HOMONALE: Wer das Programm des diesjährigen schwul-lesbischen Filmfestivals Homonale durchschaut, sieht: Schwul oder lesbisch zu sein, ist auch im 21. Jahrhundert noch ein Drama. Zum zwölften Mal zeigen das Wiesbadener Kulturamt und der Verein Come Out im Caligari in Wiesbaden Filme, deren Figuren sich nicht ins gängige heterosexuelle Muster einfügen. Es sind fast ausnahmslos Dramen. Einige davon blicken in Kulturen, die als konservativ gelten. „Sharayet – eine Liebe in Teheran“ erzählt von einer solchen zwischen jungen Frauen, die gefährdet ist durch fundamentalistische Sittenwächter. Missgunst begegnet auch dem Fleischer Aaron, der sich ungeachtet seiner Familie und orthodoxen Gemeinschaft in Jerusalem in einen Studenten verliebt. „Du sollst nicht lieben“, heißt Haim Tabakmans Film, der wie alle anderen im Original mit Untertitel läuft. Wiesbaden, Caligari, Marktplatz 9, Freitag, 27. Januar: 18 Uhr: Contracorrientes – Gegen den Strom, 20 Uhr: Herbstgefühle – 80 Egunean, 22 Uhr: House of Boys. Samstag, 28. Januar: 15 Uhr: Chandani und ihr Elefant, 18 Uhr: Late Bloomers, 20 Uhr: Sascha, 22 Uhr: The Four-Faced Liar – Liebe findet ihren Weg. Sonntag, 29. Januar: 12 und 18 Uhr: Serbia_Boy_26, 12 Uhr: Beginners (Frühstück 11 Uhr), 15 Uhr: Chandani und ihr Elefant, 18 Uhr: Fjellet – The Mountain, 20 Uhr: Romeos …anders als du denkst!. Kartentelefon 0611/315050