mund zunähen lassen, um so gegen die Räumung des südlichen Lagerabschnitts zu protestieren. Die französischen Behörden lassen diesen Teil des Lagers gerade räumen und reißen die von den Flüchtlingen errichteten Hütten ab. Am Montag kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Flüchtlingen, Aktivisten und der Polizei.

Die Behörden bieten den Flüchtlingen zwar Plätze in Aufnahmezentren in anderen französischen Regionen an; die meisten Flüchtlinge lehnen das aber ab. Sie hoffen, von Calais aus auf Fähren oder durch den Eurotunnel heimlich nach Großbritannien zu gelangen. (afp)

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