Mit lebensbedrohlichen Atemproblemen ist am Sonntagnachmittag ein Säugling in ein Krankenhaus gebracht worden. Verursacher war offenbar ein 64-jähriger Mann, der sein Wohnmobil in 50 Metern Entfernung mit einem Diesel/Heizölgemisch aus einem Kanister betankt hatte. Die Großmutter, die sich zum betreffenden Zeitpunkt gemeinsam mit dem Baby auf dem Balkon aufgehalten hatte, alarmierte gegen 14.30 die Polizei, weil sie intensiven Benzingeruch wahrnahm. Ein Sprecher der Frankfurter Feuerwehr sagte, ohne mit den Einzelheiten dieses Falles vertraut zu sein, dass es „theoretisch sicherlich denkbar“ sei, dass es trotz der relativ großen Entfernung zu solch einer Reaktion kommen könne – möglicherweise aufgrund einer Allergie.
Kühlschrank aus Konsulat geklaut
Zumindest ausgesprochen erfinderisch zeigte sich ein 34-jähriger Dieb, der ein Konsulat in Frankfurt heimsuchte, das namentlich nicht genannt werden will. Er klingelte nachmittags an die Pforte und vermeldete über die Gegensprechanlage, dass er der Handwerker sei, der sich um den defekten Kühlschrank kümmern solle. Die Erwiderung, dass mit dem Kühlschrank alles in bester Ordnung sei, konnte ihn auch nicht aus der Fassung bringen. Dann werde er halt, sagte er, den Wasserspender kontrollieren und bei Bedarf reparieren.
Diese Argumentation überzeugte, der vermeintliche Handwerker wurde eingelassen und passierte anstandslos die Sicherheitskontrollen. Ein wenig stutzig machte allerdings, dass der Mann weder Arbeitskleidung noch Werkzeug mit sich führte, auch einen Ausweis hatte er nicht. Eine telefonische Rücksprache mit der Firma brachte auch keine Erhellung des Sachverhalts, also ließ man den Mann, wo er schon mal da war, werkeln.
So schraubte er den 20 Kilo schweren Wasserspender ab, stellte ihn in den Flur vor ein Büro, befand, dass er zu groß für sein Auto sei und versprach, dass gleich ein Kollege komme, der das Trumm abhole. Dann plauschte der Mann noch angeregt mit dem Konsul, der auch mal vorbeischaute, über Gott und die Welt und verabschiedete sich. Kurz darauf stellte die Vorzimmerdame fest, dass sich in ihrer Handtasche kein Bargeld mehr befand. Auf den Überwachungsvideos erkannte die Polizei später einen alten Bekannten wieder, nach dem jetzt fieberhaft, aber bislang ohne Erfolg gesucht wird – wie man das auch von echten Handwerkern kennt.
Straßenräuber erbeuten Zehn-Euro-Schein
Nicht einmal einen Funken Gaunerehre im Leib hatten zwei Straßenräuber, die in der Nacht auf Montag in Nied einen 27-Jährigen überfielen, der zu Fuß am Niddaufer unterwegs war. In Höhe der Bahnbrücke hatten sich ihm zwei mit Skimasken vermummte Gestalten von hinten genähert und ihn aufgefordert, sein Geld herauszurücken. Als er ihnen alles, was er hatte – nämlich einen Zehn-Euro-Schein – ausgehändigt hatte, verpasste ihm einer der Räuber als Dank noch einen Fausthieb ins Gesicht. Danach flüchtete das Duo in westliche Richtung.
Überfall auf Bäckerei
Die Arbeitswoche begann für eine 46-jährige Bäckereiangestellte in Nieder-Eschbach mehr als übel. Gegen 5.15 Uhr betrat ein maskierter Mann die Bäckerei in der Berner Straße, bedrohte sie mit einer Pistole und forderte Bares. Als er die etwa 1200 Euro, die in der Kasse waren, kassiert hatte, fesselte er die Frau an einen Stuhl und flüchtete. Ein kurz darauf eintreffender Warenlieferant erlöste die 46-Jährige aus ihrer misslichen Lage. Die Fahndung nach dem Täter verlief bislang erfolglos.
Kiosk in Flammen
Ein Brand in einem in ein Wohnhaus integrierten Kiosk im Ostend hat am Montagmorgen einen Schaden von ungefähr 15000 Euro angerichtet. Gegen 6.30 Uhr hatte der Betreiber kurz vor Dienstbeginn starken Brandgeruch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als die eintraf, hatten bereits 15 Bewohner des sechsgeschossigen Wohnhauses das brennende Gebäude verlassen. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Menschen wurden nicht verletzt. skb (FR/skb)

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