Früher waren es viele Trümmerfrauen und „Kriegerwitwen“, die von der FR-Altenhilfe bedacht wurden. Und lange sollten es die Frauen bleiben, die unterstützt werden. Seit „vier, fünf Jahren kommen immer mehr Männer“ dazu, sagt Gina Lülves, die Geschäftsführerin der FR-Altenhilfe. Täglich gehen bei ihr zehn bis fünfzehn Anträge ein. Viele kommen von den Sozialrathäusern, deren Mitarbeiter sich gut im Stadtteil auskennen und die alten Leute zu Hause besuchen.
Den ersten Aufruf für die Altenhilfe verfasste der damalige FR-Chefredakteur Karl Gerold am 13. Dezember 1949 in der FR. Aus der spontanen Weihnachtsaktion entstand die jährliche Altenhilfsaktion. Der gemeinnützige Verein „Not gemeinsam lindern“ wurde 1978 gegründet. In den Anfängen wurden noch Naturalien wie Kohle geliefert.
Manchmal kann eine Kleinigkeit dazu führen, dass alles zusammenbricht, sagt Lülves. Kürzlich legte ein Rohrbruch den Haushalt einer alten Dame lahm. Sie hatte kein Geld, den Klempner zu bezahlen. Da sprang die Altenhilfe ein und bezahlte die 80 Euro für die Reparatur. Seitdem die Sozialämter keine außerordentlichen Ausgaben für Kleider oder Möbel übernehmen dürfen, zahlt die Altenhilfe der Frankfurter Rundschau, wenn Brille oder Kühlschrank kaputtgehen. „Wenn eine Brille 160 Euro kostet, geben wir schon mal 150 Euro.“
Weihnachtsfeier für Einsame
Lülves weiß, dass ihr Klientel das Geld wirklich braucht: „Die meisten haben 300 bis 400 Euro im Monat zum Leben.“ Lülves schildert einen typischen Fall: Ein Mann aus Offenbach bekäme 251 Euro Rente, 228 Euro Witwenrente und 250 Euro Grundsicherung. Er zahlt davon 361 Euro Warmmiete und 48 Euro für Strom und Gas. „Bleiben 320 Euro übrig“, rechnet die Geschäftsführerin vor.
Etwa eine Million Euro Spendengeld kommen jährlich zusammen – Finanzkrise hin, Finanzkrise her. Die Spender können sicher sein, dass das Geld direkt zu den Bedürftigen kommt. Sie bekommen vor Weihnachten 250 Euro, um sich einen ganz persönlichen Wunsch zu erfüllen. Und für all jene, die Weihnachten sonst alleine wären, gibt es ein richtig schönes Fest mit Weihnachtsmann und allem Komfort.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Facebook | Twitter überregional | Google+