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Flughafen: Lärm, Ausbau, Wachstum
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten.

01. November 2012

Flughafen Frankfurt Fluglärm: Mehr Hessen leiden

Schier zum Greifen nahe: Ein Airbus A 380 donnert über Offenbach Bieber hinweg und nimmt Kurs auf den Frankfurter Flughafen. Foto: Rolf Oeser

Das Hessische Umweltamt hat neue Lärmkarten herausgegeben. Nach denen steht fest: Seit dem Ausbau des Frankfurter Flughafens ist es lauter an Hessens Himmel geworden. Mehr als 350.000 Menschen sollen unter Fluglärm leiden.

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Nach dem Ausbau des Frankfurter Flughafens sind deutlich mehr Hessen von Fluglärm betroffen. Das geht aus den aktuellen Lärmkarten hervor, die das Landesamt für Umwelt und Geologie am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichte.

Danach leiden derzeit rund 355.700 Hessen unter Fluglärm, 2007 waren es 238.700, wie der zuständige Abteilungsleiter Gerhard Dörger in Kassel sagte. Die Karten werden nur alle fünf Jahre vorgelegt. Die Angaben basieren auf einem mittleren Lärmpegel aus 24 Stunden.

Bei niedrigeren Pegeln ab 55 Dezibel habe es den größten Zuwachs gegeben. Um wie viel es insgesamt lauter wurde lasse sich nicht ermitteln. „Das würde keinem gerecht“, sagte Dröger. Von nächtlichem Fluglärm seien 112.800 Menschen betroffen - nach 107.500 im Jahr 2007.

Die Lärmkarten müssen einer EU-Vorschrift zufolge alle fünf Jahre neu berechnet werden. Das dafür zuständige Landesamt misst nicht selbst, es speist nur vorhandene Daten in Rechenmodelle ein. Neben Fluglärm werden auch Straßen- und Bahnverkehr sowie Industrieanlagen erfasst. Auf Basis der Karten müssen die Regierungspräsidien Aktionspläne ausarbeiten. (dpa)

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