Wenn in den kommenden Nächten die Gemeinden rund um den Frankfurter Flughafen plötzlich ganz neuen Fluglärm hören, nämlich einen nicht strahlgetriebenen, dann ist das keine Schikane von Fraport oder sonstwem, die Menschen um ihre Nachtruhe zu bringen. Es handelt sich dann um Propellermaschinen der Flugsicherung, die einen ohne jeden Zweifel sinnvollen Job machen.
Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Mittwoch mitteilte, werden in der Zeit vom 1. bis 4. November und vom 8. bis 11. November über dem Frankfurter Flughafen in der Nacht Vermessungsflüge stattfinden.
Grund ist die Untersuchung der Instrumentenlandesysteme aller drei Bahnen, damit die Sicherheit im Luftverkehr gewährleistet werden kann. Den Angaben der DFS zufolge wird dabei eine zweimotorige Propellermaschine zum Einsatz kommen, die auch während des Nachtflugverbotes rund um den Flughafen zu hören sein wird. Die Instrumentenlandesystem sind just erst neu installiert worden und in ihrer Konfiguration (zwei hintereinander) einmalig auf der Welt. Sie sollen es den Fliegern ermöglichen, in unterschiedlichen Winkeln Frankfurt anzusteuern und so für etwas weniger Fluglärm zu sorgen. (FR/dapd)
1936 wurde der „Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main“, wie der Airport damals noch hieß, in Betrieb genommen. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Frankfurter Flughafen immer wieder zur Großbaustelle. Oft wurden die Wachstumspläne von Widerstand aus der Bevölkerung begleitet. In den 1950er Jahren allerdings ging es noch beschaulich auf und am Rande des Startfeldes zu, wie dieses Foto zeigt.
Foto: FraportFrankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.