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02. Januar 2015

Abnehmen: Weg mit den Pfunden

 Von 
Bei "Playground" kann man intensiv trainieren und sich richtig auspowern.  Foto: Andreas Arnold

Na, was haben Sie sich für 2015 vorgenommen? Viele wollen abnehmen und fitter werden. Gerade im Januar sind die Fitnesstudios daher gefragt. Und es gibt auch einen neuen Trend: Sweatworking.

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Im Januar wird bei Fitness First auf der Zeil wieder die Hölle los sein. Die guten Vorsätze für das neue Jahre wollen in Angriff genommen werden. „Wir haben im Januar etwa dreimal so viele Anmeldungen wie in den übrigen Monaten“, verrät Sirin Emre von Fitness First. Der größte Club im Einkaufszentrum „My Zeil“ wurde vor dem Ansturm extra noch mal ausgebaut, vor allem zusätzliche Spinde wurde aufgestellt. Etwa 45 000 Mitglieder hat die Fitness-Kette in Frankfurt. Dabei steigt nicht nur die Zahl der Mitglieder immer weiter, sondern auch die Zahl der Fitness-Studios in der Stadt insgesamt.

Unter den Kunden von Fitness First werden die Bedürfnisse regelmäßig abgefragt. Die jüngste Umfrage ergibt Emre zufolge derzeit zwei Trends. Zum einen hätten die Leute immer weniger Zeit und wollten sich so bei ihren Übungen immer schneller auspowern. Zum anderen wollen die Leute mehr auf sich selbst hören, ihre innere Ruhe und Balance finden, entschleunigen. Dazu passt, dass auch immer mehr Mitglieder verstärkt auf die richtige Ernährung achten wollen und nach Fitness-Workshops fragen. Der Trend zum gesünderen Leben geht jetzt schon so weit, dass viele Manager sich nicht mehr zum kalorienlastigen Geschäftsessen, sondern zum gemeinsamen Workout verabreden. Sweatworking heißt dieser Trend, der wie so vieles aus den USA kommt. Neu im Programm hat Fitness First auch „XROLL“, ein funktionales Training für den ganzen Körper.

Auch die FTG Frankfurt bietet ein neues funktionales Training an. „Playground“ heißt der Trend, den der Bockenheimer Sportverein auf der Fitnessmesse „FIBO“ aufgetan hat. Dafür wurde eigens ein separater Raum eingerichtet, in dem die benötigten Sportgeräte vorhanden sind. „Die Nachfrage ist groß, sowohl die Stunden am Morgen als auch am Abend sind gut besucht“, sagt die Sportliche Leiterin der FTG, Alexandra Bohnstädt. Der neue Trend sei vor allem für jüngere Kunden gedacht, die intensiv trainieren und sich richtig auspowern wollen. Aber selbst die Stunden im Bereich des sogenannten Mütter-Workout würden immer beliebter.

Frankfurts größter Sportverein, die TG Bornheim, hat zum neuen Jahr gleich mehrere Neuheiten für seine gut 27 000 Mitglieder im Programm. Über 1000 Stunden Sport in der Woche bietet die TG an. Der Sportliche Leiter Boris Zielinski weiß, dass der Ansturm vor allem im Januar wieder groß sein wird. „Wir kennen die guten Vorsätze und achten darauf, genügend Personal zu haben“, so Zielinski. Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Leute mit ihren guten Vorsätzen heutzutage etwas konsequenter seien: „Es beruhigt sich nach dem Januar ein bisschen, aber flaut nicht mehr so stark ab wie früher.“ Bei den Mitgliedern der TG stünden vor allem Angebote aus dem „Dancebereich“ hoch im Kurs. „Party und Tanzen mit Fitness zu verbinden kommt an bei den Leuten. Sie wollen Sport treiben und gleich noch ein bisschen Party haben“, so Zielinski. Daher seien die Trainer heute ein Stück weit auch als Animateure und Entertainer gefragt. Ein Trend, der diesem Angebot Rechnung trägt, ist „Bokwa“. Den Fitnesstanz hatte die TG im abgelaufenen Jahr versuchsweise getestet – und er kam gut an. „Das wollen wir noch ausweiten“, verspricht Zielinski.

Auch im Liegen kann man fit werden.  Foto: Andreas Arnold

Weiterhin stark nachgefragt werde auch das tänzerische Workout-Programm Zumba, aber ist das überhaupt ein Trend? Laut sportwissenschaftlicher Betrachtung nicht. „Echte Trends sind Entwicklungen mit einer Wirkungsdauer von mindestens fünf Jahren und einer mindestens mittleren Wirkungsbreite“, sagt Eckhard Cöster, Leiter des Geschäftsbereichs Sportentwicklung beim Landessportbund Hessen. Skateboardfahren sei zum Beispiel nur ein Nischentrend, da er auf eine kleine Zielgruppe beschränkt sei. Ähnlich verhalte es sich beim Zumba, der bei Sportwissenschaftlern derzeit noch als Modeerscheinung firmiert.

Als neue Modeerscheinungen sind bei der TG jetzt „Deep Work“ und „M.A.X.“ neu im Programm. Mit den neuen Angeboten will die TG auf die Nachfrage von Kunden reagieren. Um Neuheiten aufzustöbern, hat sich die TG im Laufe der Jahre ein Netzwerk mit Leuten zugelegt, die bundesweit auf Messen und Kongressen unterwegs sind und sich mit anderen Fachleuten austauschen. Das Angebot wird dadurch immer vielfältiger, aber die Nachfrage ist auch hoch. Daher werden die Kurse der beliebten Sportarten und Trends Zielinski zufolge auch immer früher, immer später oder auch am Sonntag angeboten.

Nur ab und an passiert es, dass ein neues Angebot mangels Nachfrage wieder aus dem Programm genommen werden muss. Bei „Slackline“ war das so, einer Trendsportart, bei der auf einem Gummiband oder Seil balanciert wird. „Das ist nicht angenommen worden, weil das etwas ist, was die Leute lieber unorganisiert machen“, erinnert sich Zielinski. Das Begehren der meisten Mitglieder, die im Januar zum Sport treiben kommen, kennt Zielinski hingegen: „Es geht ihnen darum, Pfunde zu verlieren.“

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