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06. Januar 2015

Autobahnausbau: A661 mit Deckel oder im Tunnel

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Über der A 661 könnte ein neues Viertel entstehen.  Foto: christoph boeckheler*

Die Bauarbeiten für eine Teil-Einhausung der Autobahn 661 könnten 2016 beginnen. Entscheidend für den Baubeginn ist der Verkehrswegeplan des Bundes. Schon jetzt ist klar, im Falle einer Einhausung der A661 werden zahlreiche Freizeitgärten wegfallen.

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Die Autobahn 661 könnte ab 2016 zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße eingehaust werden. Das sagte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) der FR. Der Baubeginn hänge vom neuen Verkehrswegeplan des Bundes ab. Der werde 2016 aktualisiert.

Das Land Hessen hat darin den Ausbau der A 661 von vier auf sechs Spuren angemeldet: zwischen dem Bad Homburger Kreuz und Eckenheim und zwischen Seckbach und der Hanauer Landstraße. Auch der sechsspurige Ausbau zwischen Seckbach und Eckenheim sowie zwischen Seckbach und dem Offenbacher Kreuz wird geprüft.

Wenn klar sei, wie viele Spuren die A 661 bekomme, könne die Teil-Einhausung beginnen, sagte Cunitz. Die Firma Deges prüfe im Auftrag der Stadt verschiedene Varianten, einen Autobahntunnel in zwei Röhren oder die Überdachung der bestehenden Autobahn mit Betonbögen. Je nachdem, für welches Verfahren sich die Stadt entscheide, ob Tunnel oder Deckel, könne der Bau zwischen 2023 und 2025 fertig sein. Dann begänne das Gros des Wohnungsbaus. Noch in diesem Jahr will Cunitz den Stadtverordneten die Pläne vorlegen.

Schrebergärten bleiben erhalten

Das Stadtvermessungsamt habe schon Gespräche mit den rund 300 Eigentümern und 400 Pächtern des Areals geführt. Während zahlreiche Freizeitgärten wegfallen sollen, blieben die gesetzlich geschützten Schrebergärten wohl erhalten. Die Blumen-Großmarkthalle wolle der Eigentümer nicht verlagern.

Entlang der Friedberger Landstraße, zwischen Friedberger Warte und dem Hauptfriedhof, könnte der Wohnungsbau schneller voranschreiten. Cunitz sieht im „Innovationsquartier“ das Potenzial für mehrere Hundert Wohnungen.

Das Ernst-May-Viertel könnte zum „Leuchtturmprojekt“ werden, sagte Cunitz, und kündigte eine „ordentliche Bürgerbeteiligung an“. Das Quartier wertet er als herausragendes, städtebauliches Projekt, vergleichbar mit dem Riedberg. So wie dort könnte die sogenannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme etwa über einen Treuhandfonds finanziert werden. Die Kosten würden erst nach Bau-Ende im Haushalt aufgeführt. Auf dem Riedberg rechnet Cunitz mit 50 bis 100 Millionen Euro Defizit. „Stadtentwicklung ist auf dem Papier immer ein Minusgeschäft.“ Allerdings schaffe die Stadt auch Mehrwerte: Raum zum Leben, Schulen, Kitas.

Cunitz rechnet nicht damit, dass sich Bund oder Land an der Teil-Einhausung finanziell beteiligen. Die Stadt müsse den Deckel wohl alleine stemmen. Allerdings hofft er auf Förderung etwa für innovative Bautechniken oder beim Tunnelbetrieb.

Defizit von 150 bis 250 Millionen Euro

Die Kosten für das neue Viertel und die Einhausung schätzt Cunitz grob auf 400 bis 500 Millionen Euro. Davon entfielen 100 bis 200 Millionen Euro auf das Tunnelbauwerk, je nach dem, in welchem Verfahren gebaut und wie lang die Einhausung werde. Für soziale Infrastruktur kämen weiter 100 Millionen Euro hinzu. Zusätzliche Kosten fielen für die Erschließung und den Grundstückerwerb an. Die Verkaufserlöse schätzt Cunitz auf 250 Millionen Euro. Damit verbliebe ein Defizit von 150 bis 250 Millionen Euro.

Das Ernst-May-Viertel soll sich an den Plänen des Büros Pesch und Partner orientieren. Der Entwurf sieht eine Grünfläche zwischen Bornheim und Seckbach vor. Günthersburgpark und Huthpark sind darin vernetzt. Neu entstehen sollen bis zu 4000 Wohnungen, davon 30 Prozent als geförderter Wohnraum. Cunitz will auf Qualität bei der Architektur achten.

Den Frankfurter Osten in seiner Gesamtheit zu betrachten, forderte indes Maximiliane Peikert-Regelien aus dem Verwaltungsbeirat der Wohnanlage Inheidener Straße 67-71. „Die Stadt muss über den Suppentellerrand New Atterberry hinausschauen.“ Dort muss die Stadt für den Lärmschutz sorgen. Die Anwohner entlang der A 661 bis zum geplanten Riederwaldtunnel bräuchten ebenfalls mehr Lärmschutz, forderte sie. Am besten mit der Einhausung der A 661 von Bornheim bis zum Riederwald.

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