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Frankfurt
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01. Mai 2013

1. Mai in Frankfurt: "Gegen die braune Brut"

 Von  und 
Auf dem Weg zum Ostbahnhof.  Foto: peter-juelich.com

Frankfurt im Fokus zwischen Links und Rechts: Neonazis wollen den 1. Mai zum Demonstrieren nutzen, Antifaschisten wollen das nicht einfach hinnehmen. Die Reporter der Frankfurter Rundschau waren live dabei.

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Frankfurt im Fokus zwischen Links und Rechts: Neonazis wollen den 1. Mai zum Demonstrieren nutzen, Antifaschisten wollen das nicht einfach hinnehmen. Die Reporter der Frankfurter Rundschau waren live dabei.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Neonazis in Frankfurt marschieren oder marschieren wollen. Der 1. Mai als "braunes" Datum hat leider eine traurige Tradition in der Mainmetropole. Mal wurden die Rechtsradikalen von der Polizei erfolgreich an der Fechenheimer Mainkur zurückgehalten, mal kamen sie mit der U-Bahn aus dem Norden und zertrümmerten diverse Wagen, ohne dass die Ordnungsmacht eingriff. Auch dieser Tag 2013 verspricht wieder Konfrontationen zwischen den drei Konfliktparteien, den Linken, den Rechten und der Polizei mittendrin.

Der Ticker:

17.59 Uhr: Die Kundgebung ist jetzt beendet. Die versammelten Menschen applaudieren sich am Ende selbst - die Zufriedenheit über den Erfolg dieses Tages ist groß. "Was wir getan haben, war richtig", sagt ein junger Mann, der bei der Gleisblockade dabei war, durchs Mikrofon. "Und wir werden es jederzeit wieder tun."

Berichte und Einschätzungen dieses 1. Mai 2013 lesen Sie morgen in der nächsten Ausgabe der Frankfurter Rundschau.

Der FR-Ticker verabschiedet sich hiermit.

17.44 Uhr: Jetzt beginnt die Abschlusskundgebung an der Konstablerwache. Die Stimmung ist gelöst, obwohl durchgesagt wird, dass es weitere Festnahmen gegeben habe.

17.38 Uhr: Die Demospitze hat die Konstablerwache erreicht, das Ende des Aufzuges zieht sich bis zum Main. Unter dem Applaus der Menge sagt eine Frau durch die Lautsprecher: "Unser Motto, 1. Mai nazifrei, hat sich in Frankfurt durchgesetzt."

17.25 Uhr: Der Aufzug biegt in die Kurt-Schuhmacher-Straße ein. Vom Lautsprecherwagen aus lobt ein Sprecher die Anwesenden für die Verhinderung der NPD-Kundgebung. Außerdem wird mit der Parole "Kein Tag ohne autonomes Zentrum" auf das kürzlich geräumte IvI (Institut für vergleichende Irrelevanz) Bezug genommen.

17.15 Uhr: Die Demo läuft durch die Hanauer Landstraße und ist auf rund 2000 Teilnehmer angewachsen. Die Demonstranten rufen immer wieder  "Alerta Antifascista".

17.00 Uhr: Die Demo ist friedlich, aber laut. In der ersten Reihe wird das Fronttransparent von der M31-Demo im vergangenen Jahr getragen. Die Teilnehmerzahl dürfte inzwischen weit über 1000betragen

16.57 Uhr: Die Demo setzt sich jetzt in Bewegung, mit rund 1000 Leuten und drei Lautsprecherwagen. Die Route führt über die Hanauer Landstraße und Schumannstraße zur Konstablerwache.

16.32 Uhr: Am Danziger Platz warten nun noch rund 1000 Menschen auf den Beginn der ehemals spontanen Antifa-Demo zur Konstablerwache (nicht mehr zur Hauptwache). Es läuft Musik, die Stimmung ist entspannt. Gleich dürfte es losgehen.

15.53 Uhr: Sturm im Wasserglas? Die Lage vorm Ostbahnhof beruhigt sich wieder. Die jetzt nicht mehr so ganz spontane Demo Richtung Hauptwache scheint immer noch möglich. Zumindest von Seiten der Antifa.

