Ob es genug Hortplätze gibt und die Kindergärten auch nächstes Jahr alle aufnehmen können, darauf hat jeder in dieser Stadt Einfluss. Das muss Kai Wagner einfach nochmal betonen. Denn das Stadtschulamt sucht Räume. Ständig. Wichtig auch für den Ortsbeirat 8, dessen Stadtteile und deren Kinder – fordern doch die Ortspolitiker, die Betreuung auszubauen. „Wir gehen allem nach“, verspricht Wagner, der sich um geeignete Träger kümmert. „Aber es ist nicht immer alles zu realisieren.“ Genügend gute Beispiele gebe es allerdings.
So wie im Mertonviertel, wo Büroräume bald mit sechs Gruppen einer Caritas-Krippe gefüllt werden. Als Teil des städtischen Sofortprogramms. Dagegen sollen an der Heddernheimer Landstraße noch diesen Herbst die Arbeiten für einen Neubau starten, der 50 weitere Plätze für Unter-Dreijährige schaffen soll. Dazu kommen zehn Plätze in der Matthiasgemeinde sowie 30 Plätze in der Bonhoeffergemeinde. Auch die Gemeinden Auferstehung und St.Thomas machen nochmal Raum für jeweils 20 Kinder.
Der Hort des Vereins „Kaleidoskop“ will 42 neue Kindergartenkinder aufnehmen, der Hort „Rasselbande“ 20 neue Grundschulkinder. In der Nordweststadt soll ein Kinder- und Familienzentrum entstehen, das länger am Abend und auch samstags geöffnet hat – um Eltern zu unterstützen, die im Einzelhandel oder Schichtdienst arbeiten.
Die Versorgung orientiert sich indes am jeweils städtischen Ziel. Das liegt für Krippen bei 50 Prozent, im Ortsbezirk 8 sind es derzeit noch zehn, mit allen neuen Plätzen sollen es immerhin 31 Prozent werden. Für die Kindergärten sind es derzeit 87 Prozent und bei Grundschulkindern 49.
Soweit die Zahlen, die Kai Wagner und seine Kollegin Bettina Blay den Ortspolitikern am Donnerstagabend vorlegten. „Das ist eine Kraftanstrengung“, lobte Barbara Schubring, „aber das ist noch nicht genug.“ So wie die CDU-Fraktionschefin wissen auch unzählige Eltern, dass es vielerorts noch Engpässe gibt. So wie an der Robert-Schumann-Schule in Heddernheim, „wo die Not groß ist“, wie Wagner selbst erfahren hat. Eltern seien immer wieder verunsichert gewesen, ob sie Hortplatz für ihr Kind bekämen. „Da wären zehn bis 20 Plätze schon sehr viel“, so Wagner.
Wobei bislang noch alle Kinder unterkommen und von Unterversorgung nicht die Rede sein könne. Gerade auch, weil etwa in der Nordweststadt – im Gegensatz zu anderen Stadtteilen – die Kinderzahlen nicht so sprunghaft ansteigen. Gleichzeitig müsse man so schnell wie möglich leerstehende Räume finden. Und dabei können alle mithelfen. ( mbu)

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