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Flucht und Zuwanderung

16. Oktober 2015

Hartz-IV und Flüchtlinge: Mehr Hartz-IV-Empfänger aus Flüchtlingsstaaten

Ein Stempel mit der Aufschrift Hartz IV. (Archivbild)  Foto: dpa

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger aus Flüchtlingsstaaten deutlich angestiegen. Etwa 50.000 arbeitslose Flüchtlinge mit Erwerbsberechtigung stammten vom Balkan wie dem Kosovo, Albanien und Mazedonien.

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Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Kriegsländern ist stark gestiegen. Im September 2015 wurden 20 Prozent mehr Empfänger aus unsicheren Herkunftsstaaten registriert als im Vorjahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag auf ihrer Internetseite bekanntgab. Gleichzeitig gab es im Juli 2015 mehr beschäftigte Flüchtlinge als im Jahr zuvor.

Insgesamt wurden im September 2015 etwa 160.000 arbeitslose Hartz-IV-Bezieher aus den Asylzugangsstaaten registriert. Davon kamen die meisten aus Ländern außerhalb Europas (rund 82.000). Etwa 50.000 arbeitslose Flüchtlinge mit Erwerbsberechtigung stammten vom Balkan wie dem Kosovo, Albanien und Mazedonien.

Insgesamt hatten im Juli 2015 rund 492.000 erwerbsberechtigte Flüchtlinge Arbeit. Dies entspricht einem Anstieg von rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten von ihnen kamen aus Syrien (42 Prozent).

Flüchtlinge erhalten in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung, nachdem sie Asyl beantragt haben. In den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts dürfen Flüchtlinge keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Bei einem positiven Ausgang des Asylverfahrens erhalten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Damit haben sie Anspruch auf Sozialleistungen und uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Der Anteil der Arbeitnehmer aus Asylzugangsländern lag im September bei 1,4 Prozent aller Beschäftigten. (epd)

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