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Flucht und Zuwanderung

23. Februar 2016

Grenzschließung Mazedonien: Griechenland droht der Kollaps

Aufgehalten vom Stacheldraht: Migranten warten an der griechisch-mazedonischen Grenze.  Foto: dpa

Nachdem die mazedonische Regierung die Grenze zu Griechenland dicht gemacht hat, steht das Land vor dem Ende seiner Aufnahmefähigkeit. Man könne bald nicht mehr alle Flüchtlinge unterbringen.

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Griechenlands kann bald nicht mehr alle Migranten unterbringen. «Wenn die Grenze (zu Mazedonien) für Afghanen nicht bald wiedergeöffnet wird, dann wird binnen acht Tagen die Aufnahmefähigkeit Griechenlands erschöpft sein», sagte Gemma Gillie, Sprecherin der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, am Grenzübergang zu Mazedonien bei Idomeni-Gevgelija der Deutschen Presse-Agentur.

Bei einer Krisensitzung im Athener Verteidigungsministerium wurde am Dienstag über die Möglichkeit beraten, in alten Kasernen weitere Aufnahmelager für Migranten zu eröffnen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Mazedonien hatte am Montag seine Grenze zu Griechenland für alle Migranten abgeriegelt, nachdem es zu Ausschreitungen abgewiesener Afghanen gekommen war. Afghanen stürmten auf griechischer Seite die Eisenbahntrasse. Die griechische Polizei beendete die Blockade am Dienstag und brachte mehr als 900 Afghanen ins Landesinnere.

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Die Grenze bei Idomeni blieb jedoch geschlossen. Athen bemühe sich in Zusammenarbeit mit der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft um die Wiederöffnung der Grenze zumindest für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, hieß es aus Regierungskreisen in Athen.

In Piräus kamen binnen 24 Stunden mehr als 5000 Migranten an, die zuvor von der Türkei zu den griechischen Inseln in der Ostägäis übergesetzt hatten. Nur Flüchtlingen aus Syrien und Irak wird die Weiterreise gen Norden erlaubt. Allerdings wollen viele Migranten dennoch nach Mazedonien weiterreisen; viele machen sich zu Fuß auf nach Idomeni. Dies zeigten Berichte des griechischen Fernsehens. (dpa)

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