Der Weltmeister musste lange warten: Elektronik- und Motorprobleme haben Sebastian Vettel am letzten Tag der Formel-1-Testfahrten im spanischen Jerez zunächst zum Zuschauen verdammt. „So etwas gehört einfach zu einem Test dazu, das ist der Grund, warum wir hier sind. Natürlich würden wir gerne mehr fahren, aber das lässt sich jetzt nicht ändern“, sagte Vettel.
Nach lediglich zwei Installationsrunden musste der 24-Jährige seinen neuen RB8 wieder in die Red-Bull-Garage fahren. Stundenlang stand Vettels Dienstauto dort, ehe er am Nachmittag wieder auf die Strecke konnte.
Erst Elektronik, dann der Motor
„Heute morgen hatten wir erstmal ein Problem mit der Elektrik. Es dauerte etwas, bis wir das Ursache gefunden hatten. Als wir danach wieder rausgefahren sind, hatten wir ein Problem mit dem Motor“, erklärte Vettel. Der Motor sei zwar nicht kaputt gewesen, wurde aber sicherheitshalber ausgewechselt, sagte Vettel.
Der erste Testtag war für Vettel wesentlich besser gelaufen. Am Donnerstag konnte der Heppenheimer 96 Runden drehen und fuhr die drittbeste Zeit. Allerdings bleiben Vettel noch zwei weitere Testsessions in Barcelona vom 21. bis 24. Februar sowie vom 1. bis 4. März, um seinen noch namenlosen Red Bull für den Saisonauftakt am 18. März in Australien einzustimmen.
Hülkenberg wieder im Cockpit
Nico Hülkenberg hingegen feierte am Freitag sein verspätetes Comeback. Nachdem der 24-Jährige in Jerez zunächst zum Zuschauen verdammt war, fuhr der Force-India-Pilot am Freitag seine ersten Runden. Am Donnerstag musste Hülkenberg noch pausieren, weil Testfahrer Jules Bianchi mit dem neuen Force India nach nur zwei Runden ins Kiesbett gerutscht war.
Ein für die Reparatur benötigtes Teil musste allerdings erst eingeflogen werden. Am Freitag um 9.04 Uhr konnte der Emmericher dann endlich auf die Strecke. Hülkenberg hatte nach einem Jahr als Testfahrer bei Force India im Dezember das Cockpit seines Landsmannes Adrian Sutil übernommen. (dapd)
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