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Mein Mann kann: Der Hintern macht den Unterschied

Bei der Sat.1-Show „Mein Mann kann“ zeigten sich die anwesenden Promis von ihrer besten Seite. Die Sendung blieb züchtig, nur das Popo-Rate-Spiel fiel etwas aus dem Rahmen. Doch Hingucker Jürgen Drews meisterte auch diese Aufgabe souverän.

Kann ihr Mann? Ramona und Jürgen Drews.
Kann ihr Mann? Ramona und Jürgen Drews.
Foto: dapd

Der Blick auf die Gästeliste zu der gestrigen Ausgabe von „Mein Mann kann“ ließ eigentlich alles offen. Neben Ramona Drews saß da Anni Friesinger bei Britt Hagedorn, um mit Claudia Effenberg und Susan Sideropoulos um die Fähigkeiten ihrer Männer zu zocken. Während man sich bei Friesinger ein bisschen fragte, was sie dort eigentlich machte, konnten einem bei Drews ernsthafte Zweifel kommen: Würde sie ihre Brüste nicht vielleicht einfach auf dem Pokertisch auspacken und die Show damit von der Inhaltslosigkeit auch noch in die Niveaulosigkeit reißen?

Doch es kam ganz anders: Die ganze Sendung blieb züchtig und es wurde zwar heftig gezockt, aber nur um die Ehre und der guten Sache willen. Dass das Promispecial diesmal höchst abwechslungsreich war, muss man ihm anrechnen. Damit war es tatsächlich spannender als so manch abgekartetes Promiquiz.

Passende Tarotkarten

Ob es nun daran lag, dass Britt Hagedorn die passenden Tarotkarten aus der Trommel zog oder alles penibel geplant war: Der Mix war’s. Der Großteil der Aufgaben war gänzlich jugendfrei und hätte in ähnlicher Form ebenso bei „Wetten, dass..?“ laufen können: Ein Auto in einer vorgegeben Zeit in eine Parklücke schieben, mit einem Fahrrad Loopings drehen und Badelatschen in einen Korb kicken, den der Spieler auf seinen Rücken geschnallt hat – das waren alles Aktionen, die zwar harmlos, aber doch entweder lustig oder spannend waren.

Allein das Messerwerfen und das Popo-Rate-Spiel fielen etwas aus der braven Aufgabenreihe: Zehn knackige Damen hüpften, nur in Trikots und knappen Höschen bekleidet, über die Bühne und präsentierten Jürgen Drews ihren Hintern. Der sollte den Allerwertesten dann dem passenden Gesicht zuordnen. Dass er dabei so ernsthaft zur Sache ging, machte auch diesen Einsatz fast zu einer respektablen Aktion.

Keine Normalsterblichen mehr

Das Promispecial ist eigentlich kein „Special“ mehr: Es ist schon das dritte hintereinander und hat damit die Normalsterblichen von Britts Zockertisch verdrängt. Doch das ist gut so, und zwar nicht nur, weil der Gewinn nun einer tollen Stiftung oder Einrichtung zugutekommt und der ganzen Show einen etwas anderen Anstrich gibt. Es macht auch einfach einen Riesenunterschied, ob es nun irgendein Stefan oder eben Stefan Effenberg ist, der sich mitten in der Show ein Herz auf den Arm tätowieren lässt.

Dass das Publikum manchmal besser Bescheid wusste als die Frauen, welche Aufgaben welchen Männern zuzutrauen waren, ist bezeichnend. „Jürgen, Jürgen“, schallte es bei der Hintern-Aufgabe und dem Herz-Tattoo. Und „Stefan, Stefan“ bei dem Badelatschenkicken.

Warmduscher Effenberg

Und obwohl doch eigentlich alles in geordneten Bahnen ablief, fühlte sich Stefan Effenberg offenbar trotzdem nicht ganz wohl. Denn während seine Frau munter drauflos zockte, meisterte Effenberg die Aufgaben mit eiserner Miene: „Und ich wiederhol’s nochmal: Ich mach das hier nur, weil’s für eine gute Sache ist“, betonte auch er in einem fort, wie um die bösen Zungen zu entkräftigen, die behaupten, dass der Ex-Fußballer wohl Geldprobleme haben müsse, um bei einer solchen Show mitzumachen.

Die Beteuerungen halfen nichts. Am Ende war der Spott sogar noch größer: Weil er sich keine 45 Wäscheklammern ins Gesicht hängen lassen wollte, wird er im Netz nun weiter abgekanzelt: „Warmduscher“ und „Pfeife“ sind da nur die harmlosesten Schimpfworte.

Autor:  Ricarda Breyton
Datum:  18 | 2 | 2012
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