15.21 Uhr: Die Situation eskaliert. Am Danziger Platz fliegen Flaschen, Tränengas wird versprüht. Vielleicht ist es auch nur eine geballte Ladung Pfefferspray.

15.16 Uhr: Die Polizisten haben ihre Helme aufgezogen. Nicht alle Demonstranten können so einfach abziehen wie es noch eine halbe Stunde vorher den Anschein hatte. Die Stimmung ist angespannt.

14.39 Uhr: Immer mehr Demonstranten kommen nach der Feststellung ihrer Personalien aus der Polizeisperre zurück zum Danziger Platz und werden mit Applaus empfangen. Wenn alle da sind, soll es eine Spontandemo in die Stadt geben.

14.28 Uhr: Die Antifa fordert die Polizei erneut auf, die Demonstranten auf den Gleisen gehen zu lassen. Ansonsten gäbe es eine Spontandemo in die Innenstadt zur Hauptwache.

14.25 Uhr: Hans Christoph Stoodt von der Frankfurter Anti-Nazi-Koordination ist mit dem Verlauf des Tages hochzufrieden. "Das ist ein voller Erfolg für uns", sagt er. Man habe die NPD-Kundgebung verhindern können, vor allem durch die massive Blockade der Gleise. "Unser Konzept ist zu hundert Prozent aufgegangen", so Stoodt.

14.05 Uhr: Der Versuch der Demonstranten, ans Gleis zu kommen, scheitert im Moment noch an einer Polizeiblockade, die sich in drei Reihen am Danziger Platz in Stellung gebracht hat.

14.00 Uhr: Die Demo-Leitung der Antifaschisten am nördlichen Ausgang des Ostbahnhof gibt durch, dass die Nazis aus Hanau jetzt in einem Zug nach Aschaffenburg sitzen. Die Gegendemonstranten brechen auf, um die am Gleis verbliebenen Mitstreiter abzuholen und fordern die Polizei auf, mit der Feststellung der Personalien aufzuhören.

13.57 Uhr: Die Neonazis werden nicht in Wiesbaden marschieren. Vom Ordnungsamt der Landeshauptstadt kommt die Bestätigung, der Versammlungsleiter der NPD-Jugend habe angerufen und die Veranstaltung abgesagt.

13.47 Uhr: In Hanau unternimmt die Polizei offenbar noch keinerlei Anstalten, die von ihr eingekesselten Rechten wegzuschaffen, ihnen ein Weg zum nicht weit entfernten Bahnhof zu bahnen oder irgendwas anderes zu tun. In Frankfurt macht das Gerücht die Runde, man habe einen Bus voller Nazis irgendwo auf dem Weg in die Stadt gesehen.

13.47 Uhr: In Wiesbaden machen sich die Neonazis immer noch rar. Die Polizei steht rum, die Gegendemonstranten sind sonstwo. Gerüchte sind im Umlauf, die Rechtsradikalen aus Hanau könnten vielleicht irgendwann noch in der Landeshauptstadt auftauchen. oder in Frankfurt. Nichts genaues weiß man nicht.

13.30 Uhr: Die Polizei sagt durch, dass die Blockaden an der Ferdinand-Happ-Straße, wo die Kundgebung der NPD stattfinden sollte, aufgelöst werden und bedankt sich bei den Demonstranten für deren friedlichen Protest.

13:18 Uhr: Die Organisatoren der antifaschistischen Gegendemo geben durch, dass keine Kundgebung der Nazis in Frankfurt stattfinden soll. Aber man geht davon aus, dass die Nazis aus Hanau hierher kommen, deshalb bleiben die Gegendemonstranten vor Ort.

