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Berlin und das Flughafen-Debakel
Berlin und das Debakel um den Flughafen BER

04. Februar 2013

Flughafen Berlin-Brandenburg : Bender wird nicht BER-Chef

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Wilhelm Bender, früherer Vorstandschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport. Foto: picture alliance / dpa

Die Führungskrise am neuen Hauptstadtairport hält an – denn auch der Hoffnungsträger Wilhelm Bender will nicht nach Berlin. Der neue Aufsichtsratschef Matthias Platzeck steht noch mit leeren Händen da.

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Die Führungskrise am neuen Hauptstadtairport hält an – denn auch der Hoffnungsträger Wilhelm Bender will nicht nach Berlin. Der neue Aufsichtsratschef Matthias Platzeck steht noch mit leeren Händen da.

Wilhelm Bender wird nun doch nicht der Retter des maroden neuen Hauptstadt-Flughafens BER „Willy Brandt“. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport (1993 bis 2009) bestätigte am Montag im Gespräch mit der FR, dass er als neuer BER-Chef nicht zur Verfügung stehe. „Eine Fülle von Gründen“ habe zu dieser Entscheidung geführt, sagte der Manager.

Der 68-Jährige erklärte sich gleichzeitig bereit, „BER bei der Lösung der anstehenden Probleme zu unterstützen“. Wie diese Unterstützung konkret aussehen kann, soll jetzt Gegenstand von Gesprächen mit dem BER-Aufsichtsratschef, dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD), sein. Auch mit den Vertretern der anderen BER-Gesellschafter, mit dem Bund und dem Land Berlin, will Bender sprechen.

Zurückgeschreckt vor der Politik

In Frankfurt hieß es, dass Bender vor allem wegen der unübersichtlichen politischen Verhältnisse rund um BER vor der Aufgabe in Berlin zurückschrecke. Ministerpräsident Platzeck bestätigte in Potsdam die Absage aus Frankfurt. Der Hauptstadtflughafen brauche eine Lösung, die über Jahre trage, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Die Suche nach einem neuen Direktor des BER werde noch eine Weile andauern.

Freunde und Weggefährten Benders wie der frühere Frankfurter Bürgermeister Achim Vandreike (SPD) hatten sich öffentlich für den ehemaligen Flughafenchef stark gemacht.

Sie hatten jedoch zugleich auf die politischen Probleme rund um das Milliardenprojekt aufmerksam gemacht.

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