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25. September 2014

AfD : AfD-Mann schreibt Reden für den OB

 Von 
OB Feldmann bei einer FR-Veranstaltung. Ein Mitarbeiter des Presse- und Informationsamtes, der unter anderem auch Reden für das Stadtoberhaupt schreibt, schließt sich der AfD an.  Foto: peter-juelich.com/Archiv

Der stellvertretende Leiter des städtischen Presse- und Informationsamtes, Thomas Scheben, wechselt die Seiten: Der frühere CDU-Mann hat schließt sich der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) an.

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In der Frankfurter CDU, aber nicht nur dort, löst dieser Schritt Diskussionen aus. Ein weiterer, in der Stadt durchaus bekannter früherer Christdemokrat hat sich der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) angeschlossen: Thomas Scheben, der stellvertretende Leiter des städtischen Presse- und Informationsamtes (PIA).

Der ehemalige Zeitungskorrespondent war im Juni 2000 ins PIA gekommen, damals ganz eindeutig als Vertreter der CDU, „auf dem Ticket“ der Partei, wie es seinerzeit hieß. Scheben war ein überzeugter Christdemokrat, der sich für seine Partei auch in der Konrad-Adenauer-Stiftung engagierte, unter anderem fünf Jahre lang als deren Repräsentant in der ägyptischen Hauptstadt Kairo.

Doch schon vor einigen Jahren hatten der Öffentlichkeitsarbeiter und die CDU sich entfremdet, bis Scheben schließlich nach 40 Jahren ausgetreten war. Dass er jetzt Mitglied der AfD ist, hat wie auch in anderen Fällen etwas mit konservativen Werten zu tun.
Diese Werte sieht der Vize-Amtsleiter von der CDU nicht mehr ausreichend vertreten. Als Beispiel nennt er die Aufgabe der Wehrpflicht durch die von Kanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung.

Die früheren Frankfurter Stadtkämmerer Horst Hemzal und Albrecht Glaser waren Scheben vorausgegangen aus der CDU in die AfD. In der Frankfurter CDU herrscht Betroffenheit. „Ich habe auf ihn eingeredet, wie man so etwas nur machen kann“, sagt ein Stadtteilpolitiker aufgebracht. „Es wäre wünschenswert, wenn man in der CDU endlich nachdenklich werden würde“, sagt Scheben.

Feldmann: Seine Privatsache

Über seinen Eintritt hat er pflichtgemäß den Leiter des Presse- und Informationsamtes, Nikolaus Münster, informiert. Schließlich ist Scheben für die Außendarstellung der Stadt kein ganz unwichtiger Mann. Er hält den Kontakt zum Presse-Korps in Frankfurt, das aus Dutzenden nationaler und internationaler Journalisten besteht. Er leitet Pressekonferenzen der Kommune. Er schreibt aber auch, wie Münster bestätigt, Reden für wichtige Politiker, etwa für Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

„Ich sehe die Arbeit des Presse- und Informationsamtes durch die Sache in keiner Weise beeinträchtigt“, urteilt der Amtsleiter. Alles andere sei Schebens „Privatangelegenheit“.

Der versichert, er strebe keine Ämter in der Frankfurter AfD an. Die darf sich über den Eintritt dennoch freuen, denn er bestätigt ihren Aufwärtstrend. Etwa 300 Mitglieder umfasst der Kreisverband mittlerweile. Sie arbeiten fleißig am Kommunalwahlprogramm für 2016.

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