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26. Januar 2015

Anti-Pegida: Pegida ohne Chance

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Rund 15.000 Menschen demonstrieren in der Frankfurter Innenstadt für Freiheit, Gleichheit - und gegen Pegida.  Foto: dpa

Frankfurt zeigt Flagge: für Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz – und gegen Pegida. 15.000 Menschen demonstrieren in Frankfurt für Toleranz und gegen die Pegida-Bewegung. In der Innenstadt kommt es zu Rangeleien.

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Frankfurt zeigt Flagge: für Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz – und gegen Pegida. Etwa 15 000 Menschen haben am Montagabend in der Innenstadt klar gemacht, dass „unsere Stadt Platz für vieles hat, aber nicht für Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Hass zwischen den Religionen“, wie Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärte.

Auf dem Römerberg und an der Paulskirche kamen rund 12 000 Menschen zusammen. Sie waren einem Aufruf von mehr als 200 Organisationen gefolgt, um für „Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit“, zu demonstrieren, so das Motto der Kundgebung. „Wir lieben Frankfurt, so wie es ist: bunt, weltoffen, vielfältig“, sagte etwa der Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler unter dem Jubel der Demonstranten.

Pröpstin Gabriele Scherle forderte in ihrer Rede eine „gemeinsame europäische Asylpolitik“. Feldmann ging in seiner Rede auf Pegida ein: Frankfurt sei sich einig in der Ablehnung der Gruppe. Und doch wollten die Organisatoren der Kundgebung auf dem Römerberg ihre Veranstaltung nicht als Gegendemonstration zu Pegida verstanden wissen. Schließlich habe man die eigene Demonstration lange vor Pegida angemeldet. Frankfurt demonstriere nicht in erster Linie gegen Pegida, sondern „für Freiheit und Toleranz“, so der OB.

An der Katharinenkirche sahen das die Menschen anders. Sie wollten verhindern, dass Pegida wie angekündigt in einem Schweigemarsch durch die Innenstadt ziehen kann. Doch die Menge der Menschen, die an der Hauptwache gegen den Untergang des Abendlandes demonstrierten, war überschaubar. Etwa 80 Pegida-Vertreter sahen sich mehr als 3000, mitunter recht lautstark wütenden, Gegendemonstranten gegenüber – und verzichteten angesichts der aufgeladenen Stimmung auf den geplanten Marsch durch die Innenstadt.

Etwas später hielten die durch ein Großaufgebot an Polizei geschützten Pegida-Anhänger auch Reden, die in gellenden Pfeifkonzerten untergingen. Zu hören waren lediglich „Deutschland, Deutschland“-Rufe, die ebenfalls nicht unbeantwortet blieben. Es flogen Flaschen, Eier und Böller. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein, ein Beamter wurde leicht verletzt – so zumindest der Stand bei Redaktionsschluss. Offenbar gab es auch Festnahmen von Gegendemonstranten, die Beamte angegriffen hatten.

Unter den Pegida-Anhänger war neben Organisatorin Heidi Mund der hessische NPD-Funktionär Stefan Jagsch das wohl bekannteste Gesicht. Den hatte der Pegida-Vertreter, der in seiner pfiffe- und böllerumtosten Rede sagte, er sehe um sich herum „keine Nazis, nur Patrioten“ möglicherweise übersehen.

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Gegen 19.45 Uhr löste sich die Veranstaltung auf, ohne dass die aufgeladene Stimmung eskalierte. Die meisten der angereisten Gegendemonstranten hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal Blickkontakt mit den Pegida-Leuten, die zuvor in kleinen Gruppen von der Polizei zu einem abgesperrten Gelände vor der Katharinenkirche eskortiert worden waren. Während der Demonstrationen kam es in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen: Die Straßenbahnlinien 11, 12 und 18 und die Buslinien 30 und 36 hatten ihren Betrieb eingestellt.

Am Ende ihrer Rede drohte Heidi Mund, die den Pegida-Protest organisiert hatte, an, man werde sich nächsten Montag wieder an gleicher Stelle versammeln.

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