13.17 Uhr: So langsam treffen die ersten Gegendemonstranten am Wiesbadener Hauptbahnhof ein. Zwei Rechte habe man schon gesehen, sagt einer. Ob noch mehr kommen, sei ungewiss, sagt ein Polizeisprecher

13.10 Uhr: Linke, die von ihrer 1.-Mai-Kundgebung kamen, sind auf die Neonazis in Hanau getroffen. Es kommt zu Gerangel, die Landespolizei, die eine Stunde lang praktisch abwesend war, kann die Kontrahenten trennen. Die Rechten aus ganz Deutschland sind nun von der Polizei eingekesselt, ihre unangemeldete Demo wird langsam aufgelöst.

13.08 Uhr: Die Räumung der Gleisblockade wird jetzt doch etwas ungemütlicher. Einzelne Demonstranten lassen sich nicht freiwillig aus dem Kessel führen und müssen von der Polizei weggetragen werden. Die Blockierer skandieren "Ganz Frankfurt hasst die Polizei".

13.06 Uhr: Polizei holt einen Neonazi durch die Absperrungen am Ostbahnhof; der war von den Antifaschisten angegangen worden. Es fliegen einige Tomaten.

13.04 Uhr: Die Gerüchte aus Hanau bestätigen sich - unter der Führerschaft des NPD-Häuptlings Udo Pastörs bewegen sich 150 Rechtsradikale durch die Stadt; sie sollen merklich aggressiv sein. Angeblich ist vergleichsweise nur wenig Polizei im Einsatz.

12.55 Uhr: Die 150 Neonazis in Hanau sollen sich nun auf dem Marktplatz befinden, wo sie von Gewerkschaftern blockiert werden.

12:53 Uhr: Vor dem nördlichen Ausgang Ostbahnhof ist die Stimmung unter den Gegendemonstranten friedlich. Die Polizei hat den schmalen Durchgang zum südlichen Ende mit Drängelgittern und Stacheldraht abgesperrt. Hier sind deutlich weniger Gegendemonstranten versammelt als anderswo.

12.51 Uhr: Die Räumung der Blockade an den Gleisen dauert. Noch stehen Hunderte Menschen auf den Gleisen. Die Polizisten handeln ruhig, aber sehr bestimmt: Auch Journalisten, die durch die Absperrungen wollen, müssen ihre Taschen durchsuchen lassen.

12.38 Uhr: Am Südausgang des Ostbahnhofes stehen mittlerweile exakt zehn Nazis und wissen nicht so recht, was sie tun sollen. Es ist ein älterer Herr mit neun jüngeren Rechtsradikalen.

12.35 Uhr: Via Twitter wird das Gerücht geschürt, in Hanau würden gut 150 Neonazis inklusive NPD-Vize Udo Pastörs darauf warten, per Zug nach Frankfurt kommen zu können. Was nicht funktioniert, weil die Bahn ja den Fahrtstrom im Osten Frankfurts abgestellt hat, nachdem Antifa-Leute auf den Leitungsmasten rumgeklettert sind. In Wiesbaden sollte die Jugendorganisation der NPD aufmarschieren; von ihr ist dort aber weit und breit keine Spur.

12.28 Uhr: Die Polizei fängt an, die Gleisblockade am Ostbahnhof aufzulösen. Die Blockierer werden einzeln aus dem Kessel geführt, ihre Personalien werden aufgenommen und sie bekommen einen Platzverweis erteilt. Die verbleibenden Demonstranten beschweren sich und rufen Parolen.

12.13 Uhr: Am Ostbahnhof kommt es zu einem kurzen Gerangel. Die Polizei hat, so sagt es ein Augenzeuge, zwei Nazis durch die Menge der Gegendemonstranten in den Bahnhof begleitet. Insgesamt hat sich bisher gerade mal eine Handvoll NPD-Anhänger eingefunden.

12:08 Uhr: Doris Fischer, die Tochter eines Widerstandskämpfers im Dritten Reich, spricht für "Frankfurt Nazifrei" und sagt: "Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen!"

11:55 Uhr: Die Überlebende des Mädchenorchesters Ausschwitz, Esther Bejerano, rappt mit zwei jungen Männern in verschiedenen Sprachen auf der Bühne des Römerbergbündnisses.

11.54 Uhr: Von der Ostparkstraße aus beschallt ein Lautsprecherwagen die Gleisblockade mit HipHop. Inzwischen hat die Bahn jeglichen Zugverkehr in dem Bereich gestoppt.

11:42 Uhr: Inzwischen ist am Römerberg von bis zu 10.000 Menschen die Rede, "mehr als in den letzten Jahren", meint Fiedler. Auf der Bühne vorm Rathaus spricht OB Peter Feldmann über etwas anderes als nur die Neonazis: "Ich war auch mal Angestellter und weiß, was es heißt, einen guten Tarifabschluss zu machen. Das werde ich nie vergessen!" An diesem 1. Mai geht es eben auch um das Erinnern an die Kämpfe der Arbeiter von einst für bessere Lebensbedingungen und um den Hinweis auf die Bemühungen von Arbeitnehmern heute für mehr Lohn und mehr Sicherheit.

11.39 Uhr: Ralf Ströher, Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt berichtet, dass die Bahn die Oberleitungen auf dem Gleisstück beim Ostbahnhof abgeschaltet hat, weil einige Demonstranten an den Masten herumgeklettert seien.

11.32 Uhr: DGB-Chef Fiedler sagt, rund 8000 Menschen seien an diesem Morgen vom Güntherburgspark an den Römer gezogen.

11.28 Uhr: Mitten zwischen den Blockierern auf den Gleisen sitzt der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer. "Ich bin mit meinen Studenten hier", sagt der 61-Jährige. "Es ist selbstverständlich, dass man sich den Nazis entgegenstellt."

11.24 Uhr: Die Antifa ist mi ihrer Gleisblockade erst einmal zufrieden. "Dieser mögliche Anfahrtsweg der Nazis ist blockiert", sagt Martin Sommer von der Autonomen Antifa Frankfurt. Die meisten Blockierer haben sich hingesetzt und warten ab, was die Polizei macht.

11.20 Uhr: Harald Fiedler, Vorsitzender DBG Region Frankfurt-Rhein-Main sagt bei seiner Rede vor dem Römer: "Wir stehen zusammen in dieser Stadt gegen diese braune Brut!"

11:05 Uhr: Auf dem Römer kommen immer mehr Protestgruppen zusammen. Auf der DGB-Bühne spielt eine spanische Band. Das Publikum ist gemischt: Familien, ältere Menschen und Touristen.

11.05 Uhr: Auf den Gleisen beginnt eine Samba-Band ein spontanes Konzert. Die Polizei hat die Antifa-Gruppe komplett eingekesselt, wartet aber weiter ab.

10.56 Uhr: Vorm Ostbahnhof stehen nun rund 600 Menschen auf den Gleisen. Sie rufen "1. Mai - nazifrei" und "Randale, Bambule, Frankfurter Schule". Die Polizei ist in großer Stärke aufmarschiert, unternimmt aber vorerst nichts.

10.53 Uhr: Die Polizei will offenbar beginnen, die Demonstranten von den Gleisen zu räumen.

10.42 Uhr: Über den Gleisen kreisen nun zwei Polizeihelis und an der Seite ist eine Einheit in voller Demo-Panzerung aufgezogen. Die Linken bewegen sich auf eine Polizeikette in Warnwesten zu. Die beiden Gruppen sind noch 150 Meter voneinander entfernt.

10.39 Uhr: An der Hanauer Landstraße, Ecke Ferdinand-Happ-Steaße, haben sich rund 500 Menschen versammelt. Sie stehen in Sichtweite des dortigen, vom Ordnungsamt zugelassenen Versammlungsorts der NPD vor Absperrgittern und Polizeiketten.

10.36 Uhr: Die Linken auf den Gleisen brennen Bengalos ab und haben S-Bahnkabel angezündet. Auf halber Strecke zwischen Ratsweg und Ostbahnhof ist nun Polizei aufmarschiert. Ein Helikopter der Ordnungsmacht kreist über dem Ort.

10.32 Uhr: Am Ratsweg in der Nähe der Eissporthalle und des Ostendparks haben Antifaschisten sich auf das dortige Gleisfeld gewagt und marschieren gen Ostbahnhof. Die Polizei merkt davon zunächst nichts.

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