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Flucht und Zuwanderung

21. Januar 2016

Grenze zu Griechenland: Mazedonien schließt Grenze

Trotz eisiger Temperaturen kommen Tausende Flüchtlinge über die so genannte Balkanroute.  Foto: dpa

Zeitgleich mit der Entscheidung zu einer Flüchtlingsobergrenze in Österreich hat Mazedonien seine Grenze zu Griechenland geschlossen. Die Balkanländer Kroatien und Serbien kündigten an, nur noch Einwanderer mit dem Ziel Deutschland oder Österreich ins Land zu lassen.

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Ein hoher mazedonischer Polizeivertreter sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP, die Grenze zu Griechenland sei auf Bitten Sloweniens vorübergehend geschlossen worden. Nach Angaben der griechischen Polizei wurden die Grenzübergänge schon am Vorabend abgeriegelt. 600 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan säßen im Grenzgebiet fest.

Mazedonien liegt wie Slowenien auf der sogenannten Balkanroute, über die trotz des Wintereinbruchs weiterhin tausende Menschen in EU-Länder fliehen. Ein Großteil von ihnen will nach Deutschland weiterreisen.

Die österreichische Regierung hatte am Mittwoch die Einführung von Obergrenzen angekündigt. In diesem Jahr sollen nur noch 37.500 Asylsuchende ins Land gelassen werden, bis 2019 soll die Zahl auf 25.000 gesenkt werden. 2015 hatte Österreich 90.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Der serbische Einwanderungsminister Aleksander Vulin erklärte am Mittwoch, Flüchtlinge "können ihre Reise nicht mehr fortsetzen, es sei denn, sie machen klar, dass sie in Österreich oder Deutschland Asyl beantragen wollen". Der kroatische Innenminister Ranko Ostojic sagte, sein Land werde folgen: alle Migranten würden gefragt, ob sie nach Deutschland oder Österreich weiterreisen wollten.

Während Merkel noch für eine europäische Lösung kämpft, fordert die CSU schon seit langem die Einführung einer nationalen Obergrenze. Doch konnte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer Merkel am Mittwochabend in Wildbad Kreuth nicht umstimmen. "Dieser Tag war enttäuschend", sagte er am Mittwochabend in den ARD-"Tagesthemen". "Wir gehen da politisch auf schwierige Wochen und Monate zu", fügte Seehofer hinzu. (afp)

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