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16. Oktober 2015

AfD in Frankfurt: Null Toleranz für die AfD

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Gegenproteste vor dem Eingang zum Saalbau Gutleut, dort fand am Donnerstagsabend eine Veranstaltung der AfD mit Beatrix von Storch statt.  Foto: peter-juelich.com

Bei einer AfD-Veranstaltung am Donnerstagabend im Gallus spricht Beatrix von Storch. Etwa 80 Demonstranten protestieren gegen die Rechtspopulisten. Es kommt zu Rangeleien.

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Am Donnerstagabend haben etwa 80 Menschen gegen eine Veranstaltung der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Saalbau Gutleut demonstriert. Die stellvertretende AfD-Bundessprecherin und Europa-Parlamentarierin Beatrix von Storch sprach zum Thema „Das Asylchaos und die Folgen für Europa“, etwa 80 Menschen hörten dem Vortrag zu.

Die Gegner hinderten die Besucher der öffentlichen Veranstaltung mit Körpereinsatz am Eintritt in den Saalbau, Autos wurden an der Einfahrt in die Tiefgarage gehindert, dabei kam es zu teils heftigen Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und Polizisten.

Kritische Begleitung

Die linken Aktivisten riefen Parolen wie „Haut ab!“ und „Nazis raus!“, „Nationalismus raus aus den Köpfen!“ und „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!“ Teilnehmer der AfD-Veranstaltung wurden beschimpft. Der Anmelder der Kundgebung, Thorsten Herget, sagte der FR, er habe den argumentativen Austausch mit der AfD leid, es gehe bei dem Protest lediglich darum, ein Zeichen zu setzen, dass die AfD in Frankfurt nicht willkommen sei und dass man Grenzen aufzeigen wolle: „Bis hierher und nicht weiter“, so Herget.

Er nannte Beatrix von Storch „rechtsradikal“. Sie sei „schlimmer als der gemeine Nazi“, weil sie dreist gegen Minderheiten hetze und dabei „ureigenste Interessen“ verfolge. Flüchtlinge und Demokratie seien ihr egal. Ein weiterer Redner rief die Gegendemonstranten dazu auf, die AfD-Veranstaltung „kritisch zu begleiten“ und zu stören. Jedem sei es freigestellt, das zu tun, „was notwendig ist“.

"Kein Platz für Brandstifter"

Zu dem Protest hatten auch die Anti-Nazi-Koordination und die Gruppe „No Fragida“ aufgerufen. Annette Ludwig (No Fragida, Linke) nannte den teils „ruppigen“ Polizei-Einsatz ungerechtfertigt und in keinem Verhältnis zur Teilnehmerzahl. Ludwig sagte, ihr gehe es darum, von Storchs Vortrag für die Besucher zu stigmatisieren. „Jede Veranstaltung der AfD sollte aktiv begleitet werden, damit die Menschen sehen, dass hier kein Platz ist für geistige Brandstifter.“

Bereits am vergangenen Freitag hat Alexander Gauland, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfD, in Dietzenbach gesprochen – ebenfalls begleitet von Protesten.

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