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Flughafen: Lärm, Ausbau, Wachstum
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten.

24. Februar 2013

Protest gegen Flughafenausbau: Mit Fackeln gegen Fluglärm

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Gegner des Flughafenausbaus demonstrieren in Frankfurt gegen Fluglärm.  Foto: Alex Kraus

Die Bürgerinitiative Sachsenhausen bringt den Fluglärm in die Frankfurter Innenstadt. Und sie verwandelt mit ihren Fackeln die Berliner Straße in eine Landebahn mit Pistenrandbefeuerung.

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Frankfurt –  

Als am Sonntagabend der letzte Rest des Tageslichts verschwindet, beginnen die Fackeln in den Händen von rund 500 Frankfurter Fluglärmgegnern zu leuchten. In der Dunkelheit sollen sie entlang der Berliner Straße in dem Abschnitt zwischen dem Museum für Moderne Kunst und der Paulskirche ein „runway edge light“, die Pistenrandbefeuerung einer Landebahn, darstellen.

Lärm aus Lautsprechern

Die Bürgerinitiative Sachsenhausen (BIS) hatte die Bürger der vom Fluglärm betroffene südlichen Frankfurter Stadtteile zu der Aktion aufgefordert, um „den Fluglärm in die Innenstadt“ und damit in die vom Lärm nicht betroffenen Gebiete zu bringen. Dies geschah dann auch mit Hilfe des „Lärmwehr-Fahrzeuges“. Das ausrangierte Feuerwehrauto wurde von seinem Besitzer und BIS-Mitglied, Bernd Mey, mit Lautsprechern versehen und fuhr die von den Fluglärmopfern mit Fackeln markierte Strecke entlang.

Der Getriebelärm, der dabei aus den Lautsprechern schallte, sollte ungefähr 85 Dezibel entsprechen, wie die Sprecherin der BIS, Ursula Fechter mitteilte. „Das ist die Lautstärke, mit der wir regelmäßig überflogen werden.“ Doch neben dem Fahrzeug machten auch die Aktivisten eine Menge Lärm. Der Spruch „Die Bahn muss weg“ wurde immer und immer wieder von den Teilnehmern der Kette lautstark gerufen, gefolgt von Forderungen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Ruhe klaut.“

Das BIS-Mitglied Monika Plottnik hat die sogenannte „Frankfurt-Runway-Alternative“ zusammen mit Fechter organisiert und ist begeistert, dass so viele Menschen ihrer Einladung zum Mitmachen gefolgt sind. Doch sie bemerkt, dass außer den Fluglärmgegnern eher wenige Menschen in der Berliner Straße sind, um die Aktion zu sehen: „Es scheint sonst kaum jemand in der Stadt zu sein.“

Ihre Motivation zum Weitermachen ist dabei jedoch ungebrochen. „Wir müssen uns einfach immer etwas Neues überlegen und der Protest darf nicht aufhören.“ Fechter formulierte noch einmal die drei wichtigsten Wünsche der Fluglärmgegner: „Wir fordern die Stilllegung der Landebahn, eine Deckelung der Flugbewegungen auf 380000 pro Jahr und ein Nachtflugverbot, das auch wirklich eines ist!“

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