Frankfurter Flughafen: Parlamentssitzung im Terminal
Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, verlegen Flörsheimer Kommunalpolitiker ihre Parlamentssitzung in das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Foto: dpa
Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, verlegen Flörsheimer Kommunalpolitiker ihre Parlamentssitzung in das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Foto: dpa
Um ihrem Protest mehr Ausdruck zu verleihen, verlegen Flörsheimer Kommunalpolitiker ihre Parlamentssitzung in die Abflughalle des Terminals 1 im Frankfurter Flughafen. Dort übergeben sie ihre Resolution gegen Fluglärm an Fraport weiter.
Um kurz vor halb sieben Uhr kommen sie gestern Abend in die Abflughalle. Jeder der mehr als 30 Stadtverordneten hat einen Klappstuhl unter den Arm geklemmt. Erwartet werden die Flörsheimer Kommunalpolitiker schon von zwei Dutzend Fotografen, Reportern und mehreren Kamerateams. Auch ein paar Bürger mit Protestplakaten sind da. Die außerordentliche Parlamentssitzung im Flughafenterminal hat das Ordnungsamt Frankfurt genehmigt – als Demonstration im öffentlichen Raum. Die Parlamentarier nehmen Platz, und Magistratsmitglieder, allen voran Erster Stadtrat Markus Ochs (CDU), halten ein Transparent hoch. „Der Himmel gehört nicht Fraport“ steht darauf. Bedrohliche dunkle Jets fliegen über die Flörsheimer Stadtsilhouette.
„Wir sind heute in die Höhle des Löwen gegangen, um eine gemeinsame Resolution aller fünf im Flörsheimer Parlament vertretenen Parteien und Gruppierungen zu verabschieden“, sagt Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Odermatt (CDU). „Wir glauben, dass der Kampf gegen Fluglärm in Flörsheim und anderen Städten noch nicht verloren ist.“
Die Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf) hatte die Idee zu der symbolischen Parlamentssitzung im Terminal. Der Fluglärm in der Region seit Inbetriebnahme der Nordwestbahn sei unerträglich, ganze Stadtteile seien unbewohnbar, sagt Galf-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr. Viele Menschen beschäftigen sich nach der Inbetriebnahme der Landebahn zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Gedanken, aus ihrer Heimat wegzuziehen, weil sie den Krach nicht mehr aushielten.
Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
Foto: Sascha Rheker
Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
Foto: Sascha Rheker
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Erneut demonstrieren tausende Menschen gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet - und für ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal werden Anti-Bouffier-Rufe laut. Impressionen von den Protesten am 23. Januar.
„Wir müssen Köpfe drehen“, sagt der Flörsheimer CDU-Chef Marcus Reif. „Wir dürfen nicht zulassen, dass aus wirtschaftlichem Opportunismus die Axt an unsere Heimat gelegt wird.“ Von der Landesregierung wünsche er sich mehr Öffnung für das Thema Fluglärm. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Das ist auch eine Empfehlung an meine eigene Partei.“ „Wir wollen heute hier nicht nur unser eigenes Süppchen kochen, wir stehen auch für andere Kommunen in der Region“, sagt Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Viele Städte und Gemeinden hätten die neue Landebahn nicht gewollt und eine Menge Geld ausgegeben, um juristisch dagegen vorzugehen. „Es ist unser gutes Recht, die Stilllegung zu fordern.“
2011: 10. März: Sieben Monate vor Inbetriebnahme der neuen Nordwestlandebahn am Frankfurter Airport werden neue Gegenanflugrouten eingeführt. Der Lärmteppich verbreitert sich über Mainz, Wiesbaden, im Rheingau, in Frankfurt und im Main-Kinzig-Kreis. Erste Proteste der Bevölkerung. 29. September: Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) stellt eine neue Lärmschutzverordnung für den Flughafen vor. Für passiven Schallschutz rund um die neue Bahn soll der Flughafenbetreiber Fraport bis zu 150 Millionen Euro ausgeben.
Oktober 2011
11. Oktober: Der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel untersagt vorläufig Nachtflüge am Frankfurter Flughafen zwischen 23.00 und 5.00 Uhr. 21. Oktober: Der Regierungsflieger von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) landet als erster auf der neuen Landebahn. Wenige Tage später beginnt der Normalbetrieb.
November 2011
14. November: Experten suchen im Verkehrsministerium nach Wegen, den Fluglärm zu mindern. Erste Montagsdemo von etwa 450 Betroffenen im Terminal B des Airports. Einen Montag später sind es bereits 1000 Demonstranten.
Dezember 2011
12. Dezember: Innenminister Boris Rhein (CDU) fordert bei seiner Wahl zum Frankfurter OB-Kandidaten, dass es beim Nachtflugverbot bleiben soll. Bisherige Linie bei CDU/FDP: Das Bundesverwaltungsgericht soll klären, ob, und wenn ja wie viele, Nachtflüge zulässig sind. Etwa 40 000 Menschen haben eine Resolution gegen Fluglärm unterzeichnet. 19. Dezember: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) berät mit Fraport, Lufthansa, Deutscher Flugsicherung und Airlines darüber, wie der Lärm vermindert werden kann. Binnen drei Monaten sollen Maßnahmen erarbeitet werden. Letzte Montagsdemo
Januar 2012
12. Januar: Bouffier spricht erstmals davon, dass die Zahl der Flugbewegungen in Frankfurt aus Lärmschutzgründen gedeckelt werden könnte. „Es gibt Grenzen, die werden nicht nach dem technisch und betriebswirtschaftlich Machbaren definiert“, sagt er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 16. Januar: Erste Montagsdemo des neuen Jahres im Flughafen mit mehreren tausend Teilnehmern. 17. Januar: Verkehrsminister Posch stellt neuen Fluglärmbeauftragten Patrick Kirsch vor. 18. Januar: Bouffier will sich Vertretern der Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm treffen. (dpa)
In seiner Resolution verlangt das Flörsheimer Stadtparlament nicht nur Stilllegung und Rückbau der Rollbahn, sondern auch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine Ausweitung des Casa-Programmes, in dem Fraport freiwillig Häuser und Wohnungen in der Einflugschneise aufkauft. Lärmschutz für Kitas und Schulen wird gefordert, finanzieller Ausgleich für Kommunen in Lärmschutzzonen, die Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes und die Installierung eines Programmes zur dauerhaften Messung von Luftschadstoffen.
In Flörsheim machen fluglärmgeplagte Anwohner ihre Meinung deutlich. Foto: Rolf Oeser
In Flörsheim machen fluglärmgeplagte Anwohner ihre Meinung deutlich. Foto: Rolf Oeser
Als die Parlamentarier die Resolution einstimmig beschließenh, applaudieren auch die Grünen-Landtagsabgeordneten Cordula Schulz-Asche und Frank Kaufmann. Bei den vorbeieilenden Passagieren ist das Interesse an der Parlamentssitzung eher gering. Nur wenige bleiben stehen, um zuzuhören. Frank Cornelius, bei Fraport zuständig für politische Kommunikation, nimmt die Flörsheimer Resolution für den Flughafenbetreiber entgegen. Er halte sie für wichtig, sagt er. „Wir werden hausintern darüber diskutieren, Sie bekommen zeitnah Antwort.“
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