In einer traurigen Show eine „große Künstlerin verloren“: Schon nach der ersten Runde im Halbfinale von „Unser Star für Baku“ sehen alle Beteiligten aus, als wären sie Gäste einer Beerdigung. Im zweiten Teil der Show reißen dann alle Stricke.
Ornella de Santis (links) hat es ins Finale von "Unser Star für Baku" geschafft. Yana Gercke ist raus. Foto: dpa
„Wir haben eine große Künstlerin verloren“, sagte Thomas D, und richtig, damit meinte er Shelly, die gerade im „Unser Star für Baku“-Halbfinale ausgeschieden war. Es war eine traurige Sendung, in vielerlei Hinsicht, aber dass statt Yana nun doch Ornella im Finale gegen Roman verlieren wird, hatte damit wenig zu tun.
Die vier Halbfinalisten mussten gestern Abend auf ProSieben zwei Shows in einer bestreiten: zwei Lieder singen, zwei Entscheidungscountdowns über sich ergehen lassen, zweimal traurig sein, weil jemand nicht mehr dabei ist. Schon als Shelly nach der ersten Runde ausschied, sahen alle Beteiligten aus, als wären sie Gäste einer Trauerfeier. Die Moderatoren, die Jury, aber vor allem die Kandidaten. Sie taten anschließend das, was von ihnen in einem solchen Castingshow-Moment erwartet wird: sie packten all ihre Emotionen in ihre Songs, wie es in der Castingshow-Sprache heißt.
Zur Belohnung wurden Ornella, Roman und Yana dann derart von der Jury gelobhudelt, dass es selbst für „Unser Star für Baku“-Verhältnisse ungewöhnlich war. Ornella wählte einen Song von Alicia Keys, ein Vergleich, den sie nicht scheuen muss, fand Thomas D: „großartig!“. Bei Mädchenschwarm und Juryliebling Roman sei es „schwer, noch Superlative zu finden“, schwärmte Stefan Raab; Romans „Kings of Leon“-Adaption sei „gesanglich besser als das Original“ gewesen. Leider scheint die Tonqualität, die über das Fernsehbild übertragen wird, nicht ansatzweise an die Live-Erfahrung im TV-Studio heranzureichen, weswegen man sich als Zuschauer nicht wundern sollte, wenn die Jury ganz andere Dinge hört, als man selbst.
So etwa bei Yana: das TV-Signal übermittelte eine krächzende, schiefe Version eines belanglosen Teeniesongs, in den Ohren der Jury aber legte Yana „ihren besten Auftritt ever!“ hin, „Hammer!“ rief Thomas D. Obwohl sie erst später ausschied, weinte Yana hier schon, wofür sie doppelt bestraft wurde: von Stefan Raab mit einem Erwachsenenspruch („Das Lebensglück kann ja nicht davon abhängen, dass man ’ne Castingshow gewinnt.“) und von Moderator Steven Gätjen mit einer Extra-Portion Knuddelei, mit der er aber auch sonst nicht geizt.
„Wir müssen das leider machen“, sagte Gätjen vor der zweiten Entscheidung des Abends, „auch wenn’s weh tut.“ Einmal heißt es noch tapfer sein: am Donnerstag strahlt die ARD das Finale von „Unser Star für Baku“ aus.
Unser Star für Baku: Das waren die Kandidaten
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Unser Star für Baku: Das waren die Kandidaten
Die Juroren Alina Süggeler, Thomas D. und Stefan Raab.
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Konzert-Atmosphäre vor der Studio-Bühne in Köln.
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Yana Gercke schafft es nicht ins Finale.
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Die Finalteilnehmer Ornella de Santis aus Offenburg und Roman Lob aus Neustadt/Wied.
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Roman Lob findet es "fu.. geil", dass er es ins Finale geschafft hat.
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Die 22-jährige Kölnerin Rachel Scharnberg singt sich mit "My Baby left me" auf den ersten Platz des zweiten Vorentscheids.
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Sebastian Dey, 32, ist Altenpfleger und hat einen kleinen Sohn. Er ist der einzige, der es mit einem deutschen Song beim Casting in die Top 20 geschafft hat.
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Ornella de Santis, 27, ist Thomas D. "noch zu sprunghaft in den Emotionen".
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Lehramtsstudent Umut Anil aus Bielefeld "hat ganz viel Tiefe und ganz viel Emotion", sagt Thomas D.
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Sie ist die Schwester der ersten Topmodel-Gewinnerin Lena Gercke: Yana Gercke. Für Thomas D. ist die 19-Jährige "eine Knospe",
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Celine Huber hat sich für "Beautiful Disaster" entschieden.
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Katja Petri ("Marry You") hat an der Deutschen Pop Akademie in München eine Ausbildung zur Diplom-Songwriterin absolviert.
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Jan Verweij singt "Closer to the Edge" von 30 Seconds to Mars.
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Leonie Burgmer, 21, bekam von Thomas D. „Crazyness“ attestiert - was als Kompliment gemeint war.
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Bei ihrem Auftritt in Köln singt Burgmer "Stronger than me" von Amy Winehouse.
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Yasmin Gueroui aus Würzburg singt "not fair" von Lilly Allen.
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Kai Nötting aus Weidenau ist Lehramtsstudent - wie einige Kandidaten der Show.
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Shelly Phillips zeigt vollen Einsatz bei ihrer Interpretation von Amy Winehouse' "Valerie".
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Salih Özcan hat sich nicht nur den Song "Señorita" von Justin Timberlake abgeschaut, sondern die affektierten Posen gleich dazu.
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Roman Lob mit "After tonight".
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Auch Juror Stefan Raab ist immer für ein Liedchen zu haben.
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Nah dran: Die Jury bei der Arbeit.
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Sandra Riess und Steven Gaetjen moderieren die Show.
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Thomas D. kann die Eigenwerbung durch den Job als Juror gut gebrauchen...
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Um den Rapper, der mit den Fantastischen Vier bekannt wurde, ist es ruhig geworden.
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Alina Süggeler ist im Hauptberuf Sängerin der Band "Frida Gold".
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Kandidatin Jil Rock singt bei der Casting-Show "Unser Star für Baku". In der Show wurde Deutschland Vertreter beim Eurovision Song Contest 2012 am 26. Mai in Aserbaidschans Hauptstadt Baku ermittelt.
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