Die allwöchentliche Montagsdemo gegen Fluglärm im Rhein-Main-Raum fällt wegen Fastnacht ein bisschen bunter als sonst aus. Kostümierte und Mainzer "Schwellköpp" ziehen durch das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.
Sie haben noch lange nicht genug - von ihrem Protest. Vom Fluglärm schon
Foto: dpa
Sie haben noch lange nicht genug - von ihrem Protest. Vom Fluglärm schon
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Diesmal also die Kinder: In der ersten Reihe stehen sie, wenn auch nicht, wie angekündigt, im Faschingskostüm: Nur wenige, weiter hinten, haben sich verkleidet. Hier hockt einsam ein kleiner Froschkönig auf Papas Schultern, dort stellt sich ein Spiderman-Winzling tapfer den Bösen in der Welt in den Weg. Und wie die heißen, dass weiß auf dieser elften Montagsdemo gegen Fluglärm im Terminal 1 des Frankfurter Flughafen jeder: „Fraport, Lufthansa und Co“, so ein Sprecher vom provisorischen Rednerpult.
Montagsdemo gegen Fluglärm (13.02.2012)
Bildergalerie ( 29 Bilder )
Montagsdemo gegen Fluglärm (13.02.2012)
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
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Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Bunt und laut - die Montagsdemo im Flughafen Frankfurt am 13. Februar 2012.
Foto: Christoph Boeckheler
Fotostrecken Frankfurt
Fotostrecken Main-Taunus
Blockupy Frankfurt
Blockupy Frankfurt
Blockupy Frankfurt
Blockupy Frankfurt
500 Kinder sollen es gewesen sein. So sagt es der Veranstalter, der von insgesamt 5000 Teilnehmern spricht. Die Polizei zählt dagegen nur 2600 Teilnehmer. Doch egal wie viele – der Lärm ist ohrenbetäubend: Mit Trommeln, Glocken, Trillerpfeifen haben sich die Demonstranten ausgerüstet. Wer ohne Ohrenschutz kommt, wird den Abend verfluchen. Zum Krach gehört auch der eine Satz, der immer wieder laut, inbrünstig, verschwörerisch skandiert wird: „Die Bahn muss weg.“
Bürgerinitiative aus Mainz führt Regie
Eine Bürgerinitiative aus der Mainzer Oberstadt führt an diesem Abend die Regie und hat zwei Schwellköpfe mitgebracht. BI-Sprecher Jochen Schraut hat Mühe, sich in all dem Menschenlärm Gehör zu verschaffen. Aber als Clara, zehn Jahre, spricht, wird es still: „Nach zwei Wochen Ostwind war gestern ein toller Tag, ohne Fluglärm. Ich habe seit langem wieder die Vögel zwitschern gehört“, erzählt sie.
Clara wohnt unter der Anflugroute zur Landebahn Nordwest. „Bei den Hausaufgaben verschreibe ich mich oft. Das dauernde Dröhnen und Pfeifen nervt mich. Ich will, dass das wieder aufhört-“
Auch die neunjährige Giovanna leidet unter dem Fluglärm und will etwas dagegen unternehmen. Bevor sie loslegt, rät die Mutter ihr noch, schön langsam zu sprechen. Und Giovanna erzählt klar und deutlich, dass sie oft viel zu früh aufwacht und nicht wieder einschlafen kann. „Dann habe ich den ganzen Tag schlechte Laune und kann mich nicht richtig konzentrieren.“ Generationenübergreifend erklingt ein „Kinderlied“ – der Text wurde vorab verteilt, die Melodie – „Heute kann es regnen, stürmen oder schnein“ – ist vielen vertraut. „Wie schön, wenn einmal Ruhe wär! Doch das ist schon sehr lange her“, lautet der Refrain.
Beim üblichen Marsch durch das Terminal – zu den Klängen von „Humba, humba, tätärä“ – sind es wieder die Kinder, die ganz vorne mit dabei sind, einige tanzen.
Nach eineinhalb Stunden löst sich die Demonstration nur langsam auf: Der Regionalbahnhof ist gesperrt, angeblich wegen einer Bombendrohung. Die Demonstranten müssen erst zum Fernbahnhof laufen, von dem jetzt die S-Bahnen fahren. Aber am nächsten Montag sind sie wieder